Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 113)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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Diese Zahlen zeigen, daß von April bis Mitte August 1929 die Verkaufszahlen eine steigende Tendenz zeigten und daß im Laufe der 7i/2 ersten Monaten von 1929 (die Augustzahlen beziehen sich nur auf die erste Hälfte August) Verkäufe für etwa £ 21000 getätigt Avurden, also durchschnittlich für zirka £ 2800 im Monat. Bei diesen Verkäufen handelt es sich größtenteils um solche in Jerusalem (Handelszentrum und Umgebung der Ben Jehudastraße) und in Haifa (Siedlung Chalissah am Abhänge des Karmels, mit deren Bebauung damals, im wesentlichen durch Arbeiterkreise, die in der Industrie und bei der Eisenbahn in Haifa beschäftigt sind, begonnen wurde). Diese Parzellen Verkäufe zogen auch eine lebhafte Bautätigkeit nach sich. Sie waren nicht nur für die Stärkung des Jischuw in den beiden genannten Städten wichtig, sondern auch für die Ankurbelung des Wirtschaftslebens im allgemeinen, denn sie wirkten auf eine der wichtigsten Schlüsselpositionen ein: die Bautätigkeit. Es bestand begründete Hoffnung auf eine neue Bewegung, wie wir sie 1924/1925 hatten, — wären nicht die politischen Ereignisse gekommen und die katastrophale Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation der Judenheit in der Galuth eingetreten. Auch schon vor den Augustereignissen des Jahres 1929 hatten die Ereignisse um die Klagemauer und die Stellungnahme eines Teiles der Presse im Lande zu ihnen lebhafte Unruhe hervorgerufen, als deren Folge bereits ein Nachlassen der Baubewegung und der wirtschaftlichen Situation im ganzen fühlbar wurde. Die blutigen Ereignisse brachten dann eine völlige Stagnation und störten jede aufbauende Tätigkeit für eine gewisse Zeit. In der zweiten Augusthälfte und im September 1929 trat in den Verkäufen der PLDC ein völliger Stillstand ein, ebenso wie auf fast allen anderen Gebieten des öffentlichen Lebens. Dieser Zustand dauerte aber nur wenige Wochen. Dann begann eine neue Entwicklung, und schon im Oktober konnte man wieder eine Kaufbewegung in Bauparzellen und auf dem Baumarkt überhaupt feststellen. Die oben aufgeführten Zahlen zeigen diese Bewegung vom Herbst 1929 und für den größten Teil des Jahres 1930. Diese neue Bewegung war eine Antwort auf die Angriffe, die der Jischuw in dieser Zeit auszuhalten hatte. Nach den Augustereignissen und dem Wirtschaftsboykott der Araber wurde in weiten Kreisen der jüdischen Händler in Jerusalem der Wille lebendig, ihre Verkaufsstände in der Altstadt zu verlassen und nach dem neuen Handelsviertel auf dem Boden der PLDC überzusiedeln, mit dessen Ausbau schon vor den blutigen Ereignissen begonnen worden war. Mit. dem Wachsen der Bewegung zum Verlassen der Altstadt wuchs auch die Tendenz, Grundstücke in den neuen Vierteln von Jerusalem zu kaufen und dort Läden zu bauen. Gleichzeitig wuchs bei großen Teilen des Jischuw der Wunsch, seine Wohnungen in rein jüdische Viertel zu verlegen. Die energische Haltung des Jischuw nach all den schrecklichen Ereignissen ermutigte auch die PLDC, die neue große Investierung zur Erweiterung des Bechawiah-Viertels zu wagen. Es bestand nämlich Gefahr, daß diese wichtige Erweiterungsfläche später nicht mehr in unseren Besitz hätte gebracht werden können. Im letzten Drittel des Jahres 1930 brachen neue Sorgen über den Jischuw herein. Einerseits wurde die Stimmung durch die verschiedenen Berichte der Shaw-Commission und Simpsons, sowie durch das ,,Weiß- 109