Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 20 (1933)
- Issue
- 6 (10.2.1933)
- Date
- 1933-02-10
- Page
- Seite 46 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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46 Das Jüdische Echo Nr. 6 von Bildern, die herrliche Zeichnung des Landes Erez Jisrael, seiner Menschen und seiner Landschaft. Dieser Roman ist zugleich ein Palästinabucli von hohen Graden, ein Rechenschaftsbericht über das, was der Dichter drüben sah und erlebte Aber mehr als jedes Reisebuch veranschaulicht die Dichtung das neu erwachte Land, weil die dichterische Schau lebendiger und bewegender ist, als der kühle Buchstabe des Reporters. Wer die Fahrt von Jerusalem nach Hebron liest, oder die Schilderung der Haifa-Bucht, oder durch Zweig den seltsamen Zauber des Toten Meeres ermißt, dem wird, auch wenn er den Boden des Landes noch nicht betreten hat, die Schönheit von Erez Jisrael bewußt werden. Die Menschen des Jischuws, ihr hartes, aber glückliches Leben, ihre Stellung zu den Arabern und zur englischen Verwaltung, ihr Ringen um die Judaisierung des Landes, der Chaluz, der Arbeiterführer, der Rabbi, der Ingenieur, der Gelehrte — alles, alles ist eingefangen in den Rahmen dieser farbigen, vom Leben durchpulsten Dichtung. Wir finden in ihr Kapitel von außerordentlicher dichterischer Schönheit. Ich nenne nur: „Der Riß querdurch“, „Die Vernunft der Greise“, „Heim nach Dameschek“ (besonders den Ausklang dieses Kapitels, der wohl zu dem Besten gehört, was Zweig bisher geschrieben hat). Ich erinnere weiter an die Kapitel: „Bundesgenossen“, „Entladung“, „Am Toten Meer“ und vor allem an „Sterben eines alten Mannes“. Hier zeichnet Zweig den greisen, sterbenden N. A. Nachmann, einer, von den Vorkriegskolonisten, auf deren Schultern sozusagen das heilige Land von neuem erbaut wurde. Diese Aufzählung soll denen, die das Buch noch nicht kennen, nur eine Vorstellung geben von seiner Weitzügigkeit, seiner Bildkraft, seiner dichterischen Schönheit und seiner Idee. Mehr zu sagen erübrigt sich. Nun lest Arnold Zweigs neues Buch, und dann spreche es für sich selbst. Personalia Frau Marie Lefkowitsch, Fraunhoferstraße 20/11, feiert am 12. Februar ihren 75. Geburtstag. Wir sprechen der Jubilarin unsere herzlichsten Glückwünsche aus. Gemeinden- und Vereins-Echo Zionistische Ortsgruppe, München Donnerstag, den 23. Februar, abends 8.15 Uhr, spricht im Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog- Max-Straße 7/1, Herr Dr. Raphael Straus über „Die Gegenwart des deutschen Judentums im Lichte der Vergangenheit.“ Anschließend Diskussion. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintritt von 20 Pfg. für Erwachsene, 10 Pfg. für Jugendliche erhoben. Garderobe frei. Es wird heute schon gebeten, sich diesen Abend freizuhalten. Oneg Schabbath, München Am Samstag, 11. Februar, nachmittags 4.15 Uhr, findet im Kindergarten, Herzog-Rudolf-Straße 1, eine Chamischa-asar-bischwath-Feier statt. Gäste herzlich willkommen. Hebräische Sprachkurse. München Der Stundenplan für das 2. Halbjahr (Februar- August 1933): Mo j 5.45-7.00 Kinderkurs III 7.15-8.15 Bibelarbeitsj gemeinschaft | 8.15-9.15 Kurs IV 9.15-10.15 Kurs III Di 5.00-6.00 Kinderkurs I | 6.00—7.00 Kinderkurs ' 11 7.30—9.30 Kurs VI - Mi 6.00-7.00 Anfängerkurs i 7.00-8.00! Kurs I 8.00-9.00 Kurs II - Do 7.00-8.30 Kurs V j - _ Sa 6.30-8.00 Lehrlingsheim - „Der Israelitische Frauenverein von 1906 zur Unterstützung Kranker und Wöchnerinnen“, München, hielt am 22. Januar 1933 seine General- Versammlung ab, und gibt hiermit bekannt, daß sich die Vorstandschaft wie folgt, zusammensetzt: 1. Vorsitzende: Frau G. Tuchmann, Tel. 26 1 53; 2. Vorsitzende: Frau E. Wiesel; Kassierin: Frau Nieren-und Zuckerkranke beachten Sie bitte die neuesten großen Erfolge mit Ueberkinger Adelheidquelle Herr Professor Dr. med. Joh, Dück staatl. Professor an der Handels-Akademie in Innsbruck schreibt am 28. Juli 1932: Gerne bestätige ich Ihnen auch unmittelbar, was ich Ihrem Herrn Vertreter hier schon wiederholt mündlich gesagt habe: Mit der Adelheidquelle habe ich seit den 2U> Jahren, die ich sie in der Praxis verwende, eine ganze Reihe sehr beachtenswerter Erfolge, von denen folgende 2 Fälle ganz besonders beachtenswert sind: Fall A: 4jähr. Kind, seit 1 ^Jahren post-anginöse Nephritis im längst chronischen Stadium; alle klinische und private Therapie vermochte keine Eiweiß-Freiheit zu erzielen; auf ausschließliche Anwendung Ihrer Adelheidquelle nach 6 Wochen keine Spur von Albumen, der Zustand hat sich seitdem — 2 Jahre — gehalten, das Kind ist aufgebläht und hat nie mehr Eiweiß im Harn gezeigt; es trinkt noch täglich früh ein Glas Adelheidquelle. Fall B: 52jähr. Dame, seit vielen Jahren Diabetes Mellitus; trotz langer klinischer und privater Insulin- Behandlung nie ganz zuckerfrei; nach 3 Monaten Adelheidquelle — ohne Insulin-Behandlung — vollkommen zuckerfrei; seither — 2 Jahre — nur einmal sehr wenig Zucker nach grobem Diätfehler; der Zucker verschwand bereits am 2. Tage wieder; Patient trinkt ebenfalls morgens ihr Glas Adelheidquelle. Ich halte überhaupt die regelmäßige Anwendung der Adelheidquelle auf nüchternen Magen für das beste, und sehr viele meiner Patienten, besonders ältere, nehmen ebenso wie ich selber täglich ohne Ausnahme prophylaktisch nüchtern morgens ein Glas Adelheidquelle und fühlen sich außerordentlich wohl dabei, wohl auch infolge der Stuhlregelung. Ich möchte diese Quelle nicht mehr aus meinem Arzneischatz missen.