Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 261)
- Language
- German
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255 arabische öffentliche Meinung über eine Lebensfrage informierte, die in der Vergangenheit, so geschickt ausgenützt worden war, um eine judenfeindliche Stimmung zu erzeugen. Eine arabische Broschüre über die aus der Volkszählung vom Jahre 1931 zu ziehenden Folgerungen ist druckfertig und am einer zweiten über die Fellachenfrage wird gearbeitet. Das politische Departement gewann Korrespondenten in Beirut, Bagdad und Kairo, die ihm Informationen über die laufenden politischen Entwicklungen der betreffenden Länder mit besonderer Hinsicht auf die Palästinafrage lieferten. Sowohl die Londoner Exekutive wie das politische Departement schlugen einen Besuch Dr. Viktor Jacobsons in Palästina, Libanon und Syrien im Frühling 1933 vor, um den politischen Vertreter der Jewish Agency in Genf und Paris in die Lage zu versetzen, Informationen für seine Arbeit aus erster Hand zu erhalten und das Terrain für die künftige Möglichkeit eines Kontakts in den französischen Mandatsgebieten zu erforschen. Der Besuch rechtfertigte die Erwartungen, die an ein Programm vorläufiger Fühlungnahme geknüpft werden konnten. Ein ähnlicher Besuch in Ägypten, der unmittelbar nach dem Besuch in Syrien hätte stattfinden sollen, mutete wegen Dr. Jacobsons Verpflichtungen in Karopa aufgeschoben werden. XV. Transjordanien. Die Ursache, warum die Frage jüdischer Arbeit in Trans jordanien in den letzten zwei Jahren so aktuell wurde, ist der wachsende Gegensatz zwischen der allgemeinen Wirtschaftsnot in Trans jordanien und der relativen Prosperität in Westpalästina. Trans jordanische Scheichs und Führer der öffentlichen Meinung drängten in steigendem Maß darauf, Kontakt mit den jüdischen Behörden in Palästina zu suchen. Das politische Departement schlug den Weg ein, diese Äußerungen eines Wunsches nach friedlichen und freundlichen Verhältnissen zu begrüßen, aber bei der Schaffung freundschaftlicher Beziehungen vorsichtig vorzugehen, um keine übertriebenen Erwartungen zu erzeugen, die dann nicht hätten befriedigt werden können. Den trans jordanischen Führern wurde klargemacht, daß keine Rede davon sein könne, daß die Juden ihre wirtschaftliche und Ansiedlungstätigkeit auf das Gebiet östlich vom Jordan auszudehnen versuchen könnten, solange nicht das Verbot jüdischer Ansiedlung in Trans jordanien durch die zuständigen Behörden offiziell beseitigt wäre, und daß, wenn die jüdische Ansiedlung in Trans jordanien wirklich im Interesse der arabischen Bewohner dieses Landes sei, es die Aufgabe ihrer eigenen Führer wäre, die Initiative zu ergreifen, um dieses Verbot zu beseitigen. Im Laufe der Zeit trat eine bemerkenswerte Änderung der Atmosphäre bezüglich der Möglichkeit arabisch-jüdischer Zusammenarbeit in Transjordanien ein und es wurde dort Verschiedenes unternommen, um die öffentliche Meinung für diesen Gedanken zu gewinnen. So verließ im. April 1932 eine wichtige Gruppe die in Amman tagende Nationalkonferenz zum Protest gegen die Einbringung einer zionistenfeindlichen Resolution. Im März 1932 rief ein von einem nationalistischen Mitglied des Gesetzgebenden Rates