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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 210

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 210 (sequence 216)
Language
German
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IRI
…/9038125-9093599--2968-9089556
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210 B. * Politisches Departement der Palästina-Exekutive. CHAIM ARLOSOROFF s. A; Der Inhalt des vorliegenden Berichtes ist kein gewöhnlicher Abschnitt politischer Arbeit für den Zionismus, der durch den Kongreß abgegrenzt wird. Er ist das letzte Kapitel einer kurzen, aber glanzvollen Laufbahn, die durch einen grausamen und vorzeitigen Tod beendet wurde. Er, der diesen Bericht zu schreiben gehabt hätte, lebte nicht lange genug, um ihn zu schreiben oder seine Abfassung zu beaufsichtigen. Er fiel, eben als er die Ergebnisse und die Lehren einer zweijährigen Arbeit, die so reich an Erfahrungen war, still überdachte und die Zukunftsmöglichkeiten prüfte. Was er für den Zionismus geleistet, was er ihm noch verhieß, überschreitet die Grenzen eines Berichtes und kann hier auch nicht versuchsweise gewürdigt werden. Aber auch die Seite seiner Persönlichkeit, die für nicht ganz zwei Jahre in den Rahmen der Aufgaben des politischen Vertreters der Jewish Agency in Jerusalem eingeschlossen war, findet in den folgenden Seiten nur ungenügend Ausdruck, Sein leidenschaftlicher Eifer, sein weiter und mannigfaltiger Interessenkreis, seine unermüdliche Tatkraft, der Zauber und die Stärke seines kämpferischen Temperaments können nur angedeutet werden. Außer der Hemmung, die im Schreiber liegt, bestehen auch objektive Schwierigkeiten für die öffentliche Darstellung politischer Vorgänge, die wahrhaft dramatische Geschehnisse in der Wiedergabe stumpf und farblos erscheinen lassen. Die zweiundzwanzig Monate, in denen Chaim Arlosoroff als Leiter des politischen Departements der Exekutive in Jerusalem wirkte, schufen für die politische Arbeit der Jewish Agency einen neuen Maßstab und verliehen diesem Amte eine Autorität, die nicht leicht übertroffen werden wird. Ein Virtuose politischer Kunst, gestattete er seiner Leidenschaft für die Politik niemals, gegen seine Aufgaben als Staatsmann anzukämpfen. Der verblüffende Reichtum seiner Talente störte nie den ruhigen Ernst seines Geistes. Er stellte an sich und an andere, in seiner Auffassung von Pflicht, von Verantwortung, von Führerschaft, strengste Anforderungen. Man kann sagen, daß er von jedem Bürger des jüdischen nationalen Heims erwartete, daß er wie ein verantwortlicher Staatsmann denke und handle; und oft zog er sich Feindschaft zu, wenn er sich weigerte, in Tat oder Wort gegen sein besseres Wissen öffentlichem Vorurteil nachzugeben. Seine Festigkeit und sein Mut manifestierten sich gleich stark, wenn er innere Schwächen und Schwierigkeiten aufdeckte, wie wenn er gegen Unrecht und Hindernisse von außen ankämpfte. Während er aber seine Rolle im innerzionistischen Streit im vollen Lichte der Öffentlichkeit spielte, blieb sein Kampf nach außenhin naturgemäß

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