Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 114)
- Language
- German
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buch" gedrückt, andererseits trat als Folge der fortschreitenden Verarmung der Judenheit in den Galuth-Ländern ein empfindlicher Rückgang in den Fondseingängen ein. Zu alledem wurde die Situation durch die Tätigkeit der Sparkommissionen der Zionistischen Organisation und der Regierung erschwert. Beamtenentlassungen in großer Zahl, Gehaltskürzungen, durch die viele Familien, die von öffentlichen Institutionen abhängig sind, betroffen wurden, schufen in weiten Kreisen ein Gefühl der Unsicherheit für die Zukunft und hinderten Investierungen in Böden und Häusern bei Kreisen, die an und für sich zu ihnen neigten. Diese Situation der Unsicherheit dauert heute noch an und zeigt sich empfindlich im Rückgang der Grundstücksverkäufe durch die PLDC. III. Die Bedeutung der Bodenkäufe besteht nicht nur in der Erlösung des Bodens an sich, sondern auch darin, daß sie weitere Kapitalinvestierungen nach sich zieht, die den Wert der Böden um ein Vielfaches übersteigen. Dies trifft sowohl für den Häuserbau als für die Pflanzungswirtschaft zu. Bodenkauf schafft eine stärkere Verbindung zwischen allen Teilen des Volkes und Erez-Israel. Diese Investierungen bilden auch die wesentlichste Voraussetzung für die Beschäftigung neuer arbeitender Kräfte, die ins Land einwandern. Die zionistische Politik erfordert, daß die Durchführung der Bodenkäufe, die den Grundpfeiler für den Aufbau unseres Landes bilden, nicht von dauernd wechselnden Faktoren abhängig ist. Sie mußi die außerordentlichen Schwierigkeiten, die im Wesen der Bodenerwerbstätigkeit liegen, die oft jahrelangen Vorbereitungen, die bei Bodenkäufen notwendig sind, in Rechnung stellen, sowie die besonderen Hindernisse, die unserer Arbeit einerseits durch die Organisierung der Araber, die sich in ihrer Presse und durch andere Mittel in der Gegnerschaft gegen jeden Bodenverkauf auswirkt und unsere Arbeit von Tag zu Tag erschwert, entgegenstehen, andererseits durch die Forderungen der Regierung, auch wenn keine besonderen Gesetze zur Einschränkung von Bodenkäufen erscheinen. Alle diese Schwierigkeiten machen es der Zionistischen Organisation zur besonderen Pflicht, der PLDC, die die Bodenkäufe durchführt, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Trotz aller finanziellen Schwierigkeiten muß heute wie stets diese Forderung berücksichtigt werden. HO