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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 304

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 304 (sequence 310)
Language
German
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304 Tel Adaschim (45 Familien). Diese Siedlung war die erste, wo einige Siedler beschlossen, ihre Getreidefelder künftighin auf genossenschaftlicher Grundlage zu bebauen. Etwa 20 Ansiedler führten diesen Plan im Jahre 1932 unter Beratung der Instruktionsabteilung mit günstigem Ergebnis durch. Dank der guten Organisation konnten diese Wirtschaften ihre gesamten Felder mit auserlesenem Saatgut bebauen und die Felder rechtzeitig bestellen. Die so erzielte Ernte war sehr gut und die Siedler waren zweifellos besser daran,, als wenn sie ihre Felder einzeln bearbeitet hätten. Andererseits wurde dadurch von einzelnen Siedlern die Arbeit in ihren Höfen etwas vernachlässigt. Auch dieses Jahr sind die Getreidefelder von Tel Adaschim in gutem Zustand und cHe genossenschaftlich bearbeiteten Felder wiederum besser als die individuell bearbeiteten. Der Durchschnittsertrag pro Dunam wird sich auf etwa 100 kg Weizen, beziehungsweise 150 kg Gerste belaufen. Im allgemeine^ hat diese Siedlung in den letzten Jahren gute Fortschritte gezeigt. Im Jähre 1929 setzte sie nur Produkte für £ 396 ab, im letzten Jahre schon für £ 1515, in den vorhergehenden Jahren: Jahr Milch Milchprodukte iiier, Gemüse usw. Summe Liter Wert £ kg Wert £ £ £ 1930/31 . . . . . 65.856 758 5.332 428 160 1.346 1931/32 ..... 79.233 1,013 5.629 436 66 1,515 Im nächsten Jahr ist ein weiterer beträchtlicher Fortschritt zu erwarten, weil die Siedler in diesem Jahr alle nötigen Produktionsmittel erhalten und so in den Stand versetzt sein werden die Produktion von Milch, Eiern usw. in vollem Umfang aufzunehmen. Die Regierung bewilligte der Siedlung eine Anleihe von £ 300 für eine Brunnenbohrung und in einer Tiefe von 47 Metern wurden 40 m3 Wasser gefunden. Damit ist endlich die schwierige Frage der Trinkwasserversorgung' für diese Siedlung gelöst. Misra (25 Siedler). Diese Siedlung erhielt im letzten Jahre die Hauptproduktionsmittel und ist jetzt selbsterhaltend. Das Hauptbudget dieses Jahres bestand aus den nötigen Summen für einen zweiten großen Stall für. 50 Kühe, 7 Geflügelhäuser und die nötigen Maschinen. Die Siedlung litt im Jahre 1932 unter infektiösem Abortus, der bis Ende des Jahres den gesamten Viehstand ergriffen hatte. Es wurden Isoilierställe errichtet und die nötigen Maßnahmen ergriffen, um die gesunden Kälber und Milchkühe zu separieren,, aus denen die neue Herde aufgebaut werden soll. Der Verlust an Milch wird in diesem Jahre etwa 15.000 Liter betragen. Durch die Tnuva wurden verkauft: Jahr Milch Milchprodukte Eier, Gemüse usw. Summe Liter Wert £ kg Wert £ £ £ 1930/31 ..... 1931/32 ..... 49.033 69.949 543 867 848 1.003 68 64 86 230 697 1,161' Kfar Gideon (11 Familien). Die Lage dieser Siedlung ist auch weiterhin schwierig. Obgleich sich das Departement verpflichtete:, den Siedlern die nötigen Produktionsmittel zu geben, weigerte sich ein Teil von ihnen zu bleiben, wenn nicht Steinhäuser für sie errichtet würden. Diese Forderung konnte nicht erfüllt werden, da kein Geld für Wohnungen verfügbar war. und infolge unserer Weigerung beschlossen zehn Siedler, die Kolonie zu verlassen und nahmen ihr Inventar mit. Elf Siedler blieben und unterzeichneten die Siedlungsverträge mit dem Keren Hajessod, doch ist es nicht sicher, ob die Wechselfälle dieser Siedlung damit ihr Ende erreicht haben. Die diesjährige Ernte der Siedlung ist entsprechend.

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