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Das jüdische Echo · 1921-11-04 · 44 (4.11.1921) · p. Seite 560

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
8 (1921)
Issue
44 (4.11.1921)
Date
1921-11-04
Page
Seite 560 (sequence 8)
Language
German
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560 Das Jüdische Echo Nr. 44 die besonders in Bayern in einem wichtigen Stadium ihrer Entwicklung steht.— Noch mancherlei wäre zu erwähnen, so die wesentliche Unterstützung, die uns das Keren Hajessodbüro durch die Reisen Blumenfelds in unserem Bezirk angedeihen ließ. — Wir glauben aber, Im Großen und Ganzen hiermit einen Überblick über unsere Arbeit und unsere Lage gegeben zu haben. — Eine Verbesserung ist möglich; sie erfordert freilich angespannte Mitarbeit aller. — Mögen wir daran denken, daß wir auch im Kleinen für Zion arbeiten. Karl Glaser Die Wahlen zum Gruppenverbandstag Die Wahlen zum Gruppenverbandstag fanden in der Ortsgruppe München am Samstag, den 29. Oktober, statt und ergaben folgendes Resultat. Delegierte; 1. Etienne Basch, 2. Justin Lichtenauer, 3. Dr. J. Schäler, 4. Jos. Schachno, 5. Paul Grünbaum, 6. Jakob Fraenkel, 7. Dr. B. Weiß. Ersatz delegierte : 1. Dr. Gutmann, 2.Theo Harburger, 3. Dr. J. Siegel, 4. Dr. Adler, 5. Ludwig Wind, 6. Arth. Rosenbaum, 7. Rieh,. Hoirowitz. Ferner wurden gewählt: Vom Misrachi: Justizrat Dr. Fraenkel. Vom Blau-Weiß: Fritz Bloch (mit Sitz ohne Stimme). Von Verbindung im K.J.V. Jordania: Herr Dipl.- Ingenieur Firitz Löwy (mit Sitz ohne Stimme). Vom Jüd. Turnverein Bar Kochba: Gustav Meyerstein. Aus Würzburg: Dr. Nürnberg. Aus Bamberg: Julius Strauß. Aus Buchau: Rabbiner Dr. Schlesinger (Sitz ohne Stimme). Aus Floß: Friitz Bloch (Sitz ohne Stimme). Chaluzimfürsorge in München Während der Zeit der Einreisesperre in Palästina sammelten sich größere Gruppen von Chaluzim in den Palästinaämtern Europas, in Warschau, Riga, Wien, Triest, Berlin, Konstantinopel an, die auf die Aufhebung der Sperre und die Musterung durch die Herren General Moris und Mindel warteten. Dem überwiegenden Teile der Gruppen wurde, wie bekannt, die Einreise genehmigt und das Visum erteilt. Da München Durchfahrtsort nach Triest für Palästinawanderer aus Rußland, Polen, Litauen, Finnland und Deutschland ist, sahen wir uns veranlaßt, eine Chaluzimfürsorgestelle zu schaffen, die den fast wöchentlich durchkommenden größeren Gruppen beim Umsteigen behilflich ist, ihnen Plätze reserviert und Erfrischungen darreichen läßt. Es ist uns gelungen, für unsere Tätigkeit jüdische Kreise aller Richtungen zu interessieren und die Erkenntnis zu verbreiten, daß es sich hier um allgemein jüdische und menschliche und nicht nur um zionistische Pflichterfüllung handelt. Mit großer Opferwilligkeilt wird am Bahnhof Hilfe geleistet. Ein gut organisiertes Frauenkomitee aus allen Kreisen der Münchener Judenheit führt die Verpflegung musterhaft durch. Spenden laufen von Ost- und Westjuden ein. Auch die Israelitische Kultus gemeinde hat unserer Fürsorge einen größeren Betrag zur Durchführung der Hilfeleistung zur Verfügung gestellt und schickt des öfteren Vertreter zum Empfange der Chaluzim an die Bahn. Selbst wenn, was wir sehr hoffen, die PalästinaWanderung in stärkerem Maße als bisher 'einsetzen sollte, glauben wir unsere Aufgabe bewältigen zu können. Wir nehmen an, bei dem allgemeinen Verständnis, das man uns entgegenbringt, bald in der Lage zu sein, durch stets neu zuströmende Kräfte unser Fürsorgewesen noch weiter auszubauen, um allen Anforderungen Genüge tun zu können. Wie wir hören, bestehen in Salzburg und Triest ähnliche Organisationen, die es sich zur Aufgabe gesetzt haben, unseren Pionieren den Abschied von Europa freundlich zu gestalten. Die Dankbriefe, die wir aus Palästina erhalten, zeigen deutlich, mit welcher Dankbarkeit unsere Arbeit aufgenomimen wird. Es wäre wünschenswert, daß in. allen größeren Orten, die Palästinawanderer passieren, ähnliche Organisationen geschaffen würden, um den solange und mit Schwierigkeiten Reisenden einige Erfrischung bieten zu können. Man werfe nicht ein, es seien zu wenige da, die helfen können. Eine Angelegenheit wie diese muß jedes Juden, gleich welcher Richtung, Ehrenpflicht sein. Paul Grünbaum Lehrbildungsanstalten und Lehrermangel Die wirtschaftlichen Nöte der Zeit haben alle Anstalten, welche auf öffentliche Wohltätigkeit aufgebaut sind, in eine schwierige Lage gebracht. Am greifbarsten ist die Folge dieses Notstandes bei den jüdischen Lehirerseminarien in Deutschland in die Erscheinung getreten: Das Seminar in Kassel hat vor Jahresfrist seine Tore geschlossen, weitere preußische Schwesternanstalten werden L. Kielleuthner kgl. bayer. Hoflieferant 43 Maximilianstrasse 43 Bekanntes Haus für erstklassige Herrenbekleidung nach Mass J

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