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Das jüdische Echo · 1932-11-11 · 46 (11.11.1932) · p. Seite 369

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
46 (11.11.1932)
Date
1932-11-11
Page
Seite 369 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 46 Das Jüdische Echo 369 eiste Abend am Montag, dem 14. November, um 20.15 Uhr pünktlich, statt. Zur Teilnahme ergebt hierdurch noch einmal herzliche Einladung an jedermann. Vortrag Dr. Hans Kohn Dem Jugendheim, das immer mehr bestrebt ist, seine Veranstaltungen zu vertiefen und durch sie und sein Lesezimmer ein Mittelpunkt für die gesamte jüdische Jugend Münchens, in und außerhalb der Bünde, zu werden, gebührt Dank dafür, daß es Herrn Dr. Hans Kohn, den Oriientkorrespondenten der „Frankfurter Zeitung“, gewinnen konnte, über Aufklärung und Chassidismus zu sprechen. Wenn man auch das grundsätzliche Bedenken dagegen ausspricht, daß diese zwei Begriffe, die man als grundverschieden empfinden mag, als so weitgehend verwandt dargestellt werden, so sind die von Kohn aufgezeigten Ähnlichkeiten doch der ernsten Beachtung wert. Kohn sieht in beiden vor allem Bewegungen, die als Reaktion auf einengende, „mittelalterliche“ Geisteshaltungen zu verstehen sind. Die Aufklärung setzt sich in den Gegensatz zur dunklen Kirchlichkeit vergangener Jahrhunderte, der Chassidismus zu einer Orthodoxie, die ihre Grenzen im Ghetto fand. So sind beide eine Befreiung der Persönlichkeit, die sich vor allem in einer Bejahung der Freude, einer neuen Betrachtung der Frau und schließlich der Entdeckung der Natur äußern. In diesen Dingen sind sich Aufklärung und Chassidismus eng verwandt; beide Bewegungen die Kehn Tür verflacht und erstorben hält!, sind Wurzeln unseres Denkens und unserer Geisteshaltuug. Fs obliegt uns, sie dankbar zu begrüßen. — Dem Wunsche, dem Hans Lamm für die Jugend am Ende des Vortrags Ausdruck gab, daß bald wieder Gelegenheit gegeben sei, den gedankenreichen Redner Hans Kohn im Jugendheim begrüßen zu können, darf man sich hier anschließen. m. Gesamtausschuß der Ostjuden, München Familie D. Kornhauser gratuliert herzlich den Familien; B. Schapir a anläßlich der Vermählung ihrer Tochter, sowie der Verlobung des Sohnes (unlieb verspätet), desgleichen Familie Stiel und Hauser zur Verlobung ihrer Kinder 1.—; J. Rosen wasser und Frau entbieten herzliche Glückwünsche den Familien Stiel und Hauser anläßlich der Verlobung ihrer Kinder L—. Israelitischer Frauen-Verein von 1906 Familien: B. Schapira anläßlich der Vermählung ihrer Tochter, sowie der Verlobung des Sohnes (unlieb verspätet), desgleichen Familie Stiel und Hauser zur Verlobung ihrer Kinder 1.—. Jüdisches Jugendheim Fritz Rosenthal sprach am Samstag, den 5. November, im Jugendheim über „Messianismus“. Es war nicht eine wissenschaftliche, noch eine historische Behandlung des Themas, es war Forderung und verlangte Stellung von jedem einzelnen zu diesem zentralen Problem des Judentums. Jüdischer Jugendverein München (Lessingsaal. Beginn: 20.30 Uhr) Vortragsabend am 17. Nov. 1932 über: „Jugendrecht“. Referent R.-A. Albert () p p e u h e i m e r. Gäste herzlich willkommen. Jüdischer Gesangverein Am Dienstag, den 15. November, findet ausnahmsweise keine Probe statt. Nächst e P r o - b e Die n s tag, d e n 22. N o v e m b e r. Jüd. Kulturverein J. L. Perez Wie in chm früheren Jahren wird der Verein auf vielfachen Wunsch auch in diesem Jahre seine Diskussions- und Vortragsabende wieder aufnehmen, um so allen Freunden und Interessenten Gelegenheit zu geselligem Beisammensein und Beschäftigung mit jüdisch-kulturellen Fragen zu geben. So findet am Samstag, den 12. d. M., abends 8X Uhr im Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße 1, ein Diskussionsabend statt, zu dem wir Freunde und Interessenten herzlich einladen. Nieren- und Zuckerkranke beachten Sie bitte die neuesten großen Erfolge mit Ueberkinger Adelheidquelle Herr Proiessor Dr. med. Joh. Dück staatl. Professor an der Handels-Akademie in Innsbruck schreibt am 28. Juli 1932: Gerne bestätige ich Ihnen auch unmittelbar, was ich Ihrem Herrn Vertreter hier schon wiederholt mündlich gesagt habe: Mit der Adelheidquelle habe ich seit den 2L? Jahren, die ich sie in der Praxis verwende, eine ganze Reihe sehr beachtenswerter Erfolge, von denen folgende 2 Fälle ganz besonders beachtenswert sind: Fall A: 4jähr. Kind, seit 1‘/sjolneji post-anginöse Nephritis im längst chronischen Stadium; alle klinische und private Therapie vermochte keine Eiweiß-Freiheit zu erzielen; auf ausschließliche Anwendung Ihrer Adelheidquelle nach 6 Wochen keine Spur von Albuinen, der Zustand hat sich seitdem - 2 Jahre — gehalten, das Kind ist aufgebläht und hat nie mehr Eiweiß im Harn gezeigt; es trinkt noch täglich früh ein Glas Adelheidquelle. Fall B: 52jähr. Dame, seit vielen Jahren Diabetes Mellitus; trotz langer klinischer und privater Insulin- Behandlung nie ganz zuckerfrei; nach 3 Monaten Adelheidquelle — ohne Insulin-Behandlung — vollkommen zuckerfrei; seither — 2 Jahre —- nur einmal sehr wenig Zucker nach grobem Diätfehler; der Zucker verschwand bereits am 2. Tage wieder; Patient trinkt ebenfalls morgens ihr Glas Adelheidquelle. Ich halte überhaupt die regelmäßige Anwendung der Adelheidquelle auf nüchternen Magen für das beste, und sehr viele meiner Patienten, besonders ältere, nehmen ebenso wie ich selber täglich ohne Ausnahme prophylaktisch nüchtern morgens ein Glas Adelheidquelle und fühlen sich außerordentlich wohl dabei, wohl auch infolge der Stuhlregelung. Ich möchte diese Quelle nicht mehr aus meinem Arz-neischatz missen.

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