Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 29 (15.7.1932)
- Date
- 1932-07-15
- Page
- Seite 234 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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234 Das Jüdische Echo Nr. 29 Die führenden Mineralquellen Süddeutschlands Goldene Staatsmedaille <9® \tf*® Prospekte und Vertreternachweis durch Mineralbrunnen A.-G.in Bad Überkingen. Außenminister den Plan einer umfassenderen Mittelstandssiedlung, verbunden mit Kapitalsinvestierungen, in Palästina auseinander und wies im Zusammenhang damit auf die Notwendigkeit einer radikalen Erleichterung der jüdischen Einwanderung nach Palästina hin. Mit diesen seinen Ausführungen machte Sokolow sichtlichen Eindruck auf Sir Philip Cunliffe-Lister. Zum Schluß berichtete Sokolow eingehender über seine Tour durch das englische Dominion Kanada und teilte mit, daß die kanadischen Juden besonders an dem landwirtschaftlichen Kolonisationswerk auf Boden des Keren Kaiemeth interessiert sind. Unerhörte Nazi-Skandale im Wiener Landtag und Gemeinderat Wien, 3. Juli. (JTA.) Im Wiener Landtag und im Wiener Gemeinderat spielten sich am Sonnabend in diesen Häusern noch nicht dagewesene antisemitische Krawalle ab. Die Nazi-Abgeordneten im Landtag verhinderten durch antisemitische Sprechchöre die Verhandlung der Tagesordnung und erklärten, dies solange zu wiederholen, bis der „Jude“ Danneberg den Präsidentenstuhl eines deutschen Landtags verlasse. „Rückt ab nach Palästina!“ lauteten die Schimpfchöre. Die Parole war: „Auf dem Präsidententenstuhl Dr. Luegers darf keine Jude sitzen!“ — Auch im Gemeinderat gab es arge Nazi-Krawalle bei der Behandlung der Frage eines Kreditbeschlusses von S. 5000.— für ein Dr. Ofner- Denkmal. Bei diesen Szenen haben die Christlichsozialen den Nazis Hilfe geleistet. Polizeigericht von Tel-Awiw wird nicht nach Jaffa verlegt Jerusalem, 27. Juni. (JTA.) Der High Commissioner General Sir Arthur Wauchope hat den Beschluß der obersten Justizstellen, das Polizei- (Friedens)-Gericht von Tel-Awiw nach Jaffa zu verlegen,, annulliert. Die Entscheidung des High Commissioner hat große Befriedigung unter der Bevölkerung von Tel-Awiw ausgelöst. Der Beschluß, das Polizeigericht nach Jaffa zu verlegen, hatte keine Spitze gegen Tel-Awiw, sondern entsprang einem Wunsche richterlicher Autoritäten, die der Meinung sind, daß eine Konzentration des gesamten Gerichtswesens (Jaffa ist bekanntlich Sitz des Distriktsgerichts) dessen Wirksamkeit erhöhen würde. Arabische Brandstiftung in Kfar Chassidim Jerusalem, 6. Juli. (JTA.) Unerkannt gebliebene Araber setzten in der jüdischen Kolonie Kfar Chassidim im Emek Jezreel eine Scheune in Brand, wodurch vier Tonnen Korn vernichtet wurden. Kfar Chassidim war schon im Februar d. J. Ziel eines Angriffs arabischer Banditen, die den Kolonisten Gutermann in der Dunkelheit erschossen. Im April d. J. kam es in Kfar Chassidim zu einem Zusammenstoß zwischen jüdischen Pflügern und arabischen Beduinen, bei dem ein Jude und ein Araber verletzt wurden. Gemeinden- und Vereins-Echo In der Ziehung der K.K.L.-Wertlotterie am 10. Juli fiel der erste Haupttreffer auf Los Nr. 1059, der zweite auf Nr. 307, der dritte auf Nr. 1069, der vierte auf Nr. 749, der fünfte auf Nr. 596 und der sechste auf Nr. 1145. Die übrigen Gewinne können aus der Ziehungsliste ersehen werden, die im Büro des Jüdischen Nationalfonds, Herzog-Rudolf-Straße 1, sowie in den bereits mehrfach veröffentlichten Vorverkaufsstellen aufliegen. Die Gewinne wollen bitte bis spätestens 1. August werktägig von 3—6 Uhr im Büro abgeholt werden, da sie sonst verfallen. Wir wünschen den glücklichen Gewinnern viel Vergnügen an ihren Preisen und möchten nicht verfehlen, auf diesem Wege allen denjenigen, die unsere Lotterie durch Gaben oder durch Loskauf unterstützt haben, nochmals unseren herzlichsten Dank auszusprechen. Jüdischer Nationalfonds München. Wochenprogramm der V.J.St. Jordania, München Montag, den 18. Juli 20.30 Uhr: Verbindungskurs. Donnerstag, den 21. Juli, 19 Uhr: Sport. Samstag, den 23. Juli, 15 Uhr, Hofgartentor.