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Das jüdische Echo · 1932-12-02 · 49 (2.12.1932) · p. Seite 392

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
49 (2.12.1932)
Date
1932-12-02
Page
Seite 392 (sequence 4)
Language
German
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392 Das Jüdische Echo Nr. 49 Abend der hebräischen 3prachkurse München Samstag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr, findet ein geselliger Abend in hebräischer Sprache im Lessingsaal statt. Alle unsere Freunde werden ersucht, sich diesen Abend freizuhalten. Hebräischer Klub München Der Vortrag von Herrn Dr. Percikowitsch über Agnon, der für den 6. Dezember angekündigt war, muß wegen des oben angekündigten hebräischen Abends der Sprachkurse verschoben werden. Die hebräische Liederstunde München findet jeden Mittwoch, abends 9 Uhr, statt. Oneg Schabbath München Samstag, den 3. Dezember, um 4 Uhr nachm, (im Kindergarten) liest Herr Dr. A, Percikowitsch humoristische Erzählungen aus der jiddischen Literatur vor. Samstag, den 10. Dezember, fällt die Messiba wegen des hebräischen Abends aus. Die Messiba von Samstag, den 17. Dezember, hat Herr Manfred Sturmann übernommen. Jüdisches Jugendheim München Voranzeige: Wir weisen schon jetzt darauf hin, daß am Donnerstag, den 15. Dezember, um 20.15 Uhr, im Saal des Künstgewerbevereines Dr. Joseph Kastein (Ascona) über „Jüdische Gegenwart — Jüdisches Schicksal“ sprechen wird. Eintritt 50 Pfennige. Wir bitten, diesen Abend frei zu halten. Linath Hazedek und Agudas Achim Die gemeinsame Generalversammlung fand am 26. November unter starker Beteiligung statt. Der vom Vorsitzenden, Herrn Knoblauch, erstattete Bericht, sowie der Kassenbericht zeigten, daß die Leitung der vereinigten Vereine im abgelaufenen Jahr, welches an äußeren Schwierigkeiten wohl beispiellos ist, ihre Aufgaben mit großem Erfolg durchgeführt hat. Zwar ist die finanzielle Lage der Synagoge schwierig und es wird sich nicht umgehen lassen, daß die Kultusgemeinde einen angemessenen Anteil an den Ausgaben übernimmt; aber es muß als ein großer Erfolg bezeichnet werden, daß sowohl die finanzielle Abwicklung des Synagogenbaus, wie auch Ausgestaltung des Gottesdienstes unter den unerhört schwierigen Verhältnissen durchgeführt werden konnten. Nach einer lebhaften Aussprache kam es zu Dank- und Vertrauenskundgebungen für die Vorstandschaft und besonders für den ersten Vorsitzenden, Herrn S. Knoblauch, der unter großen Opfern an Zeit, Mühen und finanzieller Art, die Vereinsleitung geführt hat. Die Vorstandschaft wurde in ihrer Gesamtheit wie folgt wieder gewählt: 1. Vorsitzender S. Knoblauch, 2. Vorsitzender Karl Wiesel, Kassier Nathan Kurzmantel, Schriftführer David Goldberg, Kassenrevisor David Horn, Gabboim David Kornhauser und J. Rosenwasser, Beisitzer: J. Reich, J. Singer, M. Schaller, M. Lieber. Hausverwaltung; L. Spielmann. G. Das Symphoniekonzert des Jüd. Kammerorchesters findet Sonntag, den 11. Dezember, abends 8.30 Uhr, im Museumssaal, Promenadestraße 12, statt. Dieser Abend wird vom gesamten Orchester, ohne Unterstützung Außenstehender, durchgeführt und darf deshalb schon großes Interesse finden. Das Programm umfaßt alte Meister und ist wieder sehr abwechslungsreich gestaltet. So gelangt das selten gehörte Concerto grosso d-moll von Fländel zur Aufführung, bei