Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 139)
- Language
- German
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133 duktiv investieren wollen, finden, daß der Wert von Grundstücken und anderen Aktiven in Jerusalem und ihr Ertrag sehr stabil und nicht den gleichen Schwankungen ausgesetzt ist, wie in anderen Städten. Die PLDC verkaufte im Jahre 1931 38 Bauplätze für £ 29,852-—, im Jahre 1932 86 Bauplätze für £ 37,219-—, in den ersten fünf Monaten 1933 48 Bauplätze für £ 18,007-—. 4. Der Erwerb von Bauplätzen in Tel Awiw ist für Leute mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln infolge der großen Einwanderung von Kapitalisten aus den Vereinigten Staaten von Amerika und anderen Ländern, die Tel Awiw als Sitz und als den Ort ihrer Investitionen wählten, zur Unmöglichkeit geworden. Die Nachfrage nach Bauplätzen wuchs außerordentlich und dies erzeugte starke Spekulation, so daß man einen Bauplatz in Tel Awiw kaum uniter £ 1000'— erhalten kann. Infolgedessen begannen Leute mit Geschäftsverbindungen in Tel Awiw sich nach der Gegend südlich von Jaffa zu wenden, wo die PLDC schon vor zwölf Jahren umfangreiche Grundstücke für die Errichtung einer neuen Stadt vorbereitet hat, die ausgedehnter sind als selbst das heutige Tel Awiw. Weite Flächen in der Umgebung sind in jüdischem Besitz. Die Gesellschaft Bajith Wegan leitete ihre Siedlungstätigkeit vor einigen Jahren em und setzte sie im letzten Jahre in verstärktem Maße auf Grund der Tendenz zur Schaffung einer neuen Stadt auf relativ billigen Grundstücken fort. In kurzer Zeit wurden in jener Gegend Dutzende von Häusern errichtet und die Bautätigkeit schreitet schnell fort. In der Berichtsperiode verkaufte die PLDC 93 Bauplätze südlich von Jaffa für £ 2377-—, in Tel Awiw 7 Bauplätze für £ 787-—. 5. Gleichzeitig mit der Nachfrage nach städtischem Boden begann eine starke Bewegung zum Erwerb ländlichen Bodens, insbesondere für Orangenpflanzungen, doch bestand keine entsprechende Bodenre serve, die mehrjährige Vorbereitung und bedeutende Kapitalinvestition erfordert hätte, und die Kauflustigen mußten suchen, jüdischen Boden in jüdischen Kolonien zu kaufen. Die Preise für solchen Boden sind in der letzten Zeit gewaltig gestiegen und ein Mittelständler kann solchen Boden nicht mehr kaufen. Wenn kleinere Bodenstrecken aus arabischem Besitz ohne die Notwendigkeit komplizierter Transaktionen auf dem Markt erschienen, traten Spekulanten auf den Schauplatz und trieben die Bodenpreise maßlos m die Höhe, so daß tausende Pfund jüdischen Kapitals verschwendet wurden. In der Berichtszeit verkaufte die PLDC etwa 11.600 Dunam Boden, davon 8200 Dunam an den Keren Kayemeth Leisrael, 10.000 Dunam Boden davon waren von der PLDC in der gleichen Zeit neu erworben. 6. Eine der vitalsten Fragen der Zionistischen Organisation ist die der Bodenspekulation, die solche Mengen jüdischen Kapitals verschwendet. Obgleich der Bodenerwerb zurzeit auf Opposition in der arabischen Presse stößt, ist anzunehmen, daß diese Opposition nicht lange dauern wird, da sie im Gegensatz zu den wirtschaftlichen Interessen der Araber steht. Es ist wesentlich, daß die Zionistische Organisation ihr offizielles Bodenkaufsinstitut mit den nötigen Mitteln versieht, um den für die ausgedehnte Kolonisation nötigen Boden sicherzustellen.