Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 17 (22.4.1932)
- Date
- 1932-04-22
- Page
- Seite 141 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 17 Das Jüdische Echo 141 werden, den Kampf für unser Volk und unsere Idee zu führen. In der Stunde, da wir uns von Ihnen trennen, kann ich Ihnen versichern, daß Sie Gefühle der Brüderlichkeit und Liebe begleiten und die herzlichsten Wünsche, daß Ihr zu uns bald zur zweiten Makkabiah zurückkommen werdet. Empfangen Sie, verehrter Herr Doktor, meinen Gruß in meinem Namen und im Namen der Stadtverwaltung für den ganzen Welt-Makkabi und für alle Kollegen im Präsidium. Und was Sie selbst betrifft, so bringe ich Ihnen alle meine Gefühle der Hochschätzung und Liebe zum Ausdruck, welche ich für Ihre Persönlichkeit und bewundernswerten Fähigkeiten empfinde, und ich bin sicher, daß eine Persönlichkeit Ihresgleichen sicher ihren Weg schreiten und uns den Weg ebenen wird zu einer vollen Renaissance und Erlösung. Ihr Sie hochschätzender Dizengoff, Bürgermeister von Tel-Awiw. Gemeinden- und Vereins-Echo Zionistische Ortsgruppe München Mittwoch, den 13. April, fand die ordentliche Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe statt. Herr Bernhard Lustig als erster Vorsitzender erstattete Bericht über die Arbeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr und über die Tätigkeit des Keren Hajessod. Über den Keren Kajemeth berichtete Frau Harburger, über die Erfolge des Jungzionistischen Arbeitskreises Herr Richard Eisen, über die Schekelaktion Frl. Hohenberger, über die Hebräische Sprachschule und das Palästina-Amt Herr Paul Griinbaum, über die Arbeiten der Jüdischen Frauengemeinschaft Frau Dr. Eliasberg. Herr Lichtenauer gab einen kurzen Überblick über die stattgefundenen Gemeindewahlen und Herr Dr. Julius Siegel über die Gemeindetätigkeit. Zum Schluß erstattete Herr Hirsch den Kassenbericht. Nach vorgenommener Entlastung des Vorstandes wurde die Generaldebatte eröffnet, die zu einer lebhaften Diskussion führte. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: Ehrenvorsitzender: J.-R. Dr. Elias Straus; 1. Vorsitzender: Bernhard Lustig; 2. Vorsitzender: Dr. Paul Weiß; Schriftführer: Richard Eisen; Kassier: Gottfried Hirsch; Beisitzer: Dr. Robert Beer, Frau Dr. Eliasberg, Dr. Ignaz Emrich; Keren-Hajessod-Kommission: Justin Lichtenauer, Bernhard Lustig, Paul Grünbaum, Gottfried Hirsch, Dr. Albert Weihl, Dr. Berthold Weiß; Nationalfonds-Kommlssion: Frau Harburger, Frau Dr. Eliasberg, Fritz Keßler, Hermann Renka, Fritz Rosenthal, Josef Orljansky, Frau Dr. Stadler; Schekel-Kommission: Camilla Hohenberger, Franz Holzinger, Alