Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 26 (24.1.1932)
- Date
- 1932-01-24
- Page
- Seite 210 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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210 Das Jüdische Echo Nr. 26 die Erholungsfürsorge standen Mittel nur aus einer anläßlich des Ablebens von Herrn Kommerzienrat Martin Rosenthal gewährten Spende zur Verfügung; es konnten so 28 Kinder für vier Wochen verschickt und eine Reihe von Zuschüssen gegeben werden. In der Aussprache regte Herr Auerbach an, daß in Zukunft auch die Arbeit der Wohlfahrtsvereine zahlenmäßig im Bericht des Wohlfahrtsamtes dargestellt würde. Zum Schluß wies Herr Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer darauf hin, daß Wohlfahrtsarbeit heute Pflicht jedes Einzelnen sei und daß es heute vor allem darum gehe, die Lebenskraft der jüdischen Gemeinschaft zu erhalten. Oneg Schabbath München: Samstag, den 25. Juni, hält Herr Dr. Raphael Straus einen Vortrag über „Die geschichtlichen Grundlagen des deutschen Antisemitismus“. Samstag, den 2. Juli, spricht Herr J.-R. Dr. Elias Straus über die „Midraschim-Literatur“ (Wesen, Entstehung und Bedeutung). Beginn um 5 Uhr pünktlich im Raume des Kindergartens, Herzog- Rudolf-Straße 1, Rückgeb. Gäste sind willkommen. Mit dem Vortrag von Herrn J.-R. Dr. E. Straus sind die Zusammenkünfte des Oneg Schabbath m diesem Sommer beendet. Uber die Fortsetzung der Tätigkeit des Oneg Schabbath im Herbst wird rechtzeitig bekanntgegeben. Jungzionistischer Arbeitskreis München Wir machen bereits heute darauf aufmerksam, daß am Mittwoch, den 6. Juli, abends 8.30 Uhr Herr Dr. Ludwig Meyer (Augsburg) im Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog-Max-Straße 7/TI, über „Entwicklungstendenzen der Assimilation“ spricht. Wochenprogramm der V. J. St. „Jordania“ Montag, den 27., H8Uhr: Burschenprüfung, X>9Uhr Verbindungskurs. Donnerstag, den 30., 7 Uhr: Sport (Säbener Str.). Jüdisches Jugendheim München Einladung. Einige Mitglieder des Jüd. Kammerorchesters haben sich freundlicher Weise bereit erklärt, am Donnerstag, den 7. Juli, im Lessingsaal um 20.30 Uhr einige Werke von Haydn, Mozart und Beethoven zu spielen. Wir bitten um zahlreichen Besuch. Der Eintritt ist frei. Symphonie-Konzert des Jüdischen Kammerorchesters München Als Abschluß seiner diesjährigen Winterarbeit veranstaltet das Jüdische Kammerorchester am Montag, den 27. Juni, pünktlich 20.30 Uhr, im Museumssaal, Promenadestraße 12, sein letztes Konzert. Die gründliche Reorganisation, die das Orchester unter seinem neuen Dirigenten, Kapellmeister Erich E r c k , erfuhr, hat sich außerordentlich vorteilhaft ausgewirkt. Die Vereinigung steht jetzt technisch auf einer Stufe, die es ihr ermöglicht, auch an anspruchsvolle künstlerische Aufgaben heranzutreten. Auch numerisch hat sich das Orchester bedeutend vergrößern können, da ihm nunmehr eine ganze Reihe tüchtiger Instrumentalsten aus allen jüdischen Kreisen als Stammmitglieder beigetreten sind. Anläßlich seines letzten Chanukkah-Konzertes und seiner Mitwirkung bei der Goethe-Feier des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus hat das Orchester