Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 285 (sequence 291)
- Language
- German
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285 Jerusalem führte zu keiner Arbeitslosigkeit in diesem Fach, da ein Teil der Facharbeiter nach anderen Orten zog. Die Lage der städtischen Arbeitersiedlung Ende Juni 1933. Zahl der Zahl der Fläche Bauplätze erbauten Häuser in Dunam Investiertes Kapital Tel Aviv . . . . 745 465 1046 £P 162.000 Haifa . . . 250 250 400 „ 47.700 Jerusalem . . 105 85 109 „ 25.300 Summe . . . . 1100 800 1555 fP 235.000 2. Industrie fond Gewerbe. In den Jahren 5692 und 5693 wuchs die Zahl der in Industrie und Gewerbe beschäftigten Arbeiter und beziffert sich heute unserer Schätzung nach auf 10.000 Personen. Eine Zählung im Jahre 1930 ergab etwa 6500. Die Entwicklung ergriff alle Zweige der Industrie. Die Schwerindustrie wie das Elektrizitätswerk, das Tote Meer-Werk und die Gesellschaft „Nescher" nahmen neue Arbeiter auf, auch die Erzeugung von Baumaterialien wurde dank der Entwicklung der Bautätigkeit erweitert. In Tel Aviv allein entstanden im Laufe des Jahres 1932 21 verschiedene Fabriken. Auch die Textil-Industrie entwickelte sich. Die Arbeiter der verschiedenen Industrien arbeiten in normaler Weise und es gab keine merklichen Schwankungen im Arbeitslohn. » III. Arbeiten der Regierung und der Stadtverwaltungen. Regierungsarbeiten,, In den Jahren 5692 und 5693 arbeiteten durchschnittlich 200 jüdische Arbeiter an Straßenbauten und anderen Regierungsarbeiten. Der Umfang der öffentlichen Arbeiten aus den regulären und außerordentlichen Budgets war mit £P 250.000 jährlich bemessen. Im Laufe der obenerwähntein Periode wurden zwischen dem politischen Departement der Exekutive der Jewish Agency und der Regierung dauernd Verhandlungen über die Sicherung des uns zukommenen Prozentsatzes jüdischer Arbeit geführt. Die langwierigen Verhandlungen führten zu einer Erklärung der Regierung, wonach sie den Anteil der jüdischen Arbeit an den Regierungsarbeiten mit 30 bis 33% des Arbeitslohneis festsetzte. (Siehe) den Bericht des politischen Departements.) In den Jahren 5692 und 5693 führten jüdische Arbeiter Regierungsarbeiten im Unfang von fP 10.000.— aus. Außerdem arbeiteten 50 bis 75 einzelne Facharbeiter an verschiedenen Regierungsarbeiten. Bei den großen Bauten wie dem Rockefeller-Museum in Jerusalem waren nur einige Arbeiter beschäftigt. Wie schon in früheren Berichten erwähnt, traf die Regierung nicht die notwendigen Maßnahmen, um den Anteil jüdischer Arbeiter an ihren Bauarbeiten und anderen Arbeiten zu sichern. Sie hielt sich an das System öffentlicher Ausschreibungen und übertrug die Arbeiten dem billigsten Unternehmer, ohne einen Mindestlohn und Grenzen der Arbeitszeit festzusetzen. Nun da die Regierung erklärte, sie werde ein Drittel ihrer Arbeit jüdischen Arbeitern überlassen, wird sie auch den entsprechenden Weg finden