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Das jüdische Echo · 1930-03-07 · 10 (7.3.1930) · p. Seite 137

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
10 (7.3.1930)
Date
1930-03-07
Page
Seite 137 (sequence 16)
Language
German
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Nr. 10 Das Jüdische Echo 137 so die Möglichkeit zu geben, sich in die Produktionsfront einzugliedern. „Knesseth Israel“ in Kraft Die jüdische Gemeindeordnung Palästinas ratifiziert Jerusalem, 3. März. (JTA.) „Official Gazette“, das Mitteilungsorgan der Palästinaregierung, veröffentlicht das bereits ratifizierte endgültige Gesetz über die Organisation der jüdischen Gemeinschaft in Palästina (Knesseth Israel). Mit dieser Veröffentlichung ist das Gesetz in Kraft getreten. Die „Ordinance“ trägt die Unterschriften des Bevollmächtigten des Waad Leumi, und zwar des bekannten Arbeiterführers Ben Zwi, des jüdischen Vizebürgermeisters Meyouchas und des Vorstehers der jüdischen Gemeinde Solomon, ferner die Bestätigung des High Commissionars Sir John Chancellors. Nach dem Gesetz wählt die Judenheit Palästinas eine Versammlung (Assefath Haniwcharim) von 71 Mitgliedern: gleich der Zahl des einstigen Sanhedrin (gesetzgebende Körperschaft der Juden im alten Palästinastaat). Die Wahlen müssen-innerhalb eines Monats nach Veröffentlichung der Verordnung durchgeführt werden. Alle jüdischen Männer und krauen über zwanzig Jahre, die sich in die Register eingetragen haben, haben aktives Wahlrecht; alle über fünfundzwanzig Jahre alten Männer und Frauen, die hebräisch lesen und schreiben können, haben auch passives Wahlrecht. Die Regierung hat die im früheren Gesetzentwurf enthalten gewesene Bestimmung, daß nur palästinensische Staatsbürger passives Wahlrecht haben, zurückgezogen; nach dem jetzt geltenden Gesetz kann jeder Jude, der mindestens seit einem Jahre in Palästina wohnt, in die Versammlung gewählt werden. Den sephardischen und yemenitischen Gemeinden wurde das Recht eingeräumt, eine Vertreterschaft in die Versammlung gemäß ihrem Verhältnis zur Gesamtzahl der jüdischen Bevölkerung, ungeachtet der Zahl ihrer eigenen Wähler, zu entsenden. 15 Jahre Gefängnis für den Attentäter auf Bentwich Jerusalem, 27. Februar. (JTA.) Der junge Polizeibote Abdul Chani, der vor einigen Monaten das Attentat auf den Chef des Justizdepartements der palästinensischen Regierung, Norman Bentwich, verübt hat, wobei Bentwich nicht unerheblich verletzt wurde, wurde wegen versuchten Mordes zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurteilt. Im Gegensatz zu den ausschließlich aus Engländern zusammengesetzten Gerichten, die über Aufruhrfälle in Palästina urteilen, war dieses Gericht aus dem Engländer Tute, dem Juden Valero und dem Araber Budeiri zusammengesetzt. Gemeinden- und tf ereins-Echo Lehrkurse der Israelitischen Kultusgemeinde München. Dienstag, den 11. März, 20.15 Uhr, „Rheinischer Hof“, Bayerstraße 21. Herr Kantor A. Müller: „Von synagogaler Musik in Westen und Osten.“ Siehe auch Inserat in dieser Nummer. Jungzonistischer Arbeitskreis. Die Wichtigkeit einer zielbewußten und systematischen jüdischen Bodenpolitik in Palästina, gerade nach den Ereignissen des letzten August, ist weiten Kreisen der zionistischen Bewegung klar geworden; über die rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen sowie die aktuellen Aufgaben der Bodenpolitik berichtet Herr Dr. Georg Landauer (Berlin) in der nächsten Veranstaltung des Jungzionistischen Arbeitskreises am Montag, 10. März 1930, abends 8.30 Uhr, im Nebensaal des Hotels „Roter Hahn“, die gleichzeitig eine Aussprache über die Durchführung der Purim-Aktion des Keren Kajemeth Lejisrael in München. Zionistische Ortsgruppe München. Schekelaktion 569 0. Die Schekelaktion hat bereits begonnen. Alle Zionisten sollen für sich und ihre Familienangehörigen den Schekel entrichten, aber zugleich ist es ihre Aufgabe, unserer Bewegung auch neue Anhänger zuzuführen, die durch Entrichtung des Schekels das Bekenntnis zum Baseler Programm ablegen. Jeder Zionist ist dafür verantwortlich, daß das Ergebnis der diesjährigen Aktion von der organisatorischen Größe und der zionistischen Bewegung beredtes Zeugnis ablegt. München. Am Samstag, dem 8. März, abends 9 Uhr, hält Herr Rabbiner Dr. Ehrentreu für Frauen und Mädchen einen Vortrag über das Thema: „Pessach und das jüdische Haus.“ Kadimah. Die Purimfeier der Mädchen-Kwuzoth findet am Samstag, dem 15. d. M„ um 3.30 Uhr, in der Wohnung von Frau Isa Straus, Kobellstraße 13, statt. Am Dienstag, dem 11. d. M„ abends 8 Uhr, Heimabend für die Bogrim und älteren Mädchen im Wohlfahrtsamt der Gemeinde, Herzog-Max-Straße. Alle Bogrim und älteren Mädchen sollen sich zur Purim-Aktion des Keren Kajemeth bei Frl. Blau, Herzog-Rudolf-Straße la, melden. Esra-Gruppe München. Wir machen nochmals auf unsere am 9. d. M. im großen Theatersaal, Reitmorstraße 7, unter Mitwirkung des Jüdischen Kammerorchesters stattfindende Purimfeier aufmerksam. Der Esra tritt mit dieser Veranstaltung nach längerer Zeit wieder vor die jüdische Öffentlichkeit und hofft, mit einem sorgfältig ausgewählten, reichhaltigen Programm in allen Kreisen Interesse zu finden. Karten für Erwachsene zu 1.50 RM. und 1 RM„ für Kinder und Mitglieder jüdischer Jugendvereine zu 50 Rpf. Beginn abends 8 Uhr. Kein Büfett. Jüdischer Kindergarten, München. Mittwoch, den 12. März, 4 Uhr nachmittags, feiert der Jüdische Kindergarten, Herzog-Rudolf-Straße 1, sein Purimfest. Wer Interesse hat, ist eingeladen. Da wir nur wenig Platz haben, kann nur eine beschränkte Zahl von Karten abgegeben werden, die im Kindergarten täglich von 9 bis 12 Uhr zu bekommen sind. Eintritt für Erwachsene 1 RM., für Kinder 50 Rpf. Jüdischer Jugendverein München. I. Unsere Donnerstagabende veranstalten wir bis auf weiteres im Rahmen der Lehrkurse der Israelitischen Kultusgemeinde„ um unseren Mitgliedern Gelegenheit zu geben, an dem bedeutsamen Zyklus „Seder-Abend und Pessach-Haggadah“ teilnehmen zu können. Diese Abende finden Antonius-Wäscherei Sommerstraße 6o Lindwurmstraße Telefon 44438

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