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Das jüdische Echo · 1932-05-27 · 22 (27.5.1932) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
22 (27.5.1932)
Date
1932-05-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Das Jüdische Echo Erschelnungszeit: Jeden Freitat Bezug: Durch die Postanstalten oder den Verl&g, — Bezugspreis* jährlich: RM. 8.-. halbjährlich: KM. 4.—. vierteljährlich: RM. 2— Einzelnummer 20 Rpf. I Verlag, Auslieferung des „Jüdischen Echos“: München. Plinganserstraße Nr. 64. I N H Ä L T : Verständigung im preußischen Landesverband — Lob der Unerschrockenheit — Große politische Rede Weizmanns in Kapstadt — Aus der jüdischen Welt — Gemeinden- und Vereins-Echo Anzeigen: Die viergespaltene Millimeter-Zelle 30 Rpf. / Famtlien- Anzeigen Ermäßigung /Anzeigen- Annahme: Verlag des Jüdischen Echos. München. Plinganserstraße 64 / Telephon 73664/69 Postscheck - Konto: München 3987 Nr. 22 München, 27. Mai 1932 19. Jahrgang Verständigung im preußischen Landesverband Frankfurt a. M. (JTA.) Der Engere Rat des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden hielt in der Wiestend-Synagoge zu Frankfurt eine Beratung ab, an der der Vorsitzende des Rates, Kammergerichtsrat Leo Wolff, der stellvertretende Vorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Klee, Landgerichtsrat Lilienthai, Justizrat Dr. Blau (Frankfurt a. M.), Geheimrat Goldfeld (Breslau), Direktor Georg Karesky (Berlin), Raibb. Dr. J. Horovitz (Frankfurt a. M.), S. Schecken (Berlin) und Bruno Woyda (Berlin) teilnahmen. Es wurden einstimmig folgende zwei Beschlüsse gefaßt: 1. Der Organisation „Hechaluz“ wird auf ihren Antrag als Beitrag für die Berufsausbildung von Mitgliedern, für die ein Zuschuß erforderlich ist, ein angemessener Jahresbeitrag bewilligt. 2. Der Engere Rat des Preußischen Landesverbandes empfiehlt dem Großen Rat, dem zu erwartenden Beschluß des Ständigen Ausschusses, wonach die Notstandsumlage von 2/u> Prozent in den Haushaltplan wieder eingesetzt wird, beizutreten. Mit diesen Beschlüssen ist der in der vorigen Bundesversammlung entstandene Zwist zwischen den Liberalen und der Volkspartei bereinigt. Dem Etat wird der in der Landesversammlung nicht bewilligte Not-Etat in Höhe von 120000 RM. wieder beigefügt, und die seit einer Reihe von Jahren erfolgte Bewilligung für die Berufsumschichtungsaufgaben der Organisation „Hechaluz“ wird wieder als Landesverbandsaufgabe in den Etat aufgenommen. Entspannung auch in der Berliner Gemeindestube Frankfurt a. M. (JTA.) Wie die jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, hat der engere Rat des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden in seiner am Sonntag, dem 22. Mai, in Frankfurt a. M., wo gleichzeitig die Landesverbandskoimmissiou für den Reichsverband mit den Vertretern der übrigen deutschen Landesverbände über die Gründung des Reichsverbandes der deutschen Juden beraten hat, abgehaltenen Sitzung beschlossen, für Mittwoch, den 25. Mai, den ständigen Ausschuß des Verbandstages einzuberufen, dessen Aufgabe es sein soll, den Notetat des Landesverbandes in Höhe von 120 000 RM., der von der letzten Verbandstagung wegen Mangels einer qualifizierten Mehrheit nicht verabschiedet werden konnte, nunmehr, da eine Einigung in der Frage der Hechaluz-Subvention erfolgt ist, zu verabschieden. Die Ablehnung des Notetats durch die Fraktion der Jüdischen Volkspartei auf dem Verbandstag, wodurch die für diesen Etat notwendige Dreiviertelmehrheit nicht zustande gekommen war, hat den Landesverband und die zahlreichen Institutionen, die aus dem Notetat gestützt werden sollen, in eine unerträgliche Lage gebracht. Die Ablehnung durch die Volkspartei erfolgte bekanntlich in der letzten Stunde vor Auseinandergehen des Verbandstages nach einer mit viel Nervosität und zum Teil mit Erbitterung geführten Debatte betreffend die Subvention des Hechaluz und nachdem die liberale Mehrheit beschlossen hatte, den Posten für Hechaluz aus dem Etat zu streichen. Noch erbittertere Meinungskämpfe spielten sich nachher in der Frage der Hechaluz-Subvention in der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde Berlin ab; manche Politiker glaubten sogar, eine Spaltung der Gemeinde Voraussagen zu können. In den letzten Wochen aber haben zwischen liberalen und volksparteilichen Führern im Landesverband wie in der Gemeinde Verhandlungen zwecks Klärung der Sachlage stattgefunden, die nun — wie die Frankfurter Beschlüsse zeigen — zu einer Einigung geführt haben. Einer Annahme des Notetats des Preußischen Landesverbandes steht nichts anderes mehr im Wege, als daß ein für die Annahme zuständiges Gremium Zusammentritt. Es scheint die Meinung der mit diesem Gegenstand vertrauten Juristen zu sein, daß zur Annahme des Notetats keineswegs die Einberufung des Verbandstages notwendig wäre, sondern daß der Ständige Ausschuß hierfür zuständig sei. Die durch die Einigung in der Hechaluz-Frage herbeigeführte Entspannung wird sich wohl auch auf die Lage in der Berliner Jüdischen Gemeinde auswirken. Man glaubt, daß eine Zusammenarbeit zwischen den Liberalen und der Volkspartei in der Gemeindestube bereits angebahnt ist. Reichsverbandsgründung in vier Wochen Beratung der Vertreter der Landesverbände in Frankfurt Frankfurt a. M., 23. Mai. (JTA.) Im Anschluß an die Sitzung des Engeren Rates des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden fanden in der Religionsschule Unterliwdau zu Frankfurt a. M.

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