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Das jüdische Echo · 1932-11-25 · 48 (25.11.1932) · p. Seite 385

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
48 (25.11.1932)
Date
1932-11-25
Page
Seite 385 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 48 Das Jüdische Echo 385 Tagen Gefängnis oder entsprechenden Geldbußen. Vier Studenten, die beim Einschlagen von Schaufenstern an jüdischen Geschäften ertappt worden sind, werden der Staatsanwaltschaft übergeben. Diese Urteile hinderten die antisemitischen Studenten nicht, sich am Abend desselben Tages zusammenzurotten und gegen die hauptsächlich von Juden bewohnten Gassen und Geschäftsstraßen vorzugehen. Konferenz der jüdischen Arbeiterpartei Palästinas T e 1 - A w i w , 14. November. (JTA.) In Tel-Awiw fand eine Konferenz der jüdischen Arbeiterpartei Palästinas statt, die mehr als eine Woche dauerte und einen außerordentlich eindrucksvollen Verlauf nahm. 147 Delegierte aus allen Teilen Palästinas und mehr als 1000 Gäste wohnten den Sitzungen bei, in denen die Führer der Arbeiterschaft gehaltreiche Referate hielten. Aus den auf der Konferenz erstatteten Berichten ist zu ersehen, daß in Palästina heute mehr als 40 000 organisierte jüdische Arbeiter leben, von denen 14 000 in der Landwirtschaft, 12 000 in der Industrie und der Rest in Häuser- und Wegebauarbeiten, sowie in anderen Unternehmungen tätig sind. Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Erörterung der Frage eines Zusammenschlusses der zionistischen Arbeiterschaft in den Galuth-Ländern, nachdem ein solcher Zusammenschluß in Palästina bereits vor einigen Jahren vollzogen worden war. Die Jewish-Agency-Schulen in Palästina wieder eröffnet Jerusalem, 17. November. (JTA.) Die Gehaltsauszahlungsdifferenzen zwischen den hebräischen Lehrern und der Jewish Agency sind durch einen Vergleich beigelegt worden; die hebräischen Schulen der Jewish Agency wurden am 16. November in ganz Palästina wieder eröffnet. Die Jerusalemer Studenten an die jüdischen Studenten der ganzen Welt Jerusalem, 18. November. (JTA.) Im Zusammenhang mit den neuerlichen antisemitischen Unruhen an den Universitäten und Hochschulen Wiens, Breslaus, Budapests, Warschaus, Lembergs und Wilnas erläßt die Vereinigung der Studenten der Hebräischen Universität in Jerusalem einen Aufruf an die jüdischen Studenten der ganzen Welt, in dem die jüdische studierende Jugend aufgefordert wird, sich durch die antisemitischen Verfolgungen nicht entmutigen zu lassen, die Hebräische Universität in Jerusalem und das Technikum in Haifa halten ihre Tore offen für alle verfolgten jüdischen Studenten. Die jüdische studierende Jugend wird aufgefordert, für ihre Rechte in den verschiedenen Ländern stolz einzutreten, gleichzeitig aber in jeder Universitätsstadt Komitees zur Förderung der Hebräischen Universität in Jerusalem zu bilden, so daß diese jüdische Hochschule in die Lage versetzt werde, den in verschiedenen Ländern verfolgten jüdischen Studenten eine Zufluchtsstätte zu sein. Gemeinden- und Vereins-Echo Vortrag im Jüdischen Jugendheim München Der zweite Abend in der Vortragsreihe „Reform und Emanzipation im deutschen Judentum“, die Frau Bertha Fraenkel- Ehrentreu im Jugendheim hält, findet am Montag, dem 28. November, um 20.15 Uhr (pünktlich), statt. Die gesamte hündische und nichtbündische Jugend, sowie die Freuinde des Heims sind hierzu noch einmal herzlich eingeladen. Verein Talmud-Thora-Schule, e.V., München Der Verein Talmud Thora gratuliert herzlichst (leider unlieb verspätet) zur Verlobung Schapira- Amper, und Hauser-Stiel, Herrn Jul. Eisen und Frau zur silb. Hochzeit, ferner Herrn I. Berger und Frau zur Barmizwah ihres Sohnes, und Herrn B. Diamond und Frau desgleichen. Familie P. Wiesenfeld gratuliert herzl. Herrn Jul. Eisen und Frau zur Silberhochzeit (unlieb verspätet) RM. L—; M. Schumer und Frau desgleichen RM. 1.—. Zionistische Ortsgruppe, München Montag, den 28. November, abends 8.15 Uhr, im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1/0, Ausspracheabend mit anschließender Diskussion über Gemeinde-Fragen. Referenten: 1. Dr. Julius Siegel „Zionistische Gemeindepolitik“, 2. Bernhard Lustig „Die Reform unserer Gemeindeverfassung“, 3. Justin Lichtenauer „Der neue Gemeinde-Etat“. — Da es sich um Fragen von größter Wichtigkeit und allgemeinem Interesse handelt, wird um zahlreichen Besuch gebeten. — Eintritt frei! Zionistische Ortsgruppe, München Wir machen unsere Mitglieder und Freunde nachdrücklich auf den von den zionistischen Studenten und Studentinnen veranstalteten Tee-Nachmittag, der zugunsten des K. K. L. stattfindet, aufmerksam und bitten um zahlreichen Besuch. (Siehe Anzeige!) Die Jüdische Studentenverbindung „Jordania“ im K. J. V. und die Jüdische Studentinnengruppe im Zist, veranstalten gemeinsam am Sonntag, dem 27. November, nachmittags 4 Uhr, im Hotel „Der Königshof“, Karlsplatz, einen bunten Tee-Nachmittag. Es ist gelungen, Herrn Max H e r m a n , den hervorragenden Parodisten und Filmdarsteller, der gegenwärtig mit größtem Erfolg im Annast auftritt, zu gewinnen. Die Kapelle Geza Velisch, sowie das übrige Programm wird für heitere Stimmung sorgen und einen vergnügten Nachmittag sichern. Alle Freunde sind herzlichst eingeladen! Der Reinerlös fließt dem Jüdischen Nationalfonds zu. Oneg Schabbath, München Samstag, den 26. November, referiert Herr Fritz Rosenthal über die Opferung Isaaks. Anschließend hebräische Lieder. Die Veranstaltungen beginnen künftig immer pünktlich um 4 Uhr. Hebräische Liederstunde, München Nach längerer Unterbrechung beginnt die hebäische Liederstunde wieder. Sie findet jeden Mittwoch, regelmäßig von 9 bis 10 Uhr (pünktlich) im Unterrichtslokal der Hebr. Sprachkurse, Herzog- Rudolf-Straße 1, statt. Beginn: Mittwoch, den 23. November. „Die gesprochene Zeitung“, herausgegeben vom Jungzionistis.chen Arbeitskreis, hatte am Montag, 21. November, ein großes jugendliches Publikum in den Lessingsaal gelockt, dem eine Fülle von Information und Belehrung geboten wurde. Sie war eine echte Kollektivarbeit und man darf wohl sagen, daß der Geist, aus dem heraus sie entstanden ist, an diesem Abend auch eine Gemeinsamkeit schuf. Im einzelnen wäre allerdings doch wohl besser gesprochen als gelesen worden. Die Leitung der „gesprochenen Zeitung“ hatte Ignaz Gidalewitsch inne.

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