Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- 30 (25.7.1930)
- Date
- 1930-07-25
- Page
- Seite 426 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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426 Das Jüdische Echo Nr. 30 Werk fortsetzen. In dieser Zeit, in der die zukünftige politische Entwicklung festgelegt wird, wenden wir uns in Übereinstimmung mit der Leitung der Zionistischen Organisation noch einmal an die Mandatarmacht. Wir protestieren gegen die fortgesetzte Verletzung der uns zugesicherten Rechte. Wir fordern unser Recht, das uns von allen Regierungen seit Bestehen des Mandates immer wieder feierlich bestätigt wurde. Wir verlangen, daß die Tore Palästinas unverzüglich wieder der jüdischen Einwanderung geöffnet werden.“ Schekelaktion 5690. Die Schekelaktion wurde bis Ende August verlängert. Alle Schekelblockinhaber werden deshalb gebeten, sich in den nächsten Tagen ganz energisch für die Aktion einzusetzen. Sämtliche Zionisten und ihre Familienmitglieder, sowie alle dem Zionismus nahestehenden Personen müssen in dem Besitz eines Schekels sein. Bar-Kochba, München. Bei den vorigen Sonntag begonnenen Wettkämpfen um die Vereinsmeisterschaft führen wir bis jetzt mit 3880 Punkten vor den übrigen C-Klassenvereinen. Da noch einige Übungen im Laufe dieser Woche nachzuholen sind, steht das Endergebnis noch nicht fest. — Anläßlich des Delegiertentages des Deutschen Makkabikreises finden dieses Jahr in Hamburg die deutschen Makkabimeisterschaften statt, wozu wir eine Jugendmannschaft entsenden. Da der Hamburger Bar-Kochba am Priwall bei Travemünde ein großes Jugendlager einrichtet, ist jedem Bar- Kochbaner Gelegenheit gegeben, seine Ferien bei ganz niedrigen Preisen (koschere Verpflegung und Übernachten pro Tag RM. 1.50) an der See zu verbringen. Anmeldungen sind spätestens Donnerstag, 31. Juli, an D. Masur zu richten. Das Sommerlager dauert vom 24. August bis 1. September. Die Vorstandschaft Bar-Kochba, Sportabteilung. Nachdem bereits wieder Ende August die Handball-Herbstverbandsspiele beginnen, fordern wir alle Handballer auf, jeden Dienstag und Donnerstag abends ^7 Uhr und Sonntag vormittags ab L>10 Uhr zum Training zu kommen. Insbesondere machen wir auf das Wochentagtraining aufmerksam, das bis 9 Uhr abends ausgedehnt wird. Die Leitung Gesamtausschuß der Ostjuden. Familie M. Schumer gratuliert Herrn und Frau Alster zur Geburt ihres Söhnchens und Familie Schneuer zum Enkel 1 RM. Regeusburg. Am 1. April hatte der Verein für jüdische Geschichte und Literatur Regensburg sein zweites Geschäftsjahr beschlossen, das einen Erfolg des Vereins nach jeder Richtung hin zeigte. Es fanden folgende Vorträge statt: Frau Dr. Weiner: Die Juden im deutschen Wirtschaftsleben; S. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Baerwald: Moses Mendelssohn; Herr Dr. Leo Deutschländer: Goethe und die Bibel; Herr Professor Dr. Unna: Shakespeares Shylok; Herr Theo Harburger: Synagogale Kunst in Bayern; S. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Salomon: Geschichte der Juden in Deutschland im ersten Jahrtausend. Die Vortragsabende, die zum Teil außerordentlich gut besucht waren, fanden lebhaften Anklang und hatten eine gute Kritik in den hiesigen Zeitungen. Es sei besonders erwähnt, wie groß das Interesse und die Beteiligung der nicht jüdischen Bevölkerung war. Auch die Entwicklung der Lehrkurse machte erfreuliche Fortschritte. Es wurden abgehalten: Ein zweiwöchentlicher Geschichtskurs und ein wöchentlicher Jesajakursus von S. Ehrw. Herrn Bezirksrabbiner Dr. H. Levy. Der Jesajakursus hatte durchschnittlich eine Besuchsziffer von 25 bis 30 Hörern aufzuweisen. Mit der Sammlung einer Bücherei ist bereits begonnen worden. Die Generalversammlung brachte das rege Interesse der Gemeindemitglieder zum Ausdruck und die Freude darüber, daß das geistige Leben der Regensburger jüdischen Gemeinde durch die Gründung und Arbeit des Vereins eine wesentliche Bereicherung und Förderung erfahren habe. Allgemeine Anerkennung fand das hohe Niveau der Vorträge. Würzburg. Protestversammlung gegen das Einwanderungsverbot in Palästina. Der Zionistische Arbeitskreis Würzburg versammelte seine Mitglieder und Freunde am Todestage Herzls (20. Tamus), um das Gedächtnis des Gründers der zionistischen Bewegung zu begehen. Mit dieser Veranstaltung verbunden war eine Kundgebung gegen das Einwanderungsverbot in Palästina, die an diesem Abend in sämtlichen zionistischen Ortsgruppen Deutschlands stattfindet. In seiner Ansprache zeichnete Herr Seminarlehrer Bamberger das Bild der politischen und moralischen Persönlichkeit Herzls und zeigte, wie gerade die Haltung Herzls gegenüber inneren und äußeren Rückschlägen vorbildlich für den Kampf sein könne, den das jüdische Volk zur Zeit um das Recht der freien Einwanderung in Palästina durchkämpfen muß. Herr Dr. Nürnberg brachte eine Protestresolution ein, die einstimmige Annahme fand und inzwischen dem zuständigen britischen Konsulat zur Weiterleitung zugesandt wurde. Mit dem Gesang der Hathikwa schloß die eindrucksvolle Versammlung. Geschäftliches Eine sorgende Mutter ist stets darauf bedacht, jene hygienischen Präparate zu führen, welche die Gesundheit ihrer Angehörigen erhalten und deren Wohlbefinden zu steigern vermögen. Vor allem aber sind es die Kleinsten, denen ihre stete Sorge gilt und sie sucht besonders dem schmerzhaften Wundsein derselben durch peinliche Sauberkeit und wirksame Hautpflege vorzubeugen. Mit bestem Erfolg verwendet sie für diesen Zweck „Kaiser- Borax-Wund- und Kinder-Puder“, das Erzeugnis der Firma Heinrich Mack Nachf., Ulm a. d. D„ deren sonstige Spezialitäten ebenfalls als erstklassig bekannt sind. * Diese Nummer enthält eine Anzeige des Schuhgeschäftes Engelbert Rid & Sohn, Fürstenstraße 7, das durch reellste Handwerksarbeit, besonders auch in Orthopädie, bestens bekannt ist. Bergstiefel nach eigenem Nähsystem. Keren Kajemeth Lejisrael Jüdischer Nationalfowds Postscheck-Konto München 10442, Nürnberg 24565 Fernsprecher München 297449, Nürnberg 21912 , Zentrale für Deutschland! Berlin W 15 Meinekestraße 10 Münchener Spendenausweis ‘vom 15. bis 22. Juli 1930 Spendenbuch : Herr u. Frau Th. Feuchtwanger anl. der Geburt ihres Sohnes 25.—.