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Das jüdische Echo · 1930-01-31 · 5 (31.1.1930) · p. Seite 67

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
5 (31.1.1930)
Date
1930-01-31
Page
Seite 67 (sequence 16)
Language
German
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Nr. 5 Das Jüdische Echo 67 halten: die religiöse (Mohammedaner) Frage, die Frage der Beduinen und die Fellachen- und Effendiirage. Er charakterisierte die Eignart dieser Probleme und zeigte, in welcher Richtung der Versuch ihrer Lösung unternommen werden könne. Dabei schloß er sich im wesentlichen an die von sozialistischer Seite gemachten Vorschläge an; trotzdem war das Referat unpolemisch gehalten und hat sachliche Informationen in außerordentlichem Maße gegeben. An der Aussprache beteiligten sich die Herren.Weißbarth, Eisen, Schenirer und Emrich. — Vom nächsten Dienstag ab finden wieder die wöchentlichen Zusammenkünfte bei. Schwarz statt. „Vom nahen zum fernen Osten, die Narretei darf nicht viel kosten.“ Unter diesem Motto veranstaltet der Bar Kochba München sein diesjähriges Maskenfest. Am 16. Februar wird sich in den von dem bekannten Künstler Oswald wunderbar dekorierten Festsälen des Hotels „Regina Palast“ ein Fest abspielen, das womöglich noch glanzreicher und stimmungsvoller werden wird,, als je ein vom Bar Kochba veranstaltetes Fest. Die Vorbereitungen für die vielen lustigen Überraschungen sind im vollen Gange. Eintrittskarten zu 2.50 RM. sind bereits jetzt in den bekannten Vorverkaufsstellen zu haben. Jüd. Turn- und Sportverein Bar-Kochba. Immer wieder wird die Gründung einer Altherrenriege angeregt. Wir würden gerne diese Anregung zur Tat werden lassen. Für alte Herren, ab 30 Jahren, haben wir am Dienstag jeweils von halb 8 Uhr bis 9 Uhr in der Luisenschule eine Turnstunde unter bewährter Leitung frei. Aber dazu brauchen wir eben alte Herren. Jeder ist uns herzlich willkommen; wir bitten Interessenten sich bei D. Masur, München, Schillerstraße 20/11, schriftlich melden zu wollen. Der Betrieb bringt ein wohldurchdachtes modernes Gymnastiksystem, der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer angepaßt. Jeder Teilnehmer wird sicher hochbefriedigt sein und für seine Gesundheit nur gewinnen. Die Zahl der Teilnehmer braucht für den Anfang nicht hoch zu sein, aber die Mindestzahl muß unbedingt vorhanden sein und jeder Gemeldete muß pünktlich zum Turnen antreten, denn Disziplin ist Voraussetzung für das Gedeihen der Abteilung. Die Kosten sind gering, 1.50 RM. pro Monat. Wir hoffen auf die uns immer wieder versprochene große Beteiligung und geben schon in der nächsten Nummer voraussichtlich den Beginn des Turnens bekannt. Bar-Kochba, Fußball-Schülermannschaft. Das Freundschaftsspiel gegen 1860 Schüler II wurde mit 4:2 Toren gewonnen. Am Sonntag, dem 2. Februar, beginnen wieder die Meisterschaftsspiele und zwar spielen wir gegen Straßenbahn I am Sportplatz an der Schlierseer Straße (Haltestelle Linie 7, Martinsplatz). Treffpunkt halb 10 Uhr Gärtnerplatztheater. Aufstellung: Herz Blechner I Gersinsky II Mechlies Gersinsky I Helfeld Wengraf Schapira Günzburger Bier Felix Ersatz: Koliorn, Schönwetter, Blechner II. Jüdischer Turn- und Sportverein Bar-Kochba. Die Makkabiah