Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 226)
- Language
- German
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Die politischen Tendenzen des Jischuw, wie sie in der Assefath Haniwcharim zum Ausdruck kamen (es soll daran erinnert werden, daß die Session nach der Ausgabe des Weißbuches, aber vor der Veröffentlichung des MacDonald-Briefes stattfand), sind aus den folgenden wichtigsten politischen Resolutionen zu ersehen: „Der jüdische Jischuw in Palästina weist den Schlag zurück, der in dem neuen politischen Statement der britischen Regierung (Weißbuch) enthalten ist. Es kann kein Vertrauen zu einer Regierung geben, deren Politik durch dieses Statement ausgedrückt wird. Wir werden an keiner parlamentarischen Institution teilnehmen und keine solche Institution anerkennen, deren Zweck es ist. den Aufbau unseres Landes unmöglich zu machen. Wir werden unsere schöpferischen Anstrengungen und das Werk für die Wiederaufrichtung des jüdischen Volkes in seinem Lande fortsetzen und werden unsere Pioniermission, das wüste Land wieder zu bebauen, nicht aufgeben. Die Wohlfahrt und der Fortschritt der arabischen Einwohner des Landes hängt mehr von der jüdischen Einwanderung und Kolonisation ab als von der Tätigkeit der Britischen Regierung. Wir sehen in der gemeinsamen Arbeit mit unsern Nachbarn eine sichere Garantie für die Wohlfahrt und den Frieden des Landes." Die Assefath Haniwcharim, die von den Revisionisten im Verlaufe der ersten Session verlassen wurde, wählte einen Waad Leumi aus 23 Mitgliedern aus den folgenden Parteien: Arbeiter 11 Sephardim 4 Misrachi 3 Allgemeine Zionisten 3 Frauen 1 Jemeniten 1 14. Pressetätigkeit und Touristenbüro. Die intensive politische Arbeit in bezug auf Palästina in den letzten Jahren machte den Aufbau eines Pressebüros der Exekutive der Jewish Agency in Jerusalem erforderlich. In den Tagen nach den Augustereignissen mußte die Exekutive in ständigem Kontakt mit der lokalen Presse und mit den zahlreichen ausländischen Pressevertretern, die nach Palästina gekommen waren, stehen. Da Herr Agronsky, der ehrenamtliche Leiter des Informationsdienstes der Exekutive, vom Lande abwesend war, lud die Exekutive Herrn M. Medzini, damals stellvertretender Redakteur des ,,Haarez", ein, die Leitung des Büros zeitweilig zu übernehmen. Nach dem Rücktritt des Herrn Agronsky im Oktober 1929 wurde Herr Medzini endgültig ernannt. Es wurde ein dauernder Kontakt mit der Presse aufrecht erhalten und versucht, die Zeitungen durch die Zurverfügungstellung rechtzeitigen und zuverlässigen Materials über alle Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu unterstützen, soweit diese Angelegenheiten öffentlich diskutiert werden durften. Als eine Folge der Augustunruhen hielt es die Exekutive notwendig, mit den Herausgebern des Palestine Weekly" ein provisorisches Arrangement zu treffen, durch das die redaktionelle Kontrolle über dieses Blatt der Agency zugestanden wurde. Diese Beziehung wurde Ende 1930 gelöst. 522