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Das jüdische Echo · 1930-02-14 · 7 (14.2.1930) · p. Seite 95

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
7 (14.2.1930)
Date
1930-02-14
Page
Seite 95 (sequence 16)
Language
German
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Nr. 7 95 Das Jüdische Echo Schläge bezüglich dieser uns sehr am Herzen liegenden Frage dankbar. Vorläufig haben wir eine Teillösung, wenigstens für Mädchen, darin gefunden, daß wir mit der Leitung eines der anerkannt besten hiesigen Privatinstitute (höhere Mädchenschule und Lyzeum) ein Abkommen dahin getroffen haben, daß durch günstige Anordnung des Stundenplanes, insbesondere der technischen Fächer (Singen, Turnen, Handarbeiten) eine Befreiung der Schülerinnen vom Schulbesuche an Samstagen und jüdischen Feiertagen ermöglicht ist. Außerdem wird die Möglichkeit geschaffen werden, mehr Stunden für den Religionsunterricht, als dies an anderen Mittelschulen der Fall ist, frei zu bekommen. Wir wissen wohl, daß wir damit den Kindern nur einen Teil dessen bieten können, was ihnen eine jüdische Schule bieten würde, sind aber überzeugt, daß auch dieses Erreichbare viele Eltern veranlassen wird, ihre Kinder der Anstalt zuzuführen. Bei genügender Beteiligung wird der Stundenplan schon jetzt für alle Klassen, in welchen Bedürfnis besteht, in der erwähnten Weise umgestaltet werden. Wir laden deshalb alle Eltern, auch diejenigen, deren Töchter bisher höhere Klassen anderer Mittelschulen besucht haben, ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen. (Auskunft erteilt Herr Felix Feuchtwanger, Schönfeldstraße 32, Tel. 22394.) Für Anregungen jeder Art hinsichtlich des Ausbaues unseres Erziehungswerkes sind wir dankbar. F. F. Jungzionistischer Arbeitskreis München, üie nächste Veranstaltung des Arbeitskreises am Dienstag, 18. Februar, im Heim des K. J. V., St.- Anna-Straße 6, abends SlA Uhr, dient der Information über die heute größte und umfassendste jüdische Organisation: die Jewish Agency. Man hat in den letzten Wochen manches von Schwierigkeiten gelesen, die sich bei der Aufnahme der praktischen Arbeit ergeben haben, sie dürften heute im wesentlichen schon behoben sein oder auf einer im März stattfindenden Sitzung des Councils endgültig beigelegt werden; da sie auf verschiedener Auslegung einiger Bestimmungen der Züricher Verfassung beruhen, wird ein Referat über diese (Referent Hans Oestreicher) sowie über die Idee der Agency und ihre Gründungsgeschichte (Referent Ernst Eisen) nicht nur jugendlichen Zionisten, sondern allen Mitgliedern der Zionistischen Ortsgruppe und auch Angehörigen anderer an der Agency interessierten Organisationen sehr willkommen sein. Gäste aus allen Kreisen sind herzlich willkommen! Zionistische Ortsgruppe München. Donnerstag, den 6. Februar 1930, fand die ordentliche Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe statt. Herr Justin Lichtenauer als erster Vorsitzender erstattete Bericht über die Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Den Kassenbericht erstattete Herr Hirsch, den Bericht über den Keren Hajessod Herr Lustig, über den Keren Kajemeth Herr Feder, über die Schekelaktion Herr Harburger, über die Hebräischen Sprachkurse und das Palästina-Amt Herr Grünbaum. Herr Justizrat Dr. Fränkel berichtete über die Gemeindearbeit. Nach vorgenommener Entlastung des Vorstandes wurde zur Neubesetzung