Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Echo · 1933-02-03 · 5 (3.2.1933) · p. Seite 38

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
20 (1933)
Issue
5 (3.2.1933)
Date
1933-02-03
Page
Seite 38 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/9072829-9103090-9187267--12679-9084748
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

38 Nr. 5 \ Das Jüdische Echo Bibelarbeitsgem ei n scliaft. Das Buch ..Samuel“ mit Midrasch (Jalkut Schimoni) und Raschi. Außerdem erhält das israelitische Lehrlingsheim hebräischen Unterricht, dessen Programm ungefähr dem von Kurs 1 entspricht. Nach der neuen Einteilung hat das 2. Halbjahr am 1. Februar begonnen und dauert bis Ende Juli. Das Schulgeld wird pro Semester und zwar in 5 Monatsraten von Februar bis Juni bezahlt. Gesuche um Ermäßigung des Schulgeldes sind an Herrn P. Grünbaum, Rothmundstraße 6, zu richten und zwar bis zum 15. März. Gesuche, die später eingereicht werden, können nicht berücksichtigt werden. Der Stundenplan für das 2. Halbjahr wird demnächst bekanntgegeben. Auskunft über den Unterricht erteilt das Büro der hebräischen Sprachkurse, Herzog-Rudolf-Straße 1, Tel. 297449, und der Leiter der Kurse Dr. A. Percikowitsch, Gewürzmühlstraße 12, Tel. 28253. Oneg Schabbat Samstag, den 4. Februar, findet keine allgemeine Messibah statt. Die nächste Veranstaltung ist am Samstag, den 11. Februar. Der Referent und das Thema werden in der nächsten Nummer des Jüdischen Echo bekanntgegeben. Durch das hiesige Palästina-Amt erfahren wir, daß vergangenen Dienstag, den 31. Januar, mit dem Berliner Nachtzug über 40 deutsche und litauische Chaluzim und Chaluzoth hier angekommen und in reservierten Wagen die Fahrt nach Triest fortgesetzt haben. Einige Münchener Freunde fanden sich am Zuge ein und die Gruppe, der sich noch weitere Chawerin anschlossen, verließ mit frohen hebräischen Gesängen den Bahnhof. Es wird beabsichtigt, die Transporte bei Ankunft mit Tee zu versorgen. Kadimah, Bund Jüdischer Jugend Am letzten Sonntag wurde anläßlich einer Fahrt nach Wolfratshausen ein Münchener Ortsbund des Kadimah eröffnet. An der Fahrt nahmen etwa 35 Jungen und Mädchen teil. Nachdem der Vormittag mit gemeinsamen Spielen verbracht worden war, fand am Nachmittag eine kurze Eröffnungsfeierlichkeit statt. Zum Gelingen der Fahrt trug besonders die überaus freundliche Aufnahme seitens der Leitung des Wolfratshausener Heimes sowie der dort arbeitenden Chaweroth bei. Im November letzten Jahres entstand die erste Gruppe des heutigen Münchener Kadimah-Ortsbundes. Bis jetzt gehören dem Bunde 45 Chawerim und Chaweroth an, die in vier Gruppen eingeteilt sind. Zwei weitere Gruppen befinden sich irn Aufbau. Mit der Gründung des Kadimah-Ortsbundes ist in München, wo es seit einer Reihe von Jahren nur neutrale und nichtzionistische Bünde gab, der einzige zionistische Jugendbund entstanden. Der Bund macht es sich zur Aufgabe, seine Chawerim und Chaweroth zu Menschen zu erziehen, denen Judentum mehr bedeutet als die nur formale Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft. Durch Betonung jüdischer Lebensformen und durch eine möglichst weitgehende Vertiefung im jüdischen Wissen will er das Gefühl für ein lebendiges Juaentum und den Willen zu dessen Erhaltung und Wiedergeburt in seinem vollen Umfange erwecken. Die Verwirklichung dieser Forderung sieht der Bund gewährleistet in der Reorganisation des jüdischen- Volkes durch den Aufbau Palästinas und in der Schaffung einer neuen, arbeitenden Gesellschaft im jüdischen Palästina. Die Anschrift des Münchener Ortsbundes ist: Kadimah, Bund Jüdischer Jugend, Herzog-Rudolf- Straße 1. Das Ergebnis der Schuleinschreibung in der jüdischen Volksschule: 1. Klasse 23, 2. Klasse 24, 3. Klasse 32, 4. Klasse 40, im ganzen 119 Kinder. Am Montag, den 13. Februar 1933, um 20.30 Uhr, findet im jüdischen Jugendheim, Herzog-Rudolfstraße 1, eine Kundgebung der Ber Borochow- Jugcnd für das proletarische Palästina statt. Es sprechen Harry Obermayer über „die Araberfrage“, Simon Schönwetter über das Thema „Freie Einwanderung nach Palästina“, Ali Fröhlich über „Der Nationalfonds und die jüdischen Werktätigen“. Wir bitten um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Aus dem Münchener Bar-Kochba Wir machen unsere Mitglieder und Freunde nochmals auf das morgen, Sonntag, den 5. Februar im Regina-Palast-Hotel stattfindende Kostümfest des Jüdischen Nationalfonds aufmerksam und erwarten vollzähligen Besuch dieses Festes, das besonders schön zu werden verspricht. Achtung! Rendezvous bei Madame Potiphar am Samstag, 18. Februar. Näheres folgt in der nächsten Nummer. Achtung Tischtennis! Die nächsten Trainingsabende sind Montag, den 6. und Sonntag, den 12. Februar, 20 Uhr, im Königshof. Geschäftliches Das „Messiasspiel“ des Münchener jüdischen Schriftstellers Fritz Rosenthal, dessen Urauffühmng durch die Münchener „Jungbühne“ aus technischen Gründen scheiterte, wurde soeben den Wiener Jüdischen Künstlerspielen zur alleinigen Erstaufführung angeboten. Die Buchausgabe des Stückes, auf die der Verlag B. Heller seit einigen Wochen die Subskription eröffnet hat, wird in der nächsten Zeit erscheinen. Der außergewöhnlich niedere Preis von 90 Rpf. ermöglicht den weitesten Schichten die Anschaffung dieses wesentlichen jüdischen Buches. Keren Kajemeth Lejisrael Jüdischer Nationalfonds Postscheck-Konto München 10442, Nürnberg 24 5 65, Fernsprecher München 29 74 49, Nürnberg 219 12 Zentrale für Deutschland, Berlin W 15 Meinekestraße 10 Jüdischer Nationalfonds München Allgemeine Spenden. Familie M. Schalter gratuliert Familie Knoblauch zum Sohn und Enkel 2.—, Familie Bernhard Zinn desgl. 1.—, M. Schnmer und Frau grat. Herrn und Frau S. Knoblauch zum Enkel 1.—, J.-R. Dr. Straus desgl. 1.—, Familie Markus Diamand grat. Herrn und Frau Kluger zu den Enkelkindern, und Herrn und Frau

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.