Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- 18 (2.5.1930)
- Date
- 1930-05-02
- Page
- Seite 256 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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256 Das Jüdische Echo Nr. 18 Sportfest, das je stattfänd. Sämtliche Kreise, die dem Verbände angehören, sind bereits mit den Vorarbeiten beschäftigt. Auch der Deutsche Kreis will durch eine starke Expedition vertreten sein und hat Anstalten getroffen, um seinen Mitgliedern eine Beteiligung an dieser großen Fahrt zu ermöglichen. Dazu teilt das Präsidium des Deutschen Makkabi-Kreises mit: Bei der überwiegenden Mehrzahl der Teilnehmer kommt für Mitteleuropa die Fahrt ab Triest in Frage. Die Besichtigung der Kolonien und der Städte wird auf das genaueste vorbereitet und eingeteilt werden, denn der Aufenthalt im Fände kann nur mit 8 bis 10 Tagen veranschlagt werden. Auch die Einteilung der Wettkämpfe wird unter dem Gesichtspunkte erfolgen, daß jedem Teilnehmer Zeit genug bleibt, das Fand zu sehen. Die Kosten der Reise ab Deutschland über Triest nach Palästina und zurück, einschließlich 8 bis 10 Tage Aufenthalt in Palästina, bei voller Verpflegung und Unterkunft, sind auf 400 RM. berechnet worden. Dieser Preis ermäßigt sich für Mitglieder, welche die Mitgliedschaft vor dem 1. Mai 1931 erworben und sich zu diesem Zeitpunkt für die Fahrt fest verpflichtet haben, auf 350 RM. Für diejenigen aber, welche jetzt schon Mitglieder der Bar-Kochba-Vereine sind und von jetzt an regelmäßig Einzahlungen auf die Reisesparkasse vornehmen, betragen die Reisekosten nur 300 RM. Dieses ist ein Betrag, der auch für die weniger Begüterten im Faufe von zwei Jahren erspart werden kann, wenn der ernste Wille vorhanden ist. Um das Sparen zu erleichtern, ist für den Deutschen Kreis eine besondere Reisesparkasse eingerichtet worden. Die Einzahlungen für Erwachsene müssen mindestens monatlich 12.50 RM. und für Jugendliche 10 RM. betragen. Die Beträge werden von der Kreisleitung unter Beobachtung ausreichender Sicherheiten bis zum Frühjahr 1932 fest angelegt und der Zinsgewinn wird in der oben dargelegten Weise zur Verbilligung der Reisekosten benutzt. Die Einzahlungen sind nicht durch die Bar- Kochba-Vereine, sondern direkt auf das Postscheckkonto „Deutscher Kreis im Makkabi-Weltverband E. V., Berlin NW, 7, Nr. 129 728“ zu überweisen, mit dem Vermerk „Sparkonto Makkabiah 1932“ unter gleichzeitiger Verständigung des am Ort der Einzahlung befindlichen Makkabiverein!es. Da die Fostüb'erweisung direkt erfolgt, ist eine besondere Quittung nicht erforderlich. Die Verwaltungskosten müssen bei der Geringfügigkeit der Beträge naturgemäß auf ein Minimum beschränkt werden, daher ergehen Mitteilungen über den Kontostand nur auf Anfragen. Falls jemand, der Einzahlungen auf die Sparkasse geleistet hat, unvorhergesehenerweise verhindert ist, an der Fahrt teilzunehmen, so erhält er die eingezahlten Beträge am 31. März 1932 zurück. — Die großen sportlichen Veranstaltungen, welche zu Beginn und am Ende der Makkabiah stattfinden werden, sollen die auswärtigen Teilnehmer mit unseren Freunden des Jischuw vereinigen und eine gewaltige Demonstration für die Ausbreitung des Makkabigedankens bilden. Wir erwarten auch von den Münchener Turnschwestern und Turnbrüdern, daß sie diese Gelegenheit der überaus billigen Palästinafahrt wahrnehmen. Weitere Bekanntmachungen erfolgen nicht mehr. Jede Auskunft wird bereitwilligst von Feo Fleischer, St.