Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 362 (sequence 368)
- Language
- German
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362 die Tatsache, daß seit 1931 keine neuen Räumlichkeiten hinzugekommen sind, schafft ein ernstes Raiunproblem für den Fall, daß, wie erhofft, die Universität im nächsten Jahre ihre Tätigkeit erweitert.. Die jüdische National- und Universitätsbibliothek. Die Bibliothek hat sich trotz der großen finanziellen Schwierigkeiten während des Berichtsjahres gut entwickelt. Es ist die Möglichkeit geschaffen worden, einem lange gefühlten Bedürfnis entgegenzukommen und eine Handbibliothek im großen Lesesaal einzurichten, in welcher die Hauptnachschlagewerke der verschiedenen Wissenschaften sowie die vollständigen Serien der bedeutendsten hebräischen Zeitschriften dem Publikum zur Verfügung stehen. Die Handbibliothek umfaßt derzeit 3600 Bände und an ihrem Ausbau wird weiter gearbeitet. Während des Berichtsjahres veranstaltete die Bibliothek aus Anlaß von nationalen Gedenktagen Ausstellungen. So fand am zehnjährigen Todestag Ben Jehudas eine Ben Jehuda-Ausstellung, zur Feier des sechzigsten Geburtstages von Bialik eine Bialik-Ausstellung statt. Diese Ausstellungen wurden von Tausenden von Schulkindern besucht. Die Bibliothek beteiligte sich ferner an einer Ausstellung, welche die Kolonie Rischon le Zion anläßlich ihres fünfzigjährigen Jubiläums veranstaltete, indem sie Bücher und Zeitschriften zur Geschichte der Kolonie zur Verfügung stellte. Für die Ärzte des Landes werden in Jerusalem und Tel Awiw besondere Zeitschriftenle&ezimmer unterhalten und medizinische Zeitschriften auch an die Krankenhäuser in Haifa und Afule verliehen. Die Zahl der katalogisierten Werke betrug am 1. Juni 1922 262.191 Bände. 3. Das Haifaer Technikum. 1. Der 17. Zionistenkongreß nahm folgende Beschlüsse in bezug auf das Haifaer Technikum an: 1. Beim Haifaer Technikum sollen verschiedene Abteilungen für technischen Unterricht, entsprechend den Bedürfnissen des Landes, gebildet werden. 2. Der Kongreß beschließt, daß Änderungen am Technikum nur nach gegenseitigem Übereinkommen zwischen der Leitung der Jewish Agency und dem Waad Leumi und nach einer Untersuchung durch eine Expertenkommission entsprechend dem Vorschlage der Kommission des Waad Leumi. die sich mit dieser Sache beschäftigt hat, vorgenommen werden können. Zugleich fordert der Kongreß, daß die am Technikum vorzunehmenden Änderungen dessen Bedeutung als Hochschule auf keinen Fall herabsetzen sollen. Auf Grund dieser Beschlüsse wurde Anfang 5692 ein Übereinkommen zwischen der Exekutive der Jewish Agency und dem Waad Leumi getroffen, nach welchem das technische Institut unter die Kontrolle des neuen Verwaltungkoinitees kam, welches auf Grund gegenseitiger Übereinkunft beider Körperschaften ernannt wurde. Herr A. Berligne, ein Mitglied der Exekutive des Waad Leumi, leitet das Komitee und Herr Aleinikoff übernahm das Amt des Schatzmeisters. Das Verwaltungskomitee ernannte Ing. S. Kaplansky zum Direktor des Technikums. Die finanzielle Existenz des Instituts ist die Ha-uptsorge der neuen Ad-