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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 30

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 30 (sequence 34)
Language
German
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2000 und in Lettland um etwa 3000 vergrößert; gleichzeitig hat sich auch ihre Vertretung auf dem Kongreß erhöht. Es ist nur bedauerlich, daß die lettländischen Zionisten nicht die Notwendigkeit erkannt haben, auch im kongreßlosen Jahr die Schekelaktion durchzuführen; sie wären auf diese Weise imstande gewesen, ihre Schekelziffer in der Kongreßperiode und damit auch ihre Kongreßdelegation zu verdoppeln. 11. Kongreß-Polen: Am auffallendsten ist der Unterschied zwischen den Schekelergebnissen des Kongreß] ahres und des kongreßlosen Jahres in Polen. Polen mit seinen Millionen jüdischer Bewohner verkaufte im Jahre 5690 rund 10 000 Schekalim, im Jahre 5691 dagegen 85 000. Ist dies nicht ein deutlicher Beweis dafür, daß die polnischen Zionisten während der Dauer eines kongreßlosen Jahres ihre elementare zionistische Pflicht überaus nachlässig behandeln? 12. Unter den Ländern mit geringer jüdischer Bevölkerung sind die folgenden als besonders lobenswert hervorzuheben: die Schweiz, Tunis und Finnland. Die Zahl der Schekalim in der Schweiz betrug in diesem Jahre 2400 mehr als in allen vorangegangenen Jahren. Auch in Tunis hat sich dank den unermüdlichen Bemühungen des dortigen Schekelkommissars, Herrn Schimeon Balahsan, in diesem Jahre die Zahl der Schekelzahler im Vergleich zum vorigen Jahre erhöht. Finnland, mit insgesamt 2000 Juden, hat in diesem Jahre über 400 Schekalim — das sind 20 % seiner jüdischen Bevölkerung — verkauft. 13. Frankreich: In bezug auf die Schekelarbeit herrscht in Frankreich ein trauriger Zustand. Dieses Land, mit seinen nahezu 200 000 jüdischen Bewohnern, hat für die beiden letzten Jahre zusammen nicht mehr als 2682 Schekalim verkauft. Selbst diese geringe Zahl ist zum großen Teile lediglich den Bemühungen des Herrn Janowsky zu danken, der erst in elfter Stunde die Organisierung der diesjährigen Schekelarbeit auf sich genommen hatte. 14. Rumänien: Bis zur Abfassung des vorliegenden Berichtes sind von Rumänien keinerlei Schekelgelder für 5690 abgeführt worden, und nur für Rechnung des Jahres 5691 ist ein geringer Betrag für etwa 3600 Schekalim eingegangen. Dieser unbefriedigende Zustand ist umso mehr zu bedauern, wenn man Altrumänien, das 600 000 jüdische Einwohner zählt, mit Transsylvanien und Bessarabien vergleicht, von denen jedes Land etwa 10 000 Schekalim in den beiden letzten Jahren verkauft hat. 15. Auch Brasilien und Chile zeichnen sich in diesem Jahre durch besondere Nachlässigkeit aus. Die Länder, die zu jedem der letzten vier Kongresse einen eigenen Delegierten entsandten, haben bisher noch keine Schekelgelder überwiesen, was auf das gänzliche Fehlen jeder Organisation hinweist. Hingegen treten in Süd- und Mittelamerika drei neue Länder in unseren Tabellen auf: Cuba, Guatemala und Kolumbia. Wir hoffen, daß dieser Neubeginn den Grund für eine zionistische Tätigkeit legen, und daß sich daraus eine gesunde zionistische Bewegung in diesen Ländern entwickeln wird, die dazu ausersehen sind, ein Aufnahme- Reservoir für jüdische Einwanderung aus Osteuropa zu werden. 16. In den übrigen Ländern, wie Argentinien, Bukowina, Estland usw. ist weder eine Änderung zum Guten noch zum Schlechten fest- 30

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