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Das jüdische Echo · 1930-06-20 · 25 (20.6.1930) · p. Seite 356

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
25 (20.6.1930)
Date
1930-06-20
Page
Seite 356 (sequence 17)
Language
German
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356 Das Jüdische Echo Nr. 25 tag und Sonntag von 11—6 Uhr durchgehend. An interessierte Gruppen können nach Vereinbarung sachgemäße Erklärungen erteilt werden. Schekelaktion 5690. Sämtliche Schekelblockinhaber werden dringend gebeten, sich in diesem Monat für die Schekelsammlung energisch einzusetzen und diese vor allem auf die Unorganisierten, besonders die zionistischen Familienangehörigen und die zahlreichen Jugendlichen auszudehnen. Die Bedeutung des Schekels scheint noch nicht in allen Kreisen richtig gewürdigt zu werden. Und deshalb muß wiederholt werden, warum die unverzügliche Aufnahme einer großzügigen Schekelpropaganda besonders in diesem Jahre, da ein Kongreß in Aussicht steht, notwendiger ist als je. Politische und nationale Bewegungen werden nicht nur nach ihrer inneren Wahrheit und der Größe ihrer Ziele gewertet. Ihr Geschick ist nicht zuletzt abhängig von der Zahl und dem Geist derer, die von ihr ergriffen sind. Wenn wir heute unsere alte Forderung einer nationalen Wiedergeburt des jüdischen Volkes in und durch Palästina nochmals vor der Welt vertreten müssen, so müssen wir darauf hinweisen können, daß eine große Zahl von Juden hinter uns steht. Deshalb wenden wir uns an alle Zionisten. Jeder einzelne erfülle die einfachste Pflicht jedes Zionisten, er verkaufe an alle seine Bekannten, die sich positiv zum Palästinaaufbau bekennen, den Schekel. Es wird gebeten, mit Rücksicht auf die Möglichkeit eines Kongresses die Schekelsammlung zu beschleunigen und die gesammelten Schekelgelder unter Angabe der einzelnen Schekelzahler bis spätestens 30. Juni an das Ortsgruppenbüro Herzog-Rudolf-Straße 1, abzuliefern. Postscheckkonto: Zionistische Ortsgruppe 10121. Hebräische Sprachkurse München. Sonntag, den 22. Juni, findet ein gemeinsamer Ausflug von erwachsenen Schülern und Freunden der Hebräischen Sprachkurse statt. Treffpunkt: punkt 8 Uhr unter der Uhr am Hauptbahnhof. Sonntagskarte lösen nach Fürstenfeldbruck. Proviant, Badezeug, Spielbälle, Photoapparat sowie Humor und gute Laune sind mitzubringen. Wochenprogramm der V.J.St. „Jordania“ 1. Montag, den 23.. Juni, 20.30 Uhr, s. t. Exbummel mit Keilfuxen. Treffpunkt Hofgartentor. 2. Mittwoch, den 25. Juni, 20.30 Uhr, Jungzionistischer Arbeitskreis. 3. Donnerstag, den 26. Juni, 20.30 Uhr, s. t. Fuxenkurs. 4. Sonntag, den 29. Juni, Ausflug. Näheres mündlich. Bar-Kochba. Damen-, Mädchen- und Kinderabteilung. Sämtliche Mitglieder werden dringend aufgefordert, regelmäßig und pünktlich die Turnstunden zu besuchen. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die eingeteilten Stunden unbedingt eingehalten werden müssen. Damen, die in Abteilung II (von 8—9 Uhr) turnen, dürfen die erste Damenabteilung der Ordnung halber und wegen der bereits sehr großen Teilnehmerzahl auf keinen Fall besuchen. Die Eltern der Kinderabteilung werden gebeten, ihre Kinder, wie sie dies bisher getan haben, regelmäßig in die Turnstunden zu schicken. Zur Zeit fehlt eine größere Anzahl der Kinder und es ist zu hoffen, daß sich der Besuch in dieser Abteilung bessert. Jüdischer Jugendverein München. 1. Donnerstagabende. Lessingsaal. Beginn 8.30 Uhr. Am 26. Juni beschließt Herr Lehrer Adler seinen Zyklus „Die Juden in der deutschen Politik“ mit dem Vortrage: „Jüdische Politiker in und nach der Revolution.“ Anschließend Aussprache über das Thema: „Unsere Sommerarbeit!“ Jüdischer Kindergarten. Der Stadtrat hat mit Beschluß vom 15. Mai 1930 den „Kindergarten der jüdischen Frauengemeinschaft“ konzessioniert. Dieser Kindergarten gehört damit zu der kleinen Anzahl behördlich genehmigter Kindergärten in privater Hand und hat damit einen sehr erfreulichen Erfolg erzielt. Die weitere Entwicklung ist dadurch gesichert. Der Kindergarten wird Mitte September wieder eröffnet. Lokal: Herzog-Rudolf-Straße 1. Gesamtausschuß der Ostjuden München Zur Verlobung Scheinmann-Orlof gratulieren herzlichst I. Rosenwasser und Frau RM. 2.—. * * * München, Sommer 1930, „Auferstehungs-Symphonie“. Zu den bedeutsamen Veranstaltungen des Münchener Sommers 1930 soll nun noch eine in der Ausstellungshalle I stattfindende Aufführung der großen „Auferstehungs-Symphonie“ von Gustav Mahler treten. Dieses Konzert, das unter Leitung von Bruno Walter stehen wird, findet am F r e itag, dem 2 7. Juni , abends 8 Uhr, statt. Mitwirkende: das gesamte Orchester der Bayerischen Staatstheater, der verstärkte Domchor, Luise Willer, Felicie Hüni-Mihacsek. Zur Durchführung dieses Werkes wird eigens eine große Konzertorgel eingebaut. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Jüdischer Nationalfonds Postscheck- Konto München 10442 Nürnberg 2+565 Fernsprecher München 297 449 Nürnberg 21912 Zentrale für Deutschland Berlin W 15 Meinekestraße Nr. 10 Spenden-Ausweis Nr. 28 vom 10. Juni bis 17. Juni 1930 Goldene Buch ZOG, München: Die Jüdische Frauengemeinschaft kondoliert Familien Naß und Grünbaum 5.—, Die Hebräische Sprachschule desgl. 3.—, Herr und Frau Dr. Albert Weihl desgl. 5.—, Familie Justizrat Dr. E. Straus desgl. 3.—, Bernhard und Paula Lustig desgl. 5—, Herr Gottfried Hirsch desgl. 1.—, Herr und Frau Dr. Gutmann 3.—, Dr. Bert. Weiß desgl. 2.—, Herr und Frau Dr. Jul. Siegel desgl. 2.—, .Justizrat Dr. E. Fraenkel desgl. 2.—, Justin Lichtenauer desgl. 2.—, Norbert Sturm desgl. 2.—, Isaak Sturm desgl. 3.—, Farn. A. G. desgl. 1.—, Ludwig Heß kondoliert Familie Naß zum Tode ihrer Tochter 2.—, Dr. Raph. Straus und Frau kondolieren Familien Grünbaum und Holzinger 3.—, Herr und Frau Dr. Eliasberg kondolieren Familie Grünbaum 3.— 47.—. Gesamtsumme seit 1. Oktober 1929 RM. 6 561.89. Benützt bei allen Anlässen die Telegramm- Ablösungsformulare des Jüdischen Nationalfonds.

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