Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 20 (1933)
- Issue
- 2 (15.1.1933)
- Date
- 1933-01-15
- Page
- Seite 14 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Das Jüdische Echo Nr. 2 Gemeinden- und Vereins-Echo Dr. Nahum Goldmaim der bekannte zionistische Politiker und Publizist konnte von der zionistischen Ortsgruppe zu einem Vortrag gewonnen werden, der Samstag, den 21. Januar im Kunstgewerbesaal, Pfandhausstraße, 8.15 Uhr, stattfindet. Nahum Gol'dmann, dessen Auftreten auf dem jüdischen Weltkongreß in Genf noch in Erinnerung ist, wird über das jüdische Volk in der Weltkrise sprechen. Man geht wohl nicht fehl, wenn man sich vom Vortrag Goldmans einen ganz besonderen Eindruck verspricht. Eintritt für Erwachsene RM. —.50, Jugendliche RM. —.30. Zum Kinderfest am Sonntag, 15. Januar. nachmittags halb 4 Uhr im Cherubim-Saal laden wir herzlich ein. Es wird musiziert und Theater gespielt und viele Überraschungen geben. Eintritt RM. 1.—, Kinder RM. —.50. Vorverkauf bei Frl. Hohenberger, Herzog-Rudolf-Straße 1 und Ewer- Buchhandlung, Ottostraße 2. Nur eigenes Buffet. Verband jüd. Frauen für Palästina-Arbeit. Oneg Schabbath. München Die Messiboth des „Oneg Schabbath“ werden nach den Ferien wieder abgehalten. Das Referat für Samstag, dem 14. Januar, über Chanukka hat Fräulein Dora Fraenkel übernommen. Beginn 4.15 Uhr im Kindergarten, Herzog-Rudolf-Str. 1. Gäste sind wie immer herzlich willkommen. Hebräische Sprachkurse, München Interessenten für den bereits bestehenden Anfängerkurs werden gebeten, sich möglichst bald anzumelden, da es ihnen schwer fallen wird, später mitzukommen. Anmeldungen werden entgegengenommen im Büro der Hebräischen Sprachkurse, Herzog-Rudolf-Straße 1, Telefon 29 74 49. Borochow-Jugend Die Borochow-Jugend veranstaltet am Samstag, 14. Januar, abends 8.30 Uhr im Jüdischen Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße 1, einen Vortrag. Ali Fröhlich spricht über das Thema: „Die jüdische Jugend, der Klassenkampf und die nationale Frage.“ Anschließend findet eine Diskussion statt. Wir bitten um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Jüdisches Jugendheim, München In der Münchener jüdischen Jugend entstand der Wunsch nach einer eigenen Zeitschrift. Man glaubt die begonnene Arbeit der Interessierung und gegenseitigen Annäherung der jungen Juden dadurch vertiefen und erweitern zu können, daß man eine Aussprachebasis schafft, die allen Fragen jüdischer Jugend, seien sie hündischer, wirtschaftlicher oder politischer Natur, Raum bietet. Das erste Heft der Zwiesprache (Zeitschrift jüdischer Jugend München), das soeben erschienen ist, stellt einen Anfang dar, der in seiner Tendenz besagen soll: Hier sind Fragen an euch. Die Erörterung dreier verschiedener Gebiete wird im 1. Heft eröffnet, durch den Leitaufsatz „Jüdische Stellung?“, eine ausführliche „Kritik an unseren Bünden“ und vier Dialoge unter der Überschrift „Jüdischer Arbeitsloser, was nun?“. Wir wünschen, daß man (in der Jugend!) zu dessen Fragen Stellung nimmt und andere aufzeigt. Jüdische Jugend, Bündische und Nichtbündische, Schüler, Studenten und Angestellte sollen spüren, daß eine Menge sie gleicherweise angeht und von ihnen eine weitgehend gemeinsame Antwort erfordert. Verkauf der Zeitschrift bei der Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2 und beim Hausverwalter des Jüdischen Jugendheimes, Herzog-Rudolf-Straße 1, Schriftliche Bestellungen bitten wir zu richten an die Schriftleitung (Anschrift: München 22, Schließfach 43.) Das Einzelheft kostet 20 Pfennige (bei schriftlicher Bestellung bitten wir 25 Pfennige in Freimarken beizulegen). Bei Abnahme von 15 Stück erniedrigt sich der Preis des Heftes auf 15 Pfennige. Jubiläumsfeier der Israelitischen Religionsgesellschaft Adass Jeschurun e. V. Bericht folgt Israelitischer Frauen-Verein von 1906 zur Unterstützung armer Kranker und Wöchnerinnen Familie Stiel spendet anläßlich der stattgefundenen Verlobung ihrer Tochter Trude RM. 5.—. Der Verein Machsike Hadas. Betlokal, Ickstattstraße 11, dessen Gottesdienste in zunehmendem Maße sowohl von ost-, wie von westjüdischen Kreisen besucht werden, hielt am 25. Dezember 1932 unter Leitung seines verdienten stellvertretenden Vorsitzenden M. Kohn seine 10. ordentliche Generalversammlung ab. Die Diskussion ergab insbesondere die Billigung des Verhaltens der Vorstandschaft in der Frage des Gesamtausschusses der Ostjuden, dem der Verein auch weiterhin in religiösen und religiös-politischen Fragen keine Vertretungsmacht zu geben gewillt ist. Die Neuwahl der Vorstandschaft ergab die Wiederwahl des 1. Vorsitzenden D. E. Wunder. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde A. Schindler gewählt, während der bisherige stellvertretende Vorsizende M. Kohn, dessen Tätigkeit der Verein überaus viel zu danken hat, eine Wiederwahl ablehnte. Zum Schriftführer wurde Referendar M. Guggenheim, zum Kassier A. Fuchs, zu Gabboim wurden P. Sturm und J. Weinschel gewählt. Ein neues Kinderheim in der Schweiz Wie bereits in der letzten Ausgabe angezeigt, ist in A r o s a (Schweiz) ein neues jüdisches Kinderheim entstanden. Seine Leitung hat Schwester Ruth K a u d e r s, die Tochter einer angesehenen Münchener Familie übernommen. Bisher leitete Schwester Kauders das Kinderheim des Schweizer Jüdischen Frauenbundes in Heiden (Schweiz). Nun will sie sich in Arosa selbständig machen. Dieses Heim, das vor allem für erholungsbedürftige, gesunde Kinder gedacht ist, verdient warm empfohlen zu werden. H. L. Aus dem Münchener Bar-Koehba Wir machen unsere Mitglieder auf den am Samstag, dem 21. Januar im Kunstgewerbesaal stattfindenden Vortrag von Herrn Dr. Nachum Goldmann, Berlin, über „Das jüdische Volk in der Weltkrise“ besonders aufmerksam und erwarten vollzähligen Besuch.