Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 20 (1933)
- Issue
- 7 (17.2.1933)
- Date
- 1933-02-17
- Page
- Seite 54 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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54 Das Jüdische Echo Nr. 7 High Commissioner für Palästina Sir Arthur Wauchope und dem Emir Abdullah eine von ihnen Unterzeichnete Resolution unterbreitet haben, in der uneingeschränkte Freiheit, Boden an Personen zu verkaufen, die nicht transjordanische Staatsbürger sind, gefordert wird. In der Resolution wird auf die kritische wirtschaftliche Lage in Transjordanien hingewiesen und die Notwendigkeit, Geld in das Land hereinzubekommen, stark unterstrichen. Vor einigen Tagen fand in Amann eine Versammlung transjordanischer Scheichs statt, in der zu der kürzlich vom Emir Abdullah abgegebenen Erklärung, daß er keinen Boden in Transjordanien an Personen verkaufen wird, die nicht transjordanische Staatsbürger sind, Stellung genommen wurde. Die Mehrheit der anwesenden Scheichs stellte sich auf den Standpunkt, daß nur der Verkauf von möglichst viel Boden an die Juden die jetzt verzweifelte wirtschaftliche Lage Transjordaniens lindern könnte. Kundgebung in New York für den Jüdischen Weltkongreß New York, 5. Februar. (JTA.) In New York fand in diesen Tagen eine Kundgebung für den jüdischen Weltkongreß, der im Sommer 1934 zusammentreten soll, statt. Die Kundgebung war gekleidet in die Form eines Diners zu Ehren von Bernard S. Deutsch, Präsidenten des American Jewish Congress und Kandidaten der Unabhängigen Partei für das Oberste Gericht. An dem Diner nahmen mehr als 1000 angesehene jüdische Persönlichkeiten, von denen viele im jüdischen öffentlichen Dienste tätig sind, teil. Lord Snell of Plum- ‘•tead, der Ehrenpräsident des American Jewish Congress, Rabbi Stephen S. Wise, von New York Mark Eisner und Bernard S. Deutsch u. v. a. An dem Abend wurde für den American Jewish Congress eine Summe von 12000 Doll, aufgebracht. Personalia | Samuel Knoblauch | Die vereinigten Synagogenvereine Linath Hazedek und Agudath Achim betrauern den unerwarteten Verlust ihres ersten Vorsitzenden, der im Alter von 63 Jahren nach kurzer Krankheit verstarb. Unter seiner tatkräftigen Führung und nie erlahmenden Initiative wurde die Synagoge Reichenbachstraße 27 erbaut, welcher er seine ganze Energie und liebevolle Fürsorge zuwendete. In gleicher Weise wie er die Aktion, die zur Errichtung des Gotteshauses führte, geleitet hat, stand er dem Synagogenverein seither vor und daß heute an Stelle der früher völlig unzulänglichen Räume eine würdige Stätte für den Gottesdienst steht, ist mit einem kleinen Kreis von Männern vor allem dem Verstorbenen zu danken. Er hat sich mit diesem Werk ein unvergängliches Denkmal geschaffen und wie sehr er sich den Dank seiner Gemeinde erwarb, zeigte die ungewöhnlich große Zahl derer, die ihm das letzte Geleit gaben. Die Synagoge sollte der Kern weiterer und größerer Einrichtungen für das Gemeinwohl sein. Vor der Verwirklichung großer Pläne für die Allgemeinheit, die ihn beschäftigten, wurde er abberufen. Die Söhne und die Freunde des von so vielen Beweinten werden Zusammenwirken müssen, um zum Andenken an Samuel Knoblauch und in seinem Sinne sein Werk fortzuführen. R. Gemeinden- und Vereins-Echo Zionistische Ortsgruppe, München Donnerstag, den 23. Februar, abends 8.15 Uhr, spricht im Biibliotheksaal der Gemeinde, Herzog- Max-Straße 7/1, Herr Dr. Raphael Straus über „Die Gegenwart des deutschen Judentums im Lichte der Vergangenheit.“ Anschließend Diskussion. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintritt von 20 Pfg. für Erwachsene, 10 Pfg. für Jugendliche erhoben. Garderobe frei. Hebräische Sprachkurse München Es ist geplant, neben der bereits bestehenden Bibelarbeitsgemeinschaft noch eine zweite zu gründen, in der schwerere biblische Texte gelesen werden sollen (Propheten, Psalmen oder Mischle). Interessenten werden ersucht, sich möglichst bald zu melden, und zwar entweder im Büro Herzog-Rudolf-Straße 1 (Telefon 29 74 49) oder bei Herrn Dr. Percikowitsch, Gewürzmühlstraße 12 (Tel. 28 2 53). Oneg Schabbath München Samstag, den 18. d. M., findet keine Messiba statt. Näheres über die am 25. d. M. stattfindende wird in der nächsten Nummer des Echos bekanntgegeben. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München Samstag, den 18. Februar, Vereinsabend. Da wir sehr wichtige Besprechungen haben, bitten wir alle Mitglieder und Freunde um zahlreiches Erscheinen. Jüdischer Jugendverein, München Ganz große Sache am 23. Februar 1933 Zirkus Ka-de-Ju. „Eine tolle Faschingsnacht im J. J.-V. Leitung: Kabarett der Jungbühne mit größerem Programm. Achtung : Diese Veranstaltung findet im großen Saal der Gesellschaft Concordia, Prannerstr. 4, statt. Infolge größerer Auslagen müssen wir einen Unkostenbeitrag von RM. —.75 für Nichtmitglieder und RM. —.50 für Mitglieder erheben. Wir laden alle, Groß und Klein, Zu dieser Tollheit herzlich ein. S’ist einmal Fasching nur im Jahr. Das kosten aus wir voll und gar, Tombola gibts, Überraschungen auch, Wie’s bei uns von je der Brauch. Dann hat jeder mitgemacht ’Ne richtig tolle Faschingsnacht. Synagogenverein Bajis Jakob In der am 11. d. M. stattgefundenen Generalversammlung wurden bei der Neuwahl folgende Herren gewählt: 1. Vorsitzender A. Gidalewitsch, Fraunhoferstraße 4. Tel. 22 9 73; 2. Vorsitzender S. Orljansky, Herzog-Wilhelmstr., Tel. 90 5 61; Gabboim Herren Fleischer M. und Kohn M.; Kassierer Herr S. Orlof; Kassenrevisor Herr R. Minikes; Schriftführer Herr lg. Minikes; Beisitzer Herren Tennenbaum, Birnbaum und Mandl. Gleichzeitig gibt der Verein bekannt, daß sich der Betsaal ab 1. März 1933 in der Klenzestraße 34 befindet. Verein Talmud Thora-Schule, München Wir geben hiermit höfl. bekannt, daß am Sonntag, 19. d. M„ vorm. 10 Uhr in den Räumen unserer Schule, Klenzestraße 34, ein öffentlicher Verhör unserer Schüler und Schülerinnen stattfindet. Die verehrten Mitglieder und Gönner der Talmud 4 hora-Schule werden hierdurch ergebenst eingeladen. Die Vorstandschaft.