Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- 6 (7.2.1930)
- Date
- 1930-02-07
- Page
- Seite 83 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 6 Das Jüdische Echo 83 Kwuzah, jeder neue Einwanderer, jedes neue wirtschaftliche Werk bedeutet einen Schritt vorwärts. In der Araberfrage tappen wir noch sehr im Dunkel, aber ebenso wie wir die Engländer. Ursprünglich hatten wir es nicht mit einer geeinten arabischen Nationalbewegung zu tun, wir haben selbst zu ihrer Entstehung beigetragen. In London ist die Arbeit viel schwerer geworden, ein erheblicher Teil der englischen Bevölkerung bekämpft die Palästinapolitik der Regierung, oder steht dem Problem indifferent gegenüber. — Die gleichen Schwierigkeiten treffen für Genf zu. Obwohl der Völkerbund in einer Deklaration sein Wohlwollen für unsere Sache nach wie vor bekundete, müssen wir immer wieder von neuem die Judenfrage und unsere nationalen Ansprüche unter Beweis stellen. Zur Frage der Jewish Agency übergehend, betonte Redner die bereits erwiesene Wichtigkeit dieser Institution, zu deren Aufbau und Ausbau so schnell als möglich geschritten werden müsse, nachdem die Arbeit durch die Augustunruhen unterbrochen worden sei. Zionistischer Impuls müsse das Tempo der Jewish Agency bestimmen, und nur, wenn dieser ein stets antreibender Motor sei, wird die Sache gelingen. Zum Schluß ging Dr. Bloch auf die Problematik der heutigen jüdischen Jugend ein, die es „leichter und schwerer“ als die vorhergegangene Generation habe. Der Weg sei ihr schon gebahnt worden; dafür aber habe sie ihn sich nicht selbst erobern können. Die ungeheure Förderung, die diejenigen erfahren haben, die im Kampf mit der ganzen Welt sich ihre Stellungnahme eroberten und mit der Idee in ihrem tiefsten Sein verwurzelten, geht ihr. verloren. Es muß wieder eine Generation erstehen, für die Zionismus d i e jüdische Sache, Lebensinhalt, nicht bloß auch eine gute Sache sei. Reicher Beifall der zahlreich Erschienenen —• zum großen Teil Jugendlicher — dankte dem Redner für seine interessanten Ausführungen. An der Diskussion beteiligten sich die Herren Harry Bein und Dr. Rudolf Liebstädter. Spenden-Ausweis Münchener Spendenausweis Nr. 13 vom 30. Januar bis 4. Februar 1930 Goldenes Buch Zionistische Ortsgruppe München: Dr. Schäler gratuliert Familie Grünbaum zur Bar-Mizwah 2.—. Allgemeine Spenden; Familie Spinner gratuliert zur Hochzeit Knoblauch-Neuwirth 2.—; Edith Sachs anläßlich ihrer Verlobung 10.—; Familie N. Sturm gratuliert Familie Grünbaum zur Bar-Mizwah und Familie Blumenberg zur Verlobung ihrer Tochter 2.— 14.—. Jakob-Dribinsky-Garten: Herr und Frau S. Orljansky gratulieren Herrn und Frau Grünbaum zur Bar-Mizwah ihres Sohnes, ein Baum 6.—. Büchs.en : Geleert durch Frau Harburg e r : S. Raaber 12.51; D. Horn 4.40; Frau Hirschberger 2.66 r= 19.57. Geleert durch Herrn Simon Sehenirer: J. Schachno 3.80; N. Sadler 1.40 5.20. Geleert durch Frl. Philippsohn: Moses Philippsohn 15.36; Jeidel 2.—; Dr. Leo Feuchtwanger 1.86; Isidor Schwager 10.40; Dr. Robert Beer 2.—; Dr. Alfred Fränkel 3.07; Z. Kreschower 2.32; S. Silber 7.—; Frau Sophie Eben 4.70 48.71 73.48. Material: 1 N.-F.-Telegramm: —.50. Summa: 95.98. Gesamtsumme seit 1. Oktober 1929: 3289.69 RM. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß nur solche Spenden im „Jüdischen Echo“ ausgewiesen werden können, die vorher im Büro des Jüdischen Nationalfonds, Herzog-Rudolf- Straße 1, einbezahlt wurden. Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 31. Januar 1930 Spendenbuch: Herr u. Frau Fritz Schwed anläßlich der Geburt ihrer Tochter 10.—; Frau Frida Honig anläßlich Verlobung 5.—; Herr und Frau Salo Hirschen anläßlich ihrer Silberhochzeit 5.—. Allgemeine Spenden: Gesammelt bei Oneg-Schabath-Feier der Ostjüdischen Sektion 6.63. Wertzeichen: Otto Dietenhöfer gesammelt für zehn Bausteine 5.—. Büchsen: Louis Joelsohn 45.45; Rink 1.50. Summa: 78.58. Seit 1. Oktober aufgebracht: 2246.52 RM. Würzburger Spendenausweis seit 12. Januar Büchsen, geleert durch Herrn Ludwig Morgenroth: Neumann (Heidingsfeld) 9.30; Ludw. Morgenroth (Heidingsfeld) 5.05; Jos. Forchheim 2.50; Rosa Bernthal (Heidingsfeld) 2.50; Synagoge 2.80. N. N. 5.—. Im Spendenbuch: Verlobung Fulder-Wallach 10—; J. Reiter anläßlich der Geburt seiner Tochter 5.—. Summa: 42.15 RM. Statt Karten SOPHIE BOHRER HENRI FENICHEL Verlobte MÜNCHEN CHEMNITZ Baaderstraße 38 Bernsbachplatz 4 2. Februar 1930 / 4. Schewat 5690 Jüdischer MASSEUR ärztlich geprüft, gewissenhaft und verlässig, empfiehlt sich den geschätzten Herrschaften Individuelle Behandlung Sport-Massage JÄK. GRHNÄT, MÜNCHEN Georgenstraße 71 Fernsprecher 371 3 19 JttHHiht CUttM 'tUiwiP 'StUtMH (ßeujwt-Sßcaaxl Swßaföj.wtttniiß'. Aber J(AfS£%-Borax muß es sein fader bekannten roten Originalpackung. Überall erhältlich!