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Urwähler-Zeitung · 1850-03-01 · 51 (1.3.1850) · p. Seite 204

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Journal
Urwähler-Zeitung
Volume
2 (1850)
Issue
51 (1.3.1850)
Date
1850-03-01
Page
Seite 204 (sequence 4)
Language
German
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204 legt. Die Regierung erklärt, Erfurt allerdings beschicken zu wollen. Als die Minister sich entfernen wollte?,, machte sie der Präsident L. Schwarzenberg mit dem Bayrhoffer'schen Antrag bekannt und gab ihnen anheim, dessen Verhandlungen beizuwohnen. Doch zogen sie eS vor, sich unter demMortritte des Herrn Haffeupflug wieder zu entfernen. 2A Uhr. Der Bayrhoffer'sche Antrag ist soeben mit allen gegen 1 Stimme angenommen. (N. Hess. Ztg.) Mainz, 23. Ked. Heute wurde im Gemeinderath den Mitgliedern die Ministerielle Verordnung vorgelegt, die Wahlen nach Erfurt zu veranlassen. Durch daS Loos wurden die dazu zu Beauftragenden gezogen. Die getroffenen lehnten aber ab und I I Mitglieder gaben hierauf folgende Erklärung: ,,Dte Unterzeichneten Mitglieder d«S Gemeinderaths, in Erwägung, daß Gesetze im Großherzogthum Hessen der Genehmigung der Stände bedürfen; daß der Beitritt zum sogenannten DreikönigSbund von der Großh. Hessischen Regierung zwar den Kammern vs gelegt ward, von der ersten Kammer aber als abgelehnt zu betrachten ist, da er die zu einer Verfassung-Veränderung erforderlichen 13 Stimmen nicht erhielt; daß die zweite Kammer ebenfalls den Beschluß abgelehnt haben würde und nur deßhalb aufgelöst ward, daß eS hiermit der StaatSregierung nicht züstehen kann, im BerordnungSwege einzuführen, was die gesetzgebenden Gewalten verworfen haben, wonach daun die Verordnung vom 2t. Januar 1850 eine inkonstitutionelle, der Verfassung zuwiderlausende Verfügung bildet, an der sich kein verfasfungsgetreuer Bürger betheilige» darf; erklären: daß sie jede Betheiligung bei den Wahloperationen zum Erfurter Parlament als eine Verfassung sverletzüng betrachten, demnach ebensowohl der vorbereitenden Schritte zur Bildung der Wahlcommisstou rc. rc. sich enthalten; als auch, weun daS LooS sie zu dieser Commission bestimmen sollte, jede Mitwirkung zu solchem gesetz- Die Volkspartet des 86te» Bezirks versammelt sich Freitag, Abends 7^ Uhr, bei Lehmann, Grenadierstr. 29. Wahl eines Vertreters. Zum deutschen Starnrnkniff, Papenstraße Nr. 10 im Tunnel, ladet ergebenst ein zu einem guten Glase Stammbier. Bedienung von 4 jungen Kellnerinnen, worunter 2 Lockenköpfchen. Der Stammwirtb. Papenstr. Nr. 10. im Tunnel. Im Paradiese. Burgftv. Nr. 5, ganz nahe der langen Brücke. Großartige Ueberschwemmung. Noch nie da gewesen: schwimmende Bedienung durch Nymphen d--r Spree._ Wer sich an einem guten und billigen MrttagStisq bethcrUgen Will, dem kann ich nur die Restauration, Roßstr. 12 Eingang Rittergasse, empfehlen, s Couvert 4 Sgr. Abonnem. 3^ Sgr. Arbeiter auf KoneS.Tücher, welchen Maschine und Vorschuß gegeben wlrd, können sich melden Spsndauerstr. 31., 1 Tr. h. Die Tapezier-GehirLseN, die keine Arbeit haben, möchte« sich melden bet Herrn Kiehle, KönigSstr. 24, zu erfahren wo Arbeit ist. Sch aalbretter , Zaunstiele und Kreuzholz von einer kleinen Einzäunung sind wegen Räumung deS Platzes sofort z« verkaufen, Eharitöstraße Nr. 6-, im Etsenladen. Eine eiserne Gelvkiste steyr zum Verkauf, Nosenthalerkr. 