mit seinen Leistungen so viel Beifall und zustimmende Anerkennungen gefunden, daß es auch zu seinem nächsten Auftreten wieder regen Besuch und die einmütige Unterstützung des Publikums erwarten darf. Gilt es doch, durch dieses Konzert den Fortbestand des Orchesters zu sichern, der infolge der Wirtschaftskrise bereits sehr gefährdet ist. Das Orchester hat sich in kurzer Zeit zu einem so wesentlichen Faktor des Kulturlebens Münchens entwickelt (auch in den „Münchner Neuesten Nachrichten“ sind seine Leistungen rühmend hei vorgehoben worden), daß seine Erhaltung im allgemeinen Interesse liegt. Trage jeder durch Besuch des nächsten Konzertes dazu bei, daß die ernste, hingebende Arbeit des Orchesters nicht umsonst gewesen ist. Mit Recht darf man dann für die Zukunft noch viel Schönes von ihm erwarten. Das Programm des nächsten Abends umfaßt nur klassische Werke. Es gelangen zur Aufführung: die Symphonie D-Dur (genannt die „Uhr“) von Haydn, das Klavierkonzert c-moll von Mozart (am Flügel die Konzertpianistin Ilse Hesse-Wallach) und die zweite Symphonie von Beethoven. Unter Hinzuziehung einiger Berufsmusiker (Bläser) wird sich das Orchester in einer Stärke von 40 Damen und Herren präsentieren. Die Eintrittskarten sind wieder sehr niedrig gehalten. Sitzplätze zu RM. 2.20 und RM. 1.10 sind im Vorverkauf zu haben bei Ewer-Buchhandlung, Ottostr. 2; Gemeindekanzlei, Herzog-Max-Str. 7; sowie an der Abendkasse. Stehplätze zu RM. 0.70 werden nur an der Abendkasse an Jugendliche und Studenten abgegeben. Es sei noch darauf hingewiesen, daß für solche Musikfreunde, die nicht aktiv an der Arbeit des Orchesters teilnehmen können, die Möglichkeit besteht, dem Jüdischen Kammerorchester München als fördernde Mitglieder beizutreten. Der Jahresbeitrag beträgt RM. 5.—, wofür das Orchester freien Eintritt zu seinen Konzerten gewährt. Zuschriften sind an Hermann Renka, Hans-Sachs- Straße 11/Ir., Telefon 29 75 05 erbeten. Verein Bikur Choulim, München Verein Schomre Schabbos gratuliert herzlich Familien Rosner-Gidalewitsch zur Vermählung ihrer Kinder RM. 1.—; Verein Tamud Thora gratuliert herzlich zur Hochzeit Rosner-Gidalewitsch 1.—; Familie Leop. Mendler (Erhardtstraße 28) gratuliert herzlich zur Hochzeit Rosner-Gidalewitsch 1.—. Keren Kajemeth Lejisrael Jüdischer Natiowaltowds Postscheck-Konto München 10442, Nürnberg 245 65, Fernsprecher München 29 74 49, Nürnberg 219 12 Zentrale für Deutschland, Berlin W 15 Meinekestraße 10 Münchener Spendenausweis Nr. 31 vom 7. bis 21. Juni 1932 Goldenes Buch ZOG, München: Zur Vermählung Gidalewitsch-Rosner gratulieren herzlichst: Der Gesamtausschuß der Ostjuden 2.—, Verein Beis Jakob 2.—, Familie Horn 1.—, Jakob u. Henny Reich 1.—, Paul Grünbaum u. Frau desgl. L—, Familie Schaller desgl. 1.—, Familie Wiesenfeld desgl. 1.— 9.—. Georg Gidalewitsch s. A. - Garten: Familien Orljansky grat. herzlich zur Vermählung Gidalewitsch-Rosner % B. 3.—. Allgemeine Spenden: Dr. Julius Siegel grat. Herrn Dr. Robert Beer herzlich zu seiner Verlobung 2.—■, Erlös aus Tozereth Haarez —.60, H. B. 1.05 3.65. V.J.St. Jordania-Garten : Max Feder anläßlich der Jahrzeit seines lieben Vaters 1 B. — 6.—.