Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 138)
- Language
- German
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- Haifa 2× ep/1047930
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132 The Palestine Land Development Company, Ltd. Bericht für die Zeit vom 1. Mai 1931 bis 1. Juni 1933. 1. Die Stagnation, die in den meisten Unternehmungen Palästinas zur Zeit des 17. Kongresses herrschte, verschwand innerhalb weniger Monate nach dem Kongreß, Verschiedene wirtschaftliche Faktoren des Auslandes, wie der Valutasturz in vielen Ländern und die Bankkrise in den Vereinigten Staaten von Amerika, trugen zu dem Kapitalstrom nach Palästina und zu der Neigung, dieses Geld in Boden zu investieren, bei. Während in den meisen Ländern der Welt starke Arbeitslosigkeit herrscht, wird Palästina zu einem Produktions- und Aufbauland, wo Kapital ein Wirkungsfeld findet. Die Einwanderung nach Palästina ist nicht auf Tel Awiw beschränkt, wie in früheren Jahren, und auch andere Orte nehmen beträchtliche Zahlen von Einwanderern auf. 2. Haifa, das einen natürlichen Beichtum in seiner großartigen Lage besitzt, hat in den letzten Jahren gewaltige Schritte nach vorwärts gemacht. Der Bau des Hafens, der nahezu vollendet ist, ist ein wichtiger Faktor für den Geschäftsfortschritt der Stadt, und für die Zeit nach Vollendung des Hafens sind die Aussichten noch günstiger. Die Vorstadt Hadar Hakarmiel ist dank der Errichtung neuer Gebäude zu einer lebhaften Stadt geworden. Auch auf dem Berg Karmel hat die Bautätigkeit eingesetzt und es ist anzunehmen, daß diese Entwicklung auch in der nächsten Zeit andauern wird. Hier liegen hunderte von Bauplätzen, die Menschen gehören, welche bisher im Auslande gewohnt haben und jetzt nach Palästina, kommen, um Häuser zu bauen und sich anzusiedeln. Haifa hat bedeutende wirtschaftliche Zukunftsaussichten daink der Entwicklung von Handel und Industrie mit Hilfe des Hafens. Große Bodenstrecken sind bereits in jüdischem Besitz, die noch auf jüdische Ansiedler warten. Das Hinterland von Haifa besitzt eine starke jüdische Bevölkerung. All dies wirkt zusammen, um Haifa zu einem Mittelpunkt jüdischer Ansiedlung und des Stroms des Einwanderkapitals zu machen. Im Jahre 1931 verkaufte die PLDC 36 ihrer Bauplätze in Haifa für insgesamt £P 6465.—, im Jahre 1932 verkaufte sie 29 Bauplätze für £P 6563.—, in den ersten fünf Monaten 1933 jedoch 149 Baustellen für £P 25,553.—. 3. Auch Jerusalem ist in den letzten Jahren gewachsen, obgleich diese Entwicklung mehr eine innere, auf Grund des Anwachsens seiner normalen Bevölkerung, war, Die jüdische Bevölkerung Jerusalems hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Auch Neueinwanderer finden allmählich den Weg nach Jerusalem. Viele beginnen die besonderen Vorzüge Jerusalems als Landeshauptstadt, Sitz der Regierung und ihrer verschiedenen Institutionen, als einer Stadt von alter Größe und natürlicher Schönheit, als des wachsenden Mittelpunktes hebräischer und allgemeiner Kultur im Lande, zu würdigen. Der einzige Nachteil, der diese Entwicklung verzögert, der Mangel einer ausreichenden Wasserleitung, wird demnächst beseitigt sein, wenigstens nach den Zusagen der Regierung. Mit der Durchführung ausreichender Wasserversorgung in Jerusalem wird der Zuwanderungsstrom zweifellos erheblich steigen. Kapitalisten, die ihr Geld pro-