Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 193

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 193 (sequence 197)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/9038125-9093591--2606-9089193
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

irgendein Araber durch sie daran gehindert werden könnte, Beschäftigung zu finden. Das Weißbuch brachte die Ansicht zum Ausdruck, daß die Politik der Jewish Agency, bei den aus Mitteln der Agency ausgeführten Arbeiten jüdische Arbeiter zu beschäftigen, im Widerspruch zum Mandat stehe. die Erklärung des Weißbuches vom Jahre 1922, daß die Einwanderer die anderen Teile der Bevölkerung nicht ihrer Beschäftigung berauben dürfen, und fügt hinzu, daß „die Erwägungen in bezug auf die Grenzen der Aufnahmefähigkeit des Landes nur solche rein ökonomischer Natur sein dürfen". Er stellt ferner fest, daß „die Britische Regierung keinerlei Unterbrechung oder Verhinderung jüdischer Einwanderung in irgendeiner ihrer Kategorien .... beabsichtigt", und daß „Einwanderer mit Aussicht auf Beschäftigung (außer Beschäftigungen von nur ganz vorübergehendem Charakter) nicht lediglich aus dem Grunde ausgeschlossen werden dürfen, weil ihre Beschäftigung auf unbeschränkte Zeit nicht garantiert werden kann". Der Brief des Premierministers erkennt ausdrücklich das Recht der Jewish Agency an, eine derartige Politik zu billigen und zu unterstützen. Zum Schluß betont der Brief ausdrücklich, daß „die Verpflichtungen, die die Mandatarmacht durch die Annahme des Mandates auf sich genommen hat, feierliche internationale Verpflichtungen sind, denen sie sich weder jetzt entziehen will, noch zu irgendeiner früheren Zeit hat entziehen wollen". 25. Gleichzeitig mit dem Briefe des Premierministers wurde eine Erklärung Dr. Weizmanns veröffentlicht. Dr. Weizmann führt darin zunächst aus, daß er lediglich für seine eigene Person sprechen könne, und stellt dann fest, daß die in dem Briefe enthaltene „autoritative« Interpretation" des Weißbuches, „nachdem sie..... zur offiziellen Regierungsdirektive geworden ist, nach meiner Ansicht die Basis für jene Kooperation mit der Mandalarmacht wieder hergestellt hat, auf der unsere Politik aufgebaut ist...... Nachdem eine Basis für Kooperation wieder hergestellt ist, sollte das Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft Palästinas wieder aufleben, und müssen die Juden der ganzen Welt ihr Wirtschafts werk in Palästina mit verdoppelter Energie fortführen." Zum Schluß drückt Dr. Weizmann die Hoffnung aus, daß die drei Parteien — Mandatsregierung, Araber und Juden — „jetzt zusammenkommen und einen konstruktiven Plan für das künftige Wold und die Entwicklung von Palästina ausarbeiten werden." Die Erklärung selbst wurde nur als eine persönliche Äußerung Dr. Weizmanns veröffentlicht; jedoch hatte die Exekutive der Agency während der Dauer der Verhandlungen in ständigem Meinungsaustausch mit ihren 193

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.