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Das jüdische Echo · 1932-09-30 · 40 (30.9.1932) · p. Seite 321

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
40 (30.9.1932)
Date
1932-09-30
Page
Seite 321 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 40 321 Das Jüdische Echo Ministerium Schober nicht erfüllt wurden. Prof. Innitzers Sympathien gelten besonders dem religiöskonservativen und dem zionistischen Judentum. Er war auch Mitglied des Pro-Palästina-Komitees und unternahm als Palästina-Altertumsforscher wiederholt Reisen in das Heilige Land. In seinen Vorträgen vor dem katholischen Volke Österreichs gedachte er auch lobend des jüdischen Ausbauwerkes in Palästina. Es wird allgemein angenommen, daß der neue Erzbischof einen entschiedenen Kampf gegen das Nazitum in Wien, und zwar von seiner Position als deutschnational gesinnter Katholik aus, führen wird. Jewish Agency verlangt 6750 Einwanderungszertifikate für das Halbjahr Oktober/März Jerusalem, 22. September. (JTA.) Wie der Jüdischen Telegraphen-Agentur aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt wird, hat die Jewish Agency an die Regierung in Palästina das Ersuchen gerichtet, ihr für das Halbjahr Oktober 1932 bis März 1933 6750 Zertifikate für Palästinaeinwanderer auf Grund der Arbeiterschedule zur Verfügung zu stellen. Die Palästina-Exekutive der Jewish Agency hat dieses Ersuchen mit dem Hinweis auf die jetzige Arbeitslage in Palästina und dem Bedürfnis nach einer größeren Anzahl neuer Arbeiter sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Industrie eingehend begründet. Für die Arbeitsperiode März/Oktober 1932 hat die Exekutive der Jewish Agency um 3750 Zertifikate angesucht, es wurden ihr aber nur 2000 Zertifikate bewilligt, von denen 300 für Personen reserviert wurden, die als Touristen in das Land gekommen sind und sich dann entschlossen haben, dauernd im Lande zu verbleiben. 30 000 Dunam neue Orangen-Haine in Palästina Jerusalem, 23. September. (JTA.) Der JTA. wird mitgeteilt, daß im Verlauf der diesjährigen Pflanzungssaison 30 000 Dunam Boden in Palästina in Orangen-Haine umgewandelt worden sind. Gemeinden- und Vereins-Echo Der Jungzionistische Arbeitskreis veranstaltete zum Beginn seiner Winterarbeit eine würdige Gedenkstunde an die Bilu, deren Palästinasiedlung nunmehr 50 Jahre, und an die Jüdische Legion, deren Gründung nunmehr 15 Jahre zurückliegt. In seiner Ansprache verknüpfte Herr Engelberg diese bedeutsamen Ereignisse mit der Veröffentlichung von Pinskers Autoemanzipation vor ebenfalls 50 Jahren und der jetzt 30jährigen Arbeit ies K.K.L.,in dessen Grundprinzip letztlich alle jüiischen Bemühungen um Palästina sich verbinden — weil nur Besiedlung durch jüdische Arbeit unser Land wieder zu Erez-Israel machen kann. Herr Rosenthal widmete Worte des Gedenkens der zu Unrecht vergessenen Jüdischen Legion, der wir große Erfolge auf politischem Gebiete zu danken hätten. Zwischen den Ansprachen las Herr Harry Obermaier eine Gedächtnisrede auf die Biluim von einem der letzten Überlebenden; zum Schlüsse einen Abschnitt aus Jabotinski’s Legionbuch. Der Gesang der Hatikwah beendete diese Stunde des Gedenkens. Landesverbandstagung der bayerischen jüdischen Jugendbünde Am 25. September fand in Nürnberg die 5. Delegiertentagung statt. Es waren Delegierte aus allen bayerischen Bünden und sämtlichen I.P.D.