-Paul-Straße 9/1, erteilt. Bar-Kochba. Sportabteilung. Ab 6. Mai findet jeden Dienstag abends von 7.30 bis 9 Uhr das Training in der Turnhalle der Luisenschule statt. Das Rasentraining bleibt wie immer jeden Donnerstag abends ab 6.30 Uhr und Sonntag vormittags ab 9.30 Uhr auf dem Säbener Platz. Nachdem bereits am 10. und 11. Mai der Erstlingsneunkampf und am 1. Juni der Großstaffellauf Grünwald-München stattfindet, ist das Erscheinen zu den Trainingsstunden unbedingte Pflicht. Insbesondere die Jugendleute erwarten wir wieder vollzählig in der Halle und auf dem Sportplatz, um so mehr, als Turnbruder Orljansky die Leitung der Jugendabteilung übernommen hat. Die Leitung. Bar-Kochba. Fußballjugend. Das letzte Serienspiel gegen F.C. „Teutonia“ ging nach wechselvollem, gleichwertigem Kampf mit 5:3 (3:3) verloren. — Am Sonntag veranstalten wir unter Führung von Turnbruder Max Kalter und Leo Fleischer eine Tagestour ins Gleißental. Treffpunkt 8.30 Uhr am Gärtnerplatztheater. Turnhose und Trikot, ebenso zum Abkochen ein halbes Pfund gekochte Kartoffel, ewas Butter und Salz mitnehmen. M. K. Bar-Kochba. Damen-, Mädchen-, Kinderabteilung. Der gesamte Turnbetrieb wird ab Montag, den 5. Mai, wieder aufgenommen. Die Damenabteilung I turnt jeden Montag von 7 bis 8 Uhr, die Damenabteilung II von 8 bis 9 Uhr, die Mädchenabteilung von 6 bis 7 Uhr in der Luisenschule: das Kinderturnen beginnt Mitwoch, den 7. Mai. Kinderabteilung I turnt Mittwoch von 3 bis 4 Uhr, Kinderabteilung II von 4 bis 5 Uhr in der Jüdischen Volksschule, Herzog-Rudolf-Straße 5/0. Jüdischer Jugendverein München L Donnerstagabende. Lessingsaal. Beginn: 20.30 Uhr. Am 8. Mai beginnt Herr Lehrer M. Adler einen Zyklus über das interessante Thema: „Die Juden in der deutschen Politik“, und zwar spricht er am ersten Abend über „Deutsche Politik und Judenfrage im 19. Jahrhundert“, und am 15. Mai über „Jüdische Sozialisten“. II. Freitagabendfeiern finden regelmäßig Herzog- Max-Straße 3/1,, Beginn 21 Uhr, statt. Alle jungen Juden Münchens, denen die Weihe des häuslichen Freitagabends versagt ist, sind herzlich willkommen. III. Die Junggruppe hat ihre Heimnachmittage jeden Samstag, Herzog-Max-Straße 3/1, und zwar: a) für die Jüngeren um 15 Uhr, b) für die Älteren um 17 Uhr. IV. Unsere Tennisgruppe nimmt ihre Tätigkeit nun wieder auf. Auskunft beim Gruppenleiter Dt. Wellisch, Holbeinstraße 6/0. V. Wanderungen: Sonntag, 4. Mai: Ettaler Mandl. Treffpunkt: 6.25 Uhr,, Starnberger Bahnhof. Äußere Uhr. Sonntagskartei Oberau. Preis: 4.60 RM. Sonntag, 11. Mai: D e, i n i n g -\K r a x e n^ b i c h 1. Treffpunkt: 8.55 Uhr. Isartalbahnhof. Sonntagskarte Ebenhausen. Preis 1.50 RM. Das Jüdische Kammerorchester München tritt im Mai 1930 in das vierte Jahr seines Bestehens. Unter Leitung seines Dirigenten, cand. med. Heinrich L a m m , ist es im vergangenen Winter mehrmals und mit gutem Gelingen an die Öffentlichkeit getreten. Das Orchester wirkte u„ a. bei den folgenden Veranstaltungen mit: Mendelssohn- Feier und Kunst- und Bildungsabend der München-Loge, Chanukkah-Feier des Kadimah, Festabend der Vereinigung jüdischer Akademiker, Purimfeier; des Esra, Purimabend der Jesaias-