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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 241

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 241 (sequence 245)
Language
German
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IRI
…/9038125-9093591--2654-9089241
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2. Die Städte. a) Industrie. Die Zahl der jüdischen Industriearbeiter ist in der Berichtsperiode ungefähr konstant geblieben. Sie beträgt etwa 6000. Die jüdische Industrie hat insbesondere nach den Unruhen im Zusammenhang mit gewissen Boykottversuchen eine recht schwere Zeit durchgemacht. Wir bedauern, sagen zu müssen, daß auch bei der Regierung vielfach noch das richtige Verständnis für die Bedeutung der Industrie fehlt. Trotzdem hat sich die jüdische Industrie in einer Zeit allgemeiner wirtschaftlicher Depression, in einer Zeit fallender Preise für Fertigfabrikato verhältnismäßig gut gehalten. Es hat sich herausgestellt, daß durch gute Organisation und Initiative Schwierigkeiten überwunden werden können, die durch die Tatsache billiger Arbeitskräfte bei den Konkurrenzunternehmungen in den anliegenden Ländern entstehen. Für den Arbeitsmarkt war die Entwicklung der beiden großindustriellen Unternehmungen des Landes, des Ruthenberg-Werkes und der Novomejsky-Konzession, von Bedeutung. Auch die Zementfabrik „Nescher" hat in der Berichtsperiode eine Vergrößerung der Zahl der jüdischen Arbeiter vornehmen können, so daß in diesen drei großen Industrieunternehmungen des Landes im Durchschnitt 800 bis 850 jüdische Arbeiter Beschäftigung fanden. b) Bauarbeiten. Die Zahl der jüdischen Bau- und Straßenarbeiter beträgt zirka 3000, von denen etwa 2400 ziemlich regelmäßig bei verschiedenen Arbeiten beschäftigt sind. In der Berichtsperiode spielten für die Beschäftigung dieser Arbeiter die Bauten eine gewisse Rolle, die mit Hilfe des Emergency-Fonds in Stadt und Land unternommen wurden. Ferner wurde das Wegenetz erheblich verbessert, eine Reihe von Kolonien, insbesondere im Emek, wurde aus Sicherheitsgründen durch auch im Winter passierbare Straßenabzweigungen mit den Hauptstraßen verbunden. Es ist klar, daß diese Wegebauten auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind. Auch der Bau der beiden wichtigen Straßen Jaffa—Tetach Tikwah—Haifa und Afule—Klar Tabor—Kinereth machte Fortschritte und beschäftigte eine Anzahl jüdischer Arbeiter. Eine erste Folge der Unruhen des Jahres 1929 war —■ wie bereits erwähnt — die Abwanderung der Juden aus den gemischten Vierteln in Jerusalem, insbesondere der Altstadt in rein jüdische Stadtviertel. Die gleiche Erscheinung hatte seinerzeit nach den Unruhen des Jahres 1920/21 zum Ausbau von Tel-Awiw beigetragen. Diesmal war die Bewegung besonders stark in Jerusalem, aber auch in gewissen Teilen von Haifa. In der zweiten Hälfte des Jahres 1930 aber machte sich die allgemeine wirtschaftliche Depression auch auf dem privaten Baumarkte bemerkbar, insbesondere, nachdem die Einwanderung" eine erhebliche Einschränkung und, wie wir wissen, für etwa sechs Monate eine fast völlige Unterbrechung erfahren hatte. Die private Kapitalzufuhr verringerte sich stark. Unglücklicherweise ließ auch der Kapitalzufluß aus öffentlichen jüdischen Fonds nach, und dies gerade in einer Zeit, wo es von höchster Wichtigkeit gewesen wäre, wenigstens teilweise das mangelnde Privatkapital durch öffentliche Mittel 2lil

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