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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 18

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 18 (sequence 22)
Language
German
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IRI
…/9038125-9093591--2431-9089018
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Herrn Lazarus Barth, geleitet und ist nach dessen Ausscheiden aus der Exekutive dem Organisations-Departement einverleibt worden. Ein direkter Eingriff in die Propagandatätigkeit der Landes- und Sonderverbände von einer Zentrale aus kam nur selten in Frage, da aus begreiflichen Gründen die Propagandatätigkeit nicht einheitlich in den verschiedenen Ländern geführt werden kann und da überdies jeder der Sonderverbände naturgemäß eine besondere Art der Propaganda entfaltet.- Andererseits ergab sich aus der Erweiterung der Jewish Agency die Notwendigkeit einer Erneuerung der zionistischen Ideenpropaganda und das Bestreben, eine innerlich geschlossene Zionistische Organisation zu sichern. Die zionistische Propaganda muß je nach dem Milieu, an das sie sich wendet, differenziert sein. Für die Propagandaarbeit in den osteuropäischen Ländern ist charakteristisch, daß sie an eine jüdische Masse appellieren kann, die jüdische Kulturwerte in sich trägt, zum großen Teil eng mit jüdischen religiösen Dingen verbunden ist, sich durch Sprache und Lebenshaltung von der Außenwelt unterscheidet und unter einer deutlich erkennbaren, spezifisch jüdischen Notlage leidet und durch sie zur Auswanderung gedrängt wird. Dies sind gleichzeitig die Länder der Chaluzbewegung, des regen Parteilebens und der Landespolitik. Anders liegt die Propagandaarbeit in den westlichen Ländern, deren zionistische Verbände sich in großem Maße aus Elementen zusammensetzen, die aus mehr oder weniger assimilierten Kreisen hervorgegangen sind. In diesen Ländern muß die zionistische Propaganda mit der geistigen Entwicklung der Umwelt Schritt halten, wenn sie dauernd ihren Einfluß, vor allem auf die Jugend, ausüben will. Ein ganz besonderes Problem bildet die zionistische Arbeit unter Sephardim, besonders in den Ländern des Orients. Dieses dankbare Problem kann bei williger, loyaler Mitarbeit der sephardischen Zionisten in Europa und Palästina und beim Vorhandensein genügender materieller Mittel gelöst werden. Die Exekutive bemüht sich, auf dem Gebiet der Propaganda nur eine anregende, informative tmd koordinierende Tätigkeit zu entfalten. Das Propaganda-Departement hat zunächst begonnen, die Propagandisten mit Informationsmaterial zu unterstützen. Die einzelnen Verbände wurden veranlaßt, besondere Dezernenten für Propaganda zu ernennen, deren Aufgabe es war, mit London in Verbindung zu stehen. Es war beabsichtigt, Propagandaschriften von verwandten Landesorganisationen gemeinsam herauszugeben. Ein Archiv aller Propaganda-Literatur Avurde in London angelegt. Es wurde eine Sammlung von Programmen der zionistischen Jugendverbände herausgegeben. Seminarien für Propagandisten sind mit gutem Erfolg in einigen Ländern eingerichtet worden (Kurse über soziale Wissenschaften, Geschichte und Theorie des Zionismus, Jüdische Geschichte und Literatur). Das Propaganda-Departement befaßte sich auch mit dem überaus wichtigen Problem der stärkeren Verbreitung des Zionismus unter der osteuropäischen Orthodoxie. Ein besonderes Gebiet bildete der Zusammenhang mit der Jugendbewegung, über die besonders berichtet wird. 18

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