der die Soli von Mitgliedern des Orchesters gespielt* werden. Für das Klavier- Konzert d-mol von J. S, Bach konnte der bekannte Komponist Paul Frankenburger gewonnen werden. Als Erstaufführung für München bringt das Orchester ein Concerto grosso F-dur von Vivaldi, das ebenfalls mehrere Solopartien aufweist. — Die Eintrittspreise sind wiederum sehr niedrig gehalten. Sitzplätze zu 2.20 und 1.10 RM. in der Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2, in der Gemeindekanzlei, Herzog-Max-Straße 7 sowie an der Abendkasse. Kategorienkarten zu 70 Rpf. werden nur für Jugendliche und Studenten an der Abendkasse ausgegeben. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez Samstag, den 3. Dezember 1932, abends 8.45 Uhr, gemütliches Beisammensein im Blauen Zimmer des Jugendheims, Herzog-Rudolf-Straße 1. Gäste herzlich willkommen. Der Jüdische Kindergarten Herzog-Rudolf-Straße, hat zur Zeit 31 Kinder, wovon 10 Kinder, die sehr weit entfernt wohnen, nur dreimal wöchentlich kommen. Wir nehmen noch 5 Kinder auf und bitten um sofortige Anmeldung. Monatlicher Beitrag 5 RM. Täglich 9—12 Uhr. Die Leiterin: Henny Reich. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth Wir haben diesmal über drei eindrucksvolle Veranstaltungen zu berichten: Am Montag, den 7. November sprach auf Einladung des Jungzionistischen Kreises vor einem großen Publikum, insbesondere jugendlichen Personen, Herr Hans Rosdnkr am z '(Berlin) über: „Lebendige Geschichte“ (Die Geschichte der spanischen Juden als Spiegel der Gegenwart). Die plastische Art des Vortrags und die wissenschaftliche Gründlichkeit, mit der das Thema behandelt wurde, sicherten dem Redner einen nachhaltigen Erfolg. Am Donnerstag, den 17. November, fand im Künstlerhaus dahier eine Abschiedsfeier für unsere nach Palästina übersiedelnden Gesinnungsgenossen Dr. Kurt Dankwerth und Frau, Frau Ghitta H i 11 m a n n und Fräulein L i 1 y Vorhaus statt. Zahlreiche ernste und heitere Darbietungen, die hier nicht im Einzelnen aufgezählt werden können, bewiesen, welch" starker Sympathie diese sämtlich sehr aktiv tätig gewesenen Mitglieder unserer Ortsgruppe sich erfreuen. Hervorgehoben sei die Eröffnung einer Goldenen- Buch-Eintr agitng für den Keren Kajemeth Lejisrael, auf den Namen der scheidenden Mitglieder, welche die stattliche Summe von 227 RM. erbrachte. Die Namen der Spender wurden in künstlerisch ausgeführten Gedenkmappen niedergelegt, die der Vorsitzende überreichte. Der Abschiedsabend bewies den starken Zusammenhalt, der in unserer Ortsgruppe lebendig ist, eine Tatsache, die ihre Werbekraft auf Nichtzionisten, die sich zu dem Abend eingefunden hatten, nicht verfehlte. Am Donnerstag, den 24. November, sprach, ebenfalls von zahlreichen Zuhörern, Herr Dr. M i - chael Traub (Berlin) über: „Birobidschan und Palästina.“ Es ist selbstverständlich, daß das besonders interessante Zahlenmaterial, über das Herr Dr. Traub verfügt, in Verbindung mit einem temperamentvollen Vortrag, lebhaften Beifall fanden. An das Referat schlossen sich eine Reihe Anfragen an, die einen Beweis dafür darstellten, daß das Problem des Kommunismus auch im engeren zionistischen Kreis .eingehender Erörterung dringend bedarf. Sowohl Herrn Rosenkranz als auch Herrn Dr. Traub danken wir auch an dieser Stelle nochmals

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