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Das jüdische Echo · 1930-05-09 · 19 (9.5.1930) · p. Seite 272

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
19 (9.5.1930)
Date
1930-05-09
Page
Seite 272 (sequence 17)
Language
German
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272 Das Jüdische Echo Nr. 19 Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. Die 8. ordentliche Delegiertentagung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands, die, wie bereits mitgetei'lt, an den beiden Pfingsttagen in München in der Tonhalle abgehalten wird, wird nach den bisherigen Meldungen durch die Delegierten und Gäste von etwa 150 Bünden aus ganz Deutschland besucht werden. Im Mittelpunkt der Verhandlungen des ersten Tages steht, unter dem Motto: „Jugend hilft der Jugend“, das für die jüdische Jugend so außerordentlich schwierig gewordene Berufsproblem. Aus der Erkenntnis, daß es sich in der heutigen Situation bei Fragen, die Wirtschaftskampf und Lebensgestaltung berühren, für den jungen Juden nicht mehr um rein persönliche Angelegenheiten handelt, stehen Erörterungen über die Möglichkeit einer gemeinschaftlichen Inangriffnahme dieser schwierigen Probleme im Vordergrund. Der Vortrag Martin Bubers „Wie kann Gemeinschaft werden?“ bildet den Auftakt für zwei Gruppen von Arbeitsgemeinschaften, die, von verschiedenen Grundfragen ausgehend, unter dem Thema „Beruf und Leben“ und „Lebensgestaltung“ stehen. Den Abschluß des ersten Tages bildet' eine Vollversammlung, in der die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaften in Thesenform vorgelegt werden. In einem Schlußwort „Gestaltung durch den Bund“ werden diese Ergebnisse zusammengefaßt und die Konsequenzen, die sich aus ihnen für die zukünftige Gestaltung der Jugendbundarbeit ergeben, aufgezeigt werden. Der zweite Tag ist Verbandsfragen gewidmet. In ausführlicher Aussprache werden die Ergebnisse der vergangenen Arbeit überprüft und die Richtlinien organisatorischer Art für die Weiterarbeit festgejegt werden. Mit der Wahl der neuen Leitung des Verbandes wird die Tagung ihren Abschluß finden. Am Pfingtssonntagabend führt die künstlerische Arbeitsgemeinschaft des Jüdischen Jugendvereins Düsseldorf „Jeremias“ von Stefan Zweig auf. Hierzu hat der Dichter seine Anwesenheit zugesagt. Veranstaltungen geselliger Art, Führungen und Ausflüge umrahmen die Tagung. Jüdischer Jugendverein München I. Donnerstagabende. Lessingsaal. Beginn: 20.30 Uhr. Die mit großem Interesse besuchten Abende von Herrn Lehrer M. Adler werden fortgesetzt, und zwar spricht der Referent im Zyklus „Die Juden in der deutschen Politik“ am 15. Mai über „Jüdische Sozialisten“ und am 22. Mai über das außerordentlich interessante Thema: ^Jüdische Politiker um die Jahrhundertwende.“ II. Freitagabendfeiern finden regelmäßig Herzog- Max-Straße 3/1, Beginn 21 Uhr, statt. Alle jungen Juden Münchens, denen die Weihe eines häuslichen Freitagabends versagt ist, sind herzlich willkommen. III. Unsere Junggruppe hat ihre Heimnachmittage jeden Samstag, Herzog-Max-Straße 3/1, und zwar: a) für die Jüngeren um 15 Uhr, b) für die Älteren um 17 Uhr. Bei gutem Wetter Sonntags Fahrten. Auskunft der Fahrtenleiter Werner Hecht, Schwanthalerstraße 53. IV. Unsere Tennisgruppe hat ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Auskunft beim Gruppenleiter Dr. Wellisch, Holbeinstraße 6/0. V. Wanderungen: Sonntag, 11. Mai: Deining- Kraxenbichl. Treffpunkt: 8.55 Uhr Isartalbahnhof. Sonntagskarte Ebenhausen. Preis 1.50 RM. Am gleichen Tage: Treffahrt der bayer. Jugendvereine in Treuchtlingen. Abfahr: 6.25 Uhr Hauptbahnhof. Preis: Sonntagskarte 7 RM. Sonntag, 18. Mai. Grafrath-Wörthsee-Seefeld. Treffpunkt: 8.25 Uhr, Hauptbahnhof, äußere Uhr. Sonntagskarte Grafrath. Preis 1.70 RM. (Badesachen.) Kadimah. Die letzten Nummern unserer Bundeszeitschriften „Haschomer“ und „Hazophe“ liegen bei Walter Koschland, Pettenkoferstraße 4, für die Abonnenten zum Abholen bereit. — Diejenigen Chawerim, welche noch immer ihre N.-F.-Bezirke nicht abgeliefert haben, sollen sich sofort im Büro des Keren Kajemeth melden. — Die hebräische Sprachschule hat mit Beginn des Sommersemesters wiederum neue Kurse eingerichtet, wir rechnen mit stärkster Beteiligung aller Chawerim und Chaweroth. ■— Für die nächste Nummer unserer Ortsbundeszeitung können noch Beiträge bis 15. d. M. in Empfang genommen werden. Jüdisches Landheim E. V., München. Die für Donnerstag, den 22. Mai 1930, 20 Uhr, festgesetzte Mitgliederversammlung mußte auf den gleichen Tag 18 Uhr verschoben werden. Lokal: Bibliotheksaal der Israelitischen Kultusgemeinde München, Herzog-Max-Straße 7. Der Jüdische Turn- und Sport-Verein Bar- Kochba Nürnberg veranstaltet am Mittwoch, dem 14. Mai 1930, in der Turnhalle des Männerturnvereins, Landgrabenstraße 140. ein Schauturnen. Die Vorführungen dieser Art in früheren Jahren waren sportliche Ereignisse. Die Besonderheit der diesjährigen Veranstaltung ist die Anlehnung an moderne Körperkultur. Keren Kajemeth Lejisraei Jüdischer Nationalfoivds Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 30. April 1930 Spendenbuch: Herr und Frau Artur Braun anl. Barmizwah ihres Sohnes 20.—; Farn. Alfred Kohn anl. Verlobung ihrer Tochter 5.—; Restaurant Juwo anl. Eröffnung 6.—■; durch Rosi Birnbaum (Fürth): Apoth. Schild und Frau anl. Geburt ihres Sohnes 5.—; Fritz Hirschmann u. Frau anl. Geburt ihres Sohnes 5.— 10.—. Allgemeine Spenden: Farn. Polatschek (Augsburg) anl. Verlobung von Frl. Ida Polatschek 10.—. Pesach-Aktion: 1. Rate durch Frau Käthe Freimann: Leo Katzenberger 20.—; David Katzenberger 10.— 30.—. Bäume für S e 1 i g - E 11 e r n - s. - A. - G a rten (Karlsruhe): Geschwistern Ellern Nürnberg gratulieren Paul Forchheimer (Karlsruhe) zu seiner Barmizwah 1 Baum 6.— Summa: RM. 87.— Seit 1. Oktober aufgebracht 4610.58 RM. CONTINENTAL Schreibmaschinen das Fabrikat der Wanderer-Werke A.G. Hauptvertrieb für Südbayern: Joh.WinklhoVer&Söhne München 50 Telephon 73844 :: Forstenrieder Str. 53 Reparaturen aller Systeme

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