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Das jüdische Echo · 1932-05-20 · 21 (20.5.1932) · p. Seite 174

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
21 (20.5.1932)
Date
1932-05-20
Page
Seite 174 (sequence 6)
Language
German
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174 Nr. 21 Das Jüdische Echo Ein Palästinavortrag Am Mittwoch, den 11. d. M., sprach der Leiter der hebräischen Sprachschule, Herr Dr. A. Percikowitseh, über die Erlebnisse und Eindrücke, die er in Palästina empfangen hatte. Herr Dr. Percikowitsch gab einen ausführlichen Bericht über die Festmonate, die Städte, Synagogen, Fabriken, Wälder, Gärten, Kewuzoth, die er hatte erleben dürfen. Er erzählte von den Menschen und vergaß auch das Vieh nicht. Ein großes Publikum nahm die Ausführungen mit Interesse entgegen, das allerdings sichtlich zum Schlüsse des mehr als dreistündigen Berichtes erlahmte. Schekelaktion 5692 Die Zionistische Exekutive hat dem dringenden Antrag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland entsprochen und den Schekelpreis ausnahmsweise für dieses Jahr mit Wirkung vom 1. April ab auf RM. 1.— ermäßigt. Alle bis dahin eingesammelten Schekolim in Höhe von RM. 1.50 müssen voll abgeführt werden. Es wird damit gerechnet, daß dieses Entgegenkommen der Exekutive dazu führen wird, die Schekelsammlung wesentlich zu erleichtern und zu einem guten Endresultat zu führen. Wir fordern daher alle Schekelblockinhaber auf, die Sammlung energisch zu betreiben und diese vor allem auf die Unorganisierten, besonders die zionistischen Familienangehörigen und die zahlreichen Jugendlichen auszudehnen. Entrichtet und sammelt den Schekel! Erweitert und vergrößert die zionistischen Reihen! Hebräische Sprachkurse München Das Sommer-Semester beginnt am 15. Mai. In allen bestehenden Kursen werden neue Schüler aufgenommen. Dienstag, den 17. Mai, hat ein neuer Anfängerkurs begonnen. Schüler werden noch aufgenommen. Auskunft Herzog-Rudolf-Straße 1 Rgb. Hebräische Liederstunde München Ab Mittwoch, den 25. d. M., findet die hebräische Liederstunde unter Leitung von Herrn Schainennann wieder regelmäßig um 8.45 Uhr statt. Die Beteiligung ist unentgeltlich und erfordert keinerlei Vorkenntnisse. * * * Am Samstag, den 2:1. Mai, nachmittags 5 Uhr findet im Raume des Kindergartens Herzog-Rudolf- Straße 1, ein Vortrag von Herrn Dr. Percikowitsch über „Das jüdische Volksleben in Palästina“ statt, zu dem wir herzlich einladen. Oneg Schabbath An alle jüdischen Schachfreunde Münchens! Der jüdische Schachklub Lasker in München, dessen Tätigkeit während der letzten Jahre leider geruht hat, will diese wieder aufnehmen. Alle jüdischen Schachfreunde Münchens, Damen und Herren, gleichviel ob sie bisher dem Schachklub Lasker angehörten oder nicht, werden hiemit eingeladen, am Mittwoch, den 25. Mai, abends 20.15 Uhr im Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog-Max-Slr. 7>/2', zu einer gemeinsamen Besprechung zwecks Wiedereröffnung des Spielbetriebes zu erscheinen. I. A.: Dr. Silber Borochow Jugend Die im Januar des Jahres gegründete Ortsgruppe München der Borochow-Jugend-Sektion der linken Poale Zion fordert die jüdische Jugend auf, mit ihr für proletarischen Zionismus und revolutioären Sozialismus zu kämpfen. Die Heimabende finden jede Woche Samstag 20.30 Uhr im jüdischen Jugendheim, Herzog, Rudolf-Straße ll, statt. Die linke Poale Zion hat vor kurzem eine sehr interessante und lesenswerte Broschüre „Der Klassenweg der deutschen Juden“ herausgegeben. Daneben empfiehlt es sich für jeden, der sich für palästinensische Verhältnisse interessiert, die im Jahre 1931 herausgegebene, aber dennoch aktuelle Broschüre „Front gegen Front“ zu lesen. Sozialistischer Arbeitskreis Die Kurse des Sozialistischen Arbeitskreises, die im März begonnen haben, nehmen ihren Fortgang. Sie finden immer Donnerstag im jüdischen Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße 1, um 20.30 Uhr statt. Am 26. Mai spricht Georg Obermayer über „Der Wert als historische Kategorie“. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. An alle aktiven Bar Kochbaner! Am 5. Juni ist G r ii n w a 1 d — Miin c h e n! Es braucht heute nicht mehr auf die Bedeutung dieses großen Staffellaufes für den Bar Kochba und der gesamten jüdischen Jugend1 hingewiesen werden. Es ist die einzige Möglichkeit, vor einer nach Tausenden von Menschen zählenden Zuschauermasse den Beweis zu erbringen, daß die jüdische Jugend in keiner Weise den Gastvölkern nachsteht. Im vorigen Jahr ist es durch seltenen Mannschaftsgeist und Siegeswillen gelungen, nach vielen Jahren wieder als Erster in unserer Klasse das Zielband zu zerreißen. Was im vergangenen Jahr möglich war, muß diesmal wieder zu erreichen sein. Darum kommt alle Dienstag- und Donnerstag-Abende ab /•>7 Uhr und Sonntags vormittag ab J-? 10 Uhr auf den Sportplatz an der Säbener Straße (Haltestelle Krüppelheim, Linie 25). Bringt Euere Freunde und Bekannten mit! Besorgt Euch die weiße Hose, mit blauen Bändern umrandet, weißes, ärmelloses Trikot mit Mogen-Dowid auf der Brust! Liehe Turnbrüder! Bedenket, daß ein Einzelner die Aufstellung und das Antreten einer ganzen Mannschaft gefährden kann. Also wahrt Disziplin! Kommt zum Training! Nur allerschwerste Krankheit kann Euch entschuldigen. Die Leitung. Überschußverteilung zugunsten der Jüdischen Wohlfahrtspflege In der am 1. Mai 1932 stattgefundenen Generalversammlung des F amilienschulz, gemeinnütziger Verein für Hinterbliebenenfürsorge der Mitglieder jüdischer Gemeinden e. V., wurde statutengemäß der Verwaltungskostenüberschuß aus dem Geschäftsjahr 1931 der jüdischen Wohlfahrtspflege zur Verfügung gestellt. Obwohl der Verein erst am 1. September 1931 seine Tätigkeit aufnahm, konnten bereits 4220.73 RM. der jüdischen Wohlfahrtspflege überwiesen werden. Ein erheblicher Teil wurde für allgemeine Wohlfahrlszwecke der Zenlralwohlfahrlsstelle der deutschen Juden überwiesen. Der Rest wurde der jüdischen Tuberkulosenfürsorge, dem Jüdischen Kaffee-Konditorei Feldherrnha I Ve ueJ:id0"rTel,Hlnerkirche Inhaber: ADOLF ZIMMER, früherer langjähriger Direktor Hotel Excelsior Fernruf 91447 Wiener Kaffee und nur erstklassige Getränke Feinste eigene Konditoreierzeugnisse mit garantiert reiner Butter.

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