29« beim Schlosser-Meister. Schon gebrauchte Rollen, zum Wolle und Seide spulen, werden gesucht. Jägerstraße Nr. 50. auf dem Hofe rechts. Perlin, Verlag von Theodor Heynrann. Widrigen Beginnen verweigern würden. Mainz, den 25. Febr. 1850. P. I. Schsppler. I. Schumacher. Stadel. Scholz. C. Lothary. Krebs, v. Zabern. Chary. Lennig. l)r. Anschel. L. Sichel." (M. Z.) Stuttgart, 24. Febr. Die Flucht des Reichstagsabgeordneten Rüsler von OelS, der demnächst hätte an Preußen auSgeltefert werden sollen, vorgestern bei Hellem Tage, hat hier allgemeine Freude erregt. Kein Zweifel, daß er Einverständnisse mit Außen hatte. Der Regierung ist dadurch eine Verlegenheit erspart. — Hr. Schober, Präsident der bisherigen und wahrscheinlich auch künftigen Landesversammlung, war auf heute Vormittag WS Schloß berufen. (K. Z.) Paris, 25. Febr. Von Illuminationen hat man gestern Abend nichts bemerkt, außer am Pallaste der National-Versammlung; eben so wenig von Demonstrationen, außer daß die 5. Legion auf dem Rückmärsche von der National - Versammluug die Republik hoch leben ließ. Die Mational-Versammlung erklärte in ihrer heutigen Sitzung die Wahle« für Guadeloupe gültig und setzte hierauf die Debatte über daS UnterrichtSgesetz fort. Ein Amendement yo». Jules Lerour, wonach allen Bürgern sreistehen soll, ein Erziehung« - JnAtut zu halten, erregte großen Tumult, weil der Redner von Proletariern und Bourgeois sprach. Der Präsident entzog ihm vaS Wort und das Amendement wurde mit 407 gegen 167 Stimmen verworfen. Tvieft, 25. Febr. (Mit dem Telegraphen nach Wien.) AuS Athen wird gemeldet, daß die Gewaltmaaßregeln aufgehört haben, die Post hatte die Nachricht von der Annahme der französischen Vermittelung gebracht. Verantwortlicher Redactenr: A. Bernstein in Berlin, Rosenthaler-Straße Nr. n. u. 12. Lehrlinge, die die Musik erlernen wollen, werden verlangt nach außerhalb; zu erfragen: Papenstr. 18, 2 Treppen, bei Dietrich. Jerusatemerur. Nr. 17. ist eine Schlafstelle, paffend für einen Schuhmacher zum Arbeiten sogleich zu vermiethen. '_ __W. Hafermann. Schraubstöcke. Formflaschen, Schneidekluppen, Mauerkeffel, GußamboS, Schnellwaage, led. Feuereimer, kupf. Wiegeschaalen, gr. Lehmkarre, Mauersteine u. s. w. find billig zu verkaufen. —25. Chanffeestr. 25 im Keller. Ei» Comtoir-Dote wünscht für die NachmtttagSstunden beschäitigt zu sein. Nähere« in der Expedition dies.« Blattes. Sonntag, den 3. März, Nachmittags um 2 Uhr. wird in der St. Hedwigkrrche ein Zwillingspaar volkSthümlich getauft. ES ladet hiermit freundschastlichst die Männer der Volkspartei ein _Aloys Volkmann. Rosentbalerstr. 9. Ich zeige hiermit an, daß ich meinen, am 9 Januar geborenen Sobn, am Sonntag, den 3. März. Nachmittags 3 Uhr, j» der Sophien-Kirche als einen ächten Demokraten taufen lasse und ich bitte sämmtliche Demokraten Berlins, Zeuge dieser feierlichen Handlung zu sein. Reiß. Schlosser, Mitglied des sechsgen Volksverein-, _wohnhaft. Louiftnstr. 12. Bitte! Da mir meine Frau da- 9te Kind, einen demokratischen Sohn geboren hat, so wünsche ich ihn auch demokratisch getauft zu haben, und bitte daher alle Dsmokrate« Berlin- Sonntag, den 3. März, Nachmittagum 3 Uhr. in der Georgenkirche zu Gevatter. C. Pietsch, Korbmachermeister, Mehnerßr. Nr. 13. Druck v»n Harth » Lchuly« l« Berlin. Svimdanerftr. 78.

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