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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 239

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 239 (sequence 243)
Language
German
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IRI
…/9038125-9093591--2652-9089239
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IIL Arbeitsfragen. Der Beginn der Berichtsperiode war die Zeit des Abklingens der schwebenden wirtschaftlichen Krisis der Jahre 1926/28, die für die Wirtschaft Palästinas und die Zionistische Organisation zwar erhebliche finanzielle Lasten mit sich gebracht hatte, aber, wie man jetzt rückblickend doch sagen kann, zu einer wirtschaftlichen Konsolidierung einer Reihe von Unternehmungen geführt hat. Vom Ende des Jahres 1928 an machte sich allmählich eine Investitionstätigkeit des Privatkapitals in der Orangenzone bemerkbar, und es ist der Investition großer Kapitalien in der Pflanzungszone zuzuschreiben, daß auch die wirtschaftliche Basis von Tel-Awiw allmählich immer mehr erstarkte. Im Norden, in Haifa und Umgebung erhielt das Wirtschaftsleben einen neuen Antrieb durch die Fortführung der Kolonisation der Jewish Agency und durch den Bau des Ruthenberg-Werkes. In Jerusalem Aviederum, wo wirtschaftliche Unternehmungen ähnlicher Art fehlten, bahnte sich eine starke Belebung des Baumarktes an, vor allen Dingen durch die Errichtung einer Anzahl öffentlicher und halböffentlicher Gebäude und durch private Unternehmertätigkeit im Zusammenhang mit der Förderung des Fremdenverkehrs (Hotels). So waren die wirtschaftlichen Verhältnisse unmittelbar vor den Unruhen des Jahres 1929 recht günstig. Es muß festgestellt werden, daß die direkten wirtschaftlichen Folgen der Unruhen, die sich in der Berichtsperiode bemerkbar machten, recht schnell überwunden wurden. Die hier angedeutete Entwicklung hat sich zunächst noch fortgesetzt und teilweise noch verstärkt dadurch, daß ein Teil der jüdischen Bevölkerung in Haifa und Jerusalem aus Sicherheitsgründen die in ihrer Bevölkerungszusammensetzung gemischten Viertel verließ. Dadurch trat eine neue Belebung der Bautätigkeit ein, die sich insbesondere in Jerusalem bis weit in das Jahr 1930 erstreckte. 14. Die einzelnen Arbeitsgebiete. 1. Die Kolonien. In der Berichtsperiode sind etwa 20 000 Dunam neu mit Orangen und Grape-Fruit bepflanzt worden, davon noch im Jahre 1929: 15 00Ü Dunam und im Jahre 1930: 5000 Dunam. Diese starke Entwicklung der Pflanzungskulturen hat zu einer Vergrößerung der Zahl der jüdischen Arbeiter in den Pflanzungskolonien um etwa 2000 geführt; es sind also heute gegen 8000 jüdische Arbeiter in den Kolonien beschäftigt. Das allmähliche Eindringen der jüdischen Arbeiter in die Kolonien, insbesondere der starke Zugang in der Berichtsperiode, hat natürlich gewisse Probleme hervorgerufen, die im Zusammenhang mit der Verstärkung der jüdischen Arbeit in den Kolonien stehen. An anderer Stelle dieses Berichtes ist das Wohnungsproblem kurz gestreift worden. Ein anderes sehr wichtiges Problem ist das der Saisonarbeit. Die Arbeit in den Kolonien verteilt sich unregelmäßig während des Jahres. Ungefähr vier Monate im Jahre bestehen für den landwirtschaftlichen Koloniearbeiter sehr geringe Verdienstmöglichkeiten, während anderer- 239

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