Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 40)
- Language
- German
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34 Bessarabien. Es wird angenommen, daß in der jetzigen Kongreßperiodfr die Zahl der Schkalim, die in Bessarabien verbreitet wurden, gegen 13.000 betragen wird, was einen Zuwachs von 2000 bedeutet. Im Jahre 5692 dagegen wurde trotz aller Bitten der Exekutive fast keine organ. Schekelarbeit geleistet. Bukowina. Die Zahl der Schekelzahler in der Bukowina hat sich seit der letzten Kongreßperiode fast verdoppelt. Auch hier wurde die Schekelarbeit im Jahre 5692 vernachlässigt und die verkauften 7800 Schkalim stammen fast ausschließlich vom Jahre 5693. Bulgarien. Die Schekelarbeit in Bulgarien war befriedigend. Ein Zuwachsvon über 1000 Schkalim ist zu verzeichnen. Canada. In Canada kann eine Verbesserung der Schekelzahlen konstatiert werden. Im Jahre 5693 wurde zum ersten Mal eine organisierte Schekelaktion außerhalb der Reihen der Keren Hajessod-Zeichner geführt. In Anbetracht der Bedingungen waren die Resultate befriedigend. Gechoslovakei. Die endgültigen Resultate können noch nicht abgeschätzt, werden, es darf aber angenommen werden, daß die Ziffern nicht hinter denen der vorigen Kongreßperioge zurückbleiben werden, die eine Rekordziffer brachte. England. Eine Abnahme von 8000 Schkalim im Vergleich zu der letzten Kongreßperiode muß verzeichnet werden. Dies ist wahrscheinlich auf die vorherrschende Beschäftigung mit dem Central British Fund for German Jews zurückzuführen. Ostgalizien. Nach unserer Information übersteigt die Zahl für die beiden Jahre 90.000, was im Vergleich zur vorigen Kongreßperiode einen Zuwachs von zirka 23.000 bedeutet. Im Jahre 5692 allerdings wurden in Ostgalizien nur 7000' Schkalim verkauft, der zwölfte Teil der heuer abgesetzten Anzahl. Westgalisien. Westgalizien ist eines der Länder, in denen die Zahlen stabiler sind, sowohl im Kongreß jähr, wie auch im kongreßlosen Jahr wird eine gut organisierte Schekelaktion geführt. 5692 zeigte gegenüber 5690 keine Veränderung (11.500 Schkalim), im Jahre 5693 ist aber ein Zuwachs von etwa 10.000 Schkalim zu verzeichnen. Deutschland. Eine Schekeilaktion wurde nur im Jahre 5692 organisiert. Im Jahre 5693 gab es überhaupt keine Schekelaktion. Frankreich, Die Resultate des Jahres 5692 waren armselig (gegen 500 Schkalim). Im Jahre 5693 wurde die Aktion dank der Initiative der Herren Motzkin und Person in größerem Maßstab durchgeführt und es ist Grund vorhanden anzunehmen daß die Schekeilzahl gegen 3000 erreichen wird. Holland. So wie in Belgien ist auch in Holland die Schekelzahl für diesen Kongreß so gestiegen, daß Holland zwei Delegierte (statt, wie bisher, einen)" zum Kongreß senden kann. Dieser Zuwachs ist den Bemühungen der Föderation zuzuschreiben, die Zahl ihrer ständigen Mitglieder zu vergrößern. Es ist auch gelungen, diese Zahl um 1000 neue Mitglieder zu erhöhen. Ungarn. Infolge der seit dem Krieg in Ungarn herrschenden politischen Situation ist die zionistische Tätigkeit dort in ihrem Spielraum sehr begrenzt. Ungarn, wo nahezu eine halbe Million Juden lebt, konnte jedes Jahr nur eine unbedeutende Zahl von Schkalim absetzen und durfte nur einen Delegierten zum Kongreß senden. Während der Berichtsperiode ist ein Fortschritt zu bemerken. Zum ersten Mal seit dem Kriege werden die ungarischen Zionistendurch zwei Delegierte am Kongreß vertreten sein. Italien und Griechenland. In den Resultaten dieser beiden Länder sind keine Änderungen eingetreten. Jugoslawien. Dies ist eines der wenigen Länder, denen es gelingt, die- Zahl der Schekelbeeitzer im kongreßlosen Jahr auf derselben Höhe zu halten wie im Kongreßjahr. Lettland. Es ist das erste Mal in der Geschichte des lettländischen Zionismus, daß es gelungen ist, 20% der jüdischen Bevölkerung dieses Landes irt die Listen der Schekelinhaber einzutragen.