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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 125

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 125 (sequence 129)
Language
German
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auch noch, daß Danzig zwei Eintragungen in das Goldene Buch zu Ehren Balfours vorgenommen hat. Der Vorstand besteht aus Mitgliedern aller Fraktionen und hat eine siebengliedrige Exekutive, bestehend aus dem 1. Vorsitzenden Dr. Landau, dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Lewy, dem Schatzmeister Max Feldmann und den Herren V. Eisenstadt, Rosenzweig, Rabb. Sagalowitsch, Mazur. Wir sind im Besitze eines eigenen Hauses, in dem unsere Büro- und Versammlungszimmer und die Räume der Jugendbünde untergebracht sind. Deutschland. Der tiefe Eindruck, den die palästinensischen August-Ereignisse des Jahres 1929 und die ihnen folgende politische Entwicklung auf die deutschen Zionisten und das deutsche Judentum machten, übte naturgemäß einen starken Einfluß auf die Auseinandersetzungen zwischen Zionismus und Assimilation und auf die innerzionistische Diskussion aus. Mit einer gewissen Befriedigung darf jedoch festgestellt werden, daß, von einer einzigen antizionistischen Gruppe abgesehen, das deutsche Judentum mit einer bemerkenswerten Solidarität zusammenstand. Die Protest-Kundgebungen vereinigten große jüdische Massen, ferner gelang es, für eine regelmäßige und objektive Berichterstattung in der Tagespresse zu sorgen. Der Beschluß der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, keine Sammlungen für den Hilfsfonds durchzuführen, sondern unter der Parole „Hilfe durch Aufbau" die Arbeit für Keren Hajessod und Keren Kajemeth. zu verstärken, ist in anderen Ländern zum Vorbild genommen worden. Der Erfolg der Aktion in Deutschland war beträchtlich. Zahlreiche bisher abseits stehende Juden wurden mit unserem Werk verbunden, und eine Anzahl jüdischer Gemeinden beteiligte sich an der Aktion „Hilfe durch Aufbau". Die Protest-Kundgebungen wiederholten sich nach der Immigrationssperre und nach dem Weißbuch vom Oktober 1930. Die deutschen Mitglieder der Jewish. Agency, das Initiativkomitee für die Erweiterung der Jewish Agency in Deutschland, Präsidium und Zentralkomitee des deutschen Keren Hajessod veröffentlichten gemeinsam einen Aufruf, der die Entschlossenheit der deutschen Judenheit, den Palästina-Aufbau allen Widerständen zum Trotz fortzusetzen, kraftvoll zum Ausdruck brachte. Dieser Aufruf wurde von antizionistischer Seite durch die berüchtigte „Erklärung deutscher Juden" beantwortet, die durch das unsolidarische würdelose Verhalten, das im Inhalt und in der Form ihrer Veröffentlichung zum Ausdruck kam, tiefe Erbitterung selbst in nichtzionistischen Kreisen hervorrief. Die Z. V. f. D. Avar in der Berichtszeit darauf bedacht, dafür zu sorgen, daß die regelmäßige zionistische Arbeit nicht durch die alle anderen Interessen überschattende Anteilnahme an den außenpolitischen Vorgängen und durch »die innerzionistische Parteidebatte in den Hintergrund gedrängt werde. Die Z. V. f. D. konnte ihre Tätigkeit auf allen Arbeitsgebieten fortsetzen. Es zeigte sich, daß große Möglichkeiten bestehen, den Palästinagedanken im deutschen Judentum zu verbreiten, 125

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