Pessach 1932 in Erez Israel. Das Interesse hierfür ist groß; man rechnet mit einer sehr großen Zahl Teilnehmer. Auch der Münchener Bar-Kochba rechnet es sich zur Pflicht, mit möglichst viel Jugendlichen teilzunehmen. In Anbetracht der sehr geringen Kosten müßte es jedem möglich sein. Selbstverständlich muß jeder in seinen Ansprüchen durchaus bescheiden sein. Wir rechnen mit einem Kostenaufwand von 280 RM. ab München, der Hin- und Rückfahrt und einen vierzehntägigen Aufenthalt in Palästina ohne Nebenkosten in sich schließt. Also eine außergewöhnliche Gelegenheit, auf billige Weise unvergeßliche Eindrücke zu sammeln. Wir rufen daher zur Bildung einer Reisekasse auf. Wenn jeder Interessent etwa 10 RM. monatl. spart, werden die Kosten ohne Mühe aufgebracht. Die Beträge werden auf einer Großbank hinterlegt und verzinst. Sollte eine Verhinderung der Fahrt eintreten, bekommt jeder jeinen Betrag mit Zinsen zurück. Es gibt also keinerlei Risiko. Wer sich dafür interessiert, melde sich bei D. Masur, München, Schillerstraße 20/11. Auch jeder sonstige Interessent kann an der Fahrt teilnehmen, wenn er sich rechtzeitig zur Teilnahme meldet. Über die Durchführung werden wir nächstens an gleicher Stelle schon interessante Details berichten können. Wir rechnen auf stärkste Teilnahme. Die Vorstandschaft. Kadimah, München. Die Neuorganisation des Gesamtbundes und des Münchener Ortsbundes sind nach Vorschrift der Bundesleitung nunmehr durchgeführt. Gesamtbund. Bundesleitung: 1. Leo Goldhaber, Leipzig, Gustav-Adolf-Straße 23, bearbeitet die Ressorts Erziehung und Zophiut; folgende Gebiete werden unter spezialer Leitung bearbeitet: Gesetz und Verpflichtung: Hardi Swarsensky (Berlin), Prüfungen: Martin Wang (Leipzig), Mädchen: Emmy Horovitz (Berlin). 2. Organisationsressort: Albert Salzer, Leipzig-Nürnberg, bearbeitet: Finanzen, Bundesaufbau, Bundesstatistik, Führeraustausch, Verbindung mit dem Münchener Bund. 3. Internationale Zusammenarbeit: Heinz Gochsheimer, Rotterdam. Spezialarbeiter für England: Dr. Harry C. Schnur (Hamburg), für Frankreich: Manfred Hoffner (Leipzig), für Tschechoslowakei: David Vogel (Leipzig), für Schweiz und Österreich: Albert Salzer (Leipzig-Nürnberg), für Danzig, Polen, Litauen: Leo Goldhaber (Leipzig). Münchener Bund. Ortsbundesleitung: Isa Straus, Kobellstraße 13 (Tel. 73889). Führerschaft der einzelnen Züge: Mädchenbund: 1. Kwuzah (ältere Mädchen) Isa Straus (Heimabend Samstags um 15 Uhr Kobellstraße 13); 2. Kwuzah (jüngere Mädchen) Hanna Straus, Kobellstraße 13. Jungensbund: 1. Kwuzah (10—12 Jahre) Willy Felix, Auenstraße 42; 2. Kwuzah (13—15 Jahre) Willy Levi, Hans-Sachs-Straße 8; 3. Kwuzah (ältere Jungens) Walter Koschland, Pettenkoferstraße 4. Die einzelnen Ressorts sind wie folgt verteilt worden: Tarbuth-Ressort: Fritz Rosenthal; Zophiut-Ressort: Walter Koschland; Finanz-Ressort: Walter Koschland; Mädchen-Ressort: Isa Straus. Verantwortlich für die Kadimahzeitung und die Mittleren- und Jüngerenzeitung Willy Levi. Jüdischer Jugendverein Donnerstagabende. Lessingsaal. 20.30 Uhr. 6. Februar. Vortrag Erich Liebermann: „Wie denkt sich die Jugend die Vereinsarbeit?“ Anschließend Aussprache. 13. Februar. Bunter Abend.

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