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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 196

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 196 (sequence 202)
Language
German
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IRI
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196 kommt, die durch das Weißbuch ivom Oktober 1930 erweckten ernsten. Befürchtungen des jüdischen Volkes zu zerstreuen. Der Council konstatiert, daß der Brief keine vollständige Erklärung der Regierungspolitik darstellt und auch Vorbehalte enthält, die zu Befürchtungen Anlaß geben. Der Council erwartet, daß die britische Regierung in diesen Punkten mit der Jewish Agency zu einer befriedigenden Regelung im Sinne des Mandates kommen wird. Der Council erachtet den Brief als Basis für weitere Besprechungen der Jewish Agency mit der Mandatarmacht, um die im Briefe dem jüdischen Volke gegebenen Zusicherungen zur Verwirklichung zu bringen und Bedingungen zu schaffen, die die ungestörte Entwicklung des Jüdischen Nationalen Heimes sicherstellen. b) Forderungen an die Mandatar macht. Der Council lenkt die Aufmerksamkeit auf die Schwierigkeiten, die im Zusammenhang mit dem jüdischen Landkauf, jüdischer Einwanderung und der Beschäftigung jüdischer Arbeiter bei öffentlichen Arbeiten in Palästina, trotz des Briefes des Premierministers vom 13. Februar 1931, fortgesetzt bestehen. Darüber hinaus ist das Gesetz zum Schutze der Pächter in einem den jüdischen Bodenerwerb überaus erschwerenden Sinne geändert worden. In Anbetracht dessen fordert der Council die Mandatsregierung dringend auf, sofort Maßnahmen zu treffen, um die berechtigten Forderungen der Jewish Agency betreffend die oben erwähnten Punkte zu befriedigen. c) Verständigung zwischen Juden und Arabern. Der Council der Jewish Agency gibt neuerlich seinem ernsten Wunsche Ausdruck nach Herstellung einer dauerhaften Verständigung zwischen Juden und Arabern in Palästina auf der Basis gegenseitigen Vertrauens und gegenseitiger Achtung und bekundet zugleich seine Überzeugung, daß Juden und Araber ein gemeinsames Interesse an der friedlichen Entwicklung Palästinas haben. Der Council beauftragt die Exekutive, weiter an der Herstellung harmonischer Beziehungen zwischen Juden und Arabern unter dem Mandate zu arbeiten, Beziehungen, die darauf gegründet sind, daß beide Parteien den Grundsatz akzeptieren, daß keine Partei herrschen oder von der anderen beherrscht werden soll. Diese Beschlüsse wurden dem. Kolonialamt übermittelt. 2. Beziehungen zur Mandatarmiacht. Die Londoner Exekutive stand während der Berichtszeit in ständigem engem Kontakt mit dem Kolonialamt. Die Beziehungen, die infolge' des Weißbuches Lord Paßfields vom Oktober 1930 eine so ernste Spannung erfahren und sich durch die Veröffentlichung des MacDonald-Briefes im Februar 1931 gebessert hatten, traten erfreulicherweise infolge des am 22. August 1931 erfolgten Regierungswechsels in eine freundschaftlichere Phase. Nach dem Sturz der Labour-Regierung folgte auf Lord Paßfield als Kolonialsekretär Mr. J. H. Thomas, der gleichzeitig auch Dominienminister wurde, während in der Stellung des Unterstaatssekretärs für die Kolonien Sir Robert Hamilton an die Stelle von Dr. Drummond Shiels trat. Die neue Regierung, die zur Zeit einer besonders schweren Krisis ins Amt trat, blieb nur zwei Monate und war zu ernst von englischen Angelegenheiten in Anspruch genommen, um sich intensiv mit palästinensischen Problemem beschäftigen zu können, doch selbst in diesem kurzen Zeitraum erhielt die Exekutive Beweise sympathischer Würdigung der jüdischen Position in

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