Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- 52 (30.12.1921)
- Date
- 1921-12-30
- Page
- Seite 677 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 52 Das Jüdische Echo 677 troffenen jugendlichen Architekten Hack aus Basel an einem Projekt für die Gründung einer Kolonie aus schweizerischen Einwanderern, die nahe am Strande ein eigenes Viertel nach modernen Prinzipien auf bauen wollen. Kleine Wirtschaitsnachrichten. In Anbetracht der außerordentlich starken Mehieinfuhr haben die palästinensischen Müller in diesem Jahre nur kurze Zeit gearbeitet. Das eingeführte Mehl wird für VI2—8 Piaster per Rottel verkauft; seit September 1920 bedeutet dies eiinen Preissturz von 4^2 Piaster per Rottel. Die diesjährige Obsternte in Palästina ist im ganzen befriedigend ausgefallen. Die Orangen lassen einen guten Ertrag erwarten, während das Ergebnis der Oliven ernte den geringen Erwartungen entspricht. Das Justizdepartement der palästinensischen Regierung gibt bekannt, daß Gebrauchsmuster, die unter dem alten ottomanischen Gesetz eingetragen sind, besonderen Schutz genießen; andere Gebrauchsfmiuster erfahren die gleiche Behandlung, wenn sie im Siinne der Verordnung 136 des Oberkommissärs vom 19. November 1921 behördlich anerkannt sind. In Haifa traf ein zweiter Transport in Amerika gesammelter Maschinen und Werkzeuge für die jüdischen Arbeiter in Palästina ein, Bois Ende November sind in Palästina 3700 Anteile der Arbeiterbank verkauft worden. Man hofft, in Bälde weitere 1500 Aktien in Palästina abzusetzen. Der Jüdische Nationalfonds baut für die Jemeniten in Rischon le-Zion 15 Häuser. Die Durchführung der Arbeit wurde der Bauarbeiter-Kooperative der allgemeinen Arbeiterorganisation übergeben. Die Arbeit geht nunmehr ihrer Vollendung entgegen,. Schon vorher sind im Aufträge des Nationalfonds Jemenitenhäuser in Machneh Jehuda von der Bauarbeiterorganisatilon durchgeführt worden. Mitte November wurde in New York auf Anregung Harry Fishels, des Schatzmeisters des „Central Relief Committee“ eine Building Loan Company gegründet, die amerikanische Juden für den Häuserbau in Palästina interessieren soll. Die jüdische Arbeit in Chedera. Die Arbeiter von Chedera haben einen neuartigen Versuch gemacht, um die Arbeit in den Kolonien in ihre Hand zu bekommen. Eine große Anzahl der in der Kolonie zu vergebenden Arbeiten läßt nur billige Arbeitskräfte zu. Um diese Airbeiten übernehmen zu können, haben die Arbeiter untereinander eine provisorische Selbstbesteuerung eingeführt, so daß die an besser bezahlten Stellen beschäftigten Arbeiter auf einen Teil ihrer Arbeitslöhne verzichten zugunsten derjenigen Arbeiter, welche schlechter bezahlt werden. Durch diese große Anstrengung ist es bisher den Arbeitern gelungen. dile Arbeit in der Hand zu behalten. Deutschland. Pogromagitation in Berlin. Die „Berliner Freiheit“ berichtet: „Wenn sich der Magen, umdreht, wenn er das liest, befindet er sich in derselben Lage, in die wir uns versetzt haben, als uns das nachstehende Schriftstück zuging. Wir geben es als Beweis einer nicht mehr zu überbietenden Gemeinheit der Gesinnung im Wortlaut wieder. Hier: Zur Aufklärung für das Berliner Publikum! Arbeiter! Gebt eure Kranken nicht in die Berliner Krankenhäuser, in diese Mörderhöhlen. Es liegen unzweifelhafte Beweise dafür vor, daß zahllose in diie Groß-Berliner Krankenhäuser eingelieferten Personen, die zu Hause bald genesen wären, durch die verbrecherischen „Kuren“ der Mordbuben, genannt „Ärzte“, systematisch getötet wurden. Mit Morphium, Strychnin, Digitalis und anderen Giften werden die armen Kranken angeblich beruhigt, in Wirklichkeit langsam dem Tode ausgeliefert. Warum? Weil diese jüdischen Mordbuben ein Interesse daran haben, daß recht viele sterben, damit sie die armen Leichen, die sich nicht mehr wehren können, wie ein Stück Vieh zerschneiden und zerstückeln können! Aber leider, leider wissen die Berliner noch nicht das Schlimmste, was ihnen bevorsteht, wenn sie in diese Mörderhöhlen kommen. Habt ihr euch eure armen Toten genau , angesehen wenn sie im Sarge lagen? Da die „Ärzte“ in den Krankenhäusern schlecht bezahlt werden, stecken sie mit den Leichenwäschern unter einer Decke. Diese letzteren verkaufen die sezierten Menschenleichenteile (oft, wenn sich keine Angehörigen darum kümmern, sogar die ganzen Leichen) an Pferdeschlächtereien, ja, es sind schon Fälle vorgekommen, daß Menschenfleisch aus den Krankenhäusern auf dem Zentralfriedhof gehandelt wurde. Bisher wurde alles vertuscht! Berliner! Wollt ihr euch diese himmelschreiende, bodenlosen Gemeinheiten der meist jüdischen Mordbuben, genannt „Ärzte“, länger gefallen lassen? Glaubt nicht, daß die Judeniregierung hier eingreifen wird; wie bisher, so wird es auch weiter L. Kielleuthner kgl. bayer. Hoflieferant 43 Maximilianstrasse 43 Bekanntes Haus für erstklassige Herrenbekleidung nach Mass