-Gruppen anwesend. Nach Erstattung der Tätigkeitsberichte der einzelnen Bünde wurde der alten Vorstandschaft Entlastung erteilt und zur Neuwahl geschritten. Das Ergebnis war folgendes: 5 gleichberechtigte Verbandsmitglieder: Luitpold Neumann, Bamberg, Luitpoldstraße 8 (geschäftsführender Vorsitzender und Anschrift); Egon Krieger, Bamberg; Gustav Heinsfurter, Nürnberg; Seppl Garai, Nürnberg; Walter Koschland, München; ferner ein achtköpfiger Beirat, der sich aus den Vertretern aller bayerischen Bünde zusammensetzt. Die programmatische Arbeit des Verbandes erläuterte Kurt London, Berlin. Er setzte sich in seinen Ausführungen mit den bestehenden jüdischen Parteien und Gruppen in Deutschland auseinander und zeigte, daß für die jüdische Jugend in den Verbandsvereinen eine neue Aktivität für die Arbeit zur Erhaltung des deutschen Judentums dringend notwendig ist. Die Verbandstagung schloß mit der einstimmigen Bekundung aller Delegierten, sich, für die positive Arbeit des Verbandes einzusetzen und die Leitung bei ihrem großen Aufgabenkreis tatkräftigst zu unterstützen. Jüdischer Jugendverein München Der Jüdische Jugendverein München eröffnet seine Winterarbeit durch einen Vortragsabend (im Bibliotheksaal, Herzog-Max-Straße 7, Beginn 20.30 Uhr), in welchem cand. med. W. Koschland über das Thema spricht: „Vergangenheit und Zukunft. Der Weg des J.J.V.“ Gäste herzlich willkommen. Jüdisches Jugendheim Der Zimmerplan muß in nächster Zeit neu aufgestellt werden. Die Bünde, die im kommenden Winter das jüdische Jugendheim regelmäßig besuchen, werden gebeten, die Zeiten, in denen sie ihre Veranstaltungen abhalten wollen, mit Zweck und Teilnehmerzahl bis 11. Oktober an Herrn Shainermann bekannt zu geben, der sich dann mit den Bünden in Verbindung setzen wird. Hebräischer Spielnachmittag für Jugendliche Einen hebräischen Spielnachmittag für Jugendliche im Rahmen der hebräischen Sprachkurse München veranstaltet der Jüdische Pfadfinderbund (JPD) an jedem Mittwoch von 5.30 bis 6.30 Uhr im Raum der hebräischen Sprachkurse, Herzog-Rudolf- Straße 1 Rgb. Beginn: Mittwoch, den 28. September. Verein Bikur Choulim München H. Strumpf und Frau gratulieren herzlichst zur Hochzeit Schapira-Altbach u. wünschen ein TO T 1.—. Verein Talmud Thora Schule, e. V., München Zur Hochzeit Schapira-Altbach gratulieren herzlichst Familie Vogelsinger 2.—, Familie A. Kohn 2.—, Familie Feldherr 1.—, Familie Wiesenfeld 1.—, Familie Tennenbaum 2.—, M. Schumer und Frau 2.—, L. Buchaster und Frau 1.—, L. Iram und Frau 1.—. Unseren verehrten Mitgliedern und Gönnern wünschen wir ein 't2 'm T. Bei dieser Gelegenheit bitten wir, Glückwünsche aller Art durch Spenden für unseren Verein, die an dieser Stelle ausgewiesen werden, ablösen zu wollen. Anmeldung bei unserem Schriftführer, Herrn B. Chary, Kapuzinerstraße 35, Tel. 296547. Die Vorstandschaft. Aus dem Münchener Bar-Kochba Ein Sieg — eine Niederlage Am Sonntag, den 18. September stand die erste Handballelf des Bar-Kochba dem neugegründeten Sportverein der Straßenbahn gegenüber und siegte hoch mit 11:3 (9:1). Bar-Kochba brauchte sich nur in der ersten Halbzeit anzustrengen und erzielte

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