der Ämter geschritten. Die Wahlen ergaben folgendes Resultat: Ehrenvorsitzender: Justizrat Dr. E. Straus; erster Vorsitzender: Justin Lichtenauer; zweiter Vorsitzender: Justizrat Dr. E. Fränkel; erster Schriftführer: Dr. I. Emrich; zweiter Schriftführer: Theo Harburger; Kassier: Gottfried Hirsch; Keren-Hajessod- Kommission: Bernhard Lustig, Paul Grünbaum, Gottfried Hirsch, Justin Lichtenauer, Dr. Albert Weihl, Dr. Berthold Weiß; erweitertes Arbeitskomitee: Dr. Heinr. Feuchtwanger, Dr. M. J. Gutmann, Schl. Monheit, Franz Prager, Jakob Reich, Joseph Schachno, Dr. J. Schäler; Palästina-Amt: Paul Grünbaum; Nationalfonds: Max Feder, Frau Harburger; Vertreter der einzelnen Organisationen: D. Horn und Jakob Kluger (Gesamtausschuß der Ostjuden), Joseph Orljansky (Bar-Kochba), Frau Gertrude Weil (Jüdische Frauengemeinschaft); Hebräische Sprachkurse: Paul Grünbaum, Justizrat Dr. Straus, Dr. J. Schäler; Schekelkommission: Camilla Hohenberger, Franz Holzinger; Presseausschuß: Jakob Reich, Dr. Julius Siegel, Dr. Raphael Straus. Wochenprogramm der V. J. St. Jordania. Dienstag, 18. Februar, >29 Uhr, Zionistischer Arbeitskreis Kneipe. Mittwoch, 19. Februar, 8 Uhr, Turnen. Donnerstag, 20. Februar, Uhr, Kartelltagskonvent. Samstag, 22. Februar, 1 Uhr, Mittagessen bei Weiß. „Vom nahen zum fernen Osten, Die Narretei darf nicht viel kosten“ Unter diesem Motto veranstaltet der Bar-Kochba morgen, Sonntag, den 16. Februar, sein diesjähriges Maskenfest. Die Festsäle des Hotels Regina Palast, von M. M. Oswald wundervoll dekoriert, werden dem Feste einen prächtigen Rahmen geben. Die Kapelle Gaden vom Regina-Palast-Hotel spielt zum Tanz. Das Motto läßt vor allem orientalische und chinesische Kostüme zu, jedoch sind alle Masken erwünscht, die in den Rahmen passen, um ein möglichst schönes, buntes Bild zu gewinnen. Der Bar-Kochba hat diesmal ganz besonders lustige und neue Überraschungen vor, deren Vorbereitung im besten Gange ist. Wir nennen hier nur den Giraffentanz und eine Parodie auf die Alte-Herren-Riege! Statt der üblichen Tombola ist das Chinesische Fadenziehen vorgesehen, welches bestimmt ganz besonderen Anklang finden wird. Es findet auch in diesem Jahre eine Prämiierung der besten Masken statt, mit der Neuerung, daß das Publikum selbst entscheidet. Weiters wird ein Grotesktanzturnier veranstaltet (getanzt wird Fox-Trott), für welches wertvolle Preise zur Verfügung stehen. Aber auch die Sektbude wird zur Stimmung beitragen und mit einem rituellen Büfett, das diesmal vom Restaurant Schwarz (sämtliche Fleisch- und Wurstwaren von Metzger Wolf. Frauenstraße) vorbereitet wird, ist auch für das leibliche Wohl der Festteilnehmer bestens gesorgt. Man sieht, daß der Bar-Kochba für dieses Fest keine Opfer und keine Mühe gescheut hat, um seinen vielen Freunden auch in diesem Jahre ein Fest zu bereiten, das noch prachtvoller und stimmungsvoller werden soll als je ein vom Bar-Kochba veranstaltetes Fest. Es werden Euch einige Stunden reinen Frohsinns bereitet werden, in welchen Ihr die Sorgen des Alltags vergessen sollt. Darum heißt die Parole am Sonntag, dem 16. Februar: Auf „Vom nahen zum fernen Osten, Die Narretei darf nicht viel kosten.“ (Siehe Inserat in dieser Nummer!) Maskenfest des Bar-Kochba am Sonntag, dem 16. Februar. Wir bitten unsere Freunde um Spenden für unsere Tombola (Chinesisches Faden-

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