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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 172

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 172 (sequence 178)
Language
German
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IRI
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172 in Debreezin unterrichtet, weiters beschloß kürzlich einer der bestehenden Kultusgemeindebünde, in seinem Bereich im Rahmen des Religionsunterrichtes die hebräische Sprache als lebende Sprache aufzunehmen. Auch das jüdische Lehrerinnen-Seminar in Miskolc arbeitet in demselben Sinne. Vereinigte Staaten von Amerika. Unvermeidlich mußte die wirtschaftliche Krise, die so viele Organisationen in den Vereinigten Staaten schwer mitgenommen hat, auch für die Zionistische Organisation eine ernste Belastungsprobe mit sich bringen. Jeder Zweig ihrer Arbeit wurde in den letzten beiden Jahren mehr oder weniger in Mitleidenschaft gezogen. Es besteht jedoch Grund zu hoffen, daß der Tiefpunkt erreicht ist und die Zukunft eine vielleicht langsam, aber doch stetig aufwärtsstrebende Bewegung zeigen wird. Ein Anzeichen dafür mag darin zu finden sein, daß die Zionistische Organisation im, letzten Jahr zum ersten Mal seit Beginn der Krise das Sinken der Mitgliederzahl zum Stillstand bringen konnte. Tatsächlich begann ein allmähliches Sinken der Mitglieder zahl der Zionistischen Organisation schon einige Jahre vor der Krise. Die ziemlich allgemeine Durchsetzung zionistischer Ansichten in den. Vereinigten Staaten oder wenigstens das Aufhören eines aggressiven Anti-Zionismus nahm der Bewegung das Element des Kampfes, das zwar Opposition, aber auch Mitkämpfer schafft. Ein zweiter wichtiger Grund war die Tatsache, daß die verschiedenen Sonderorganisationen und Institutionen, die der Zionistischen Organisation ihren Ursprung verdanken, sich zwar noch in Verbindung mit ihr hielten, aber doch auf autonomer Basis arbeiteten. Wenn man sich früher als Zionist deklarieren wollte, trat man der Zionistischen Organisation bei. Nach der Dezentralisierung und seit die verschiedenen Institutionen sich selbständig gemacht hatten, hielten sich viele von jeder weiteren zionistischen Verantwortung für befreit, wenn sie eine bestimmte Zweigorganisation des Zionismus förderten. Die Zahl der Mitglieder der Organisation selbst sank und main muß wohl feststellen, daß die ganze Bewegung an Disziplin verlor. Die Frage Zentralisation oder Separatismus hat natürlich noch andere Seiten, die bei allen zionistischen Konferenzen umkämpft waren, die Frage wird hier aber nur wegen-ihres Einflusses auf die Mitgliederzahl der Zionistischen Organisation berührt. Trotz diesen ungünstigen Faktoren gelang es der Zionistischen Organisation, wie erwähnt, im letzten Jahre ihr Niveau zu erhalten. Dies ist der Leistung freiwilliger Mitarbeiter zu verdanken, die angesichts eines stark gedrückten Budgets eingesetzt wurden. Zahlreiche Versammlungen und Kreiskonferenzen brachten es dahin, daß die alten Kräfte erhalten und neue gewonnen wurden, um wettzumachen, ' was sonst ein weiteres Sinken gebracht hätte. Im vergangenen Jahre bestrebte sich die Zionistische Organisation insbesondere, kulturelle Arbeit zu leisten. Der Zionismus kann sich nicht auf bloße Sammeltätigkeit beschränken und Sammlungen können auch auf die Dauer keinen Erfolg haben, wenn der geistige Gehalt der Bewegung vernachlässigt wird. Die Organisation konnte infolge der Knappheit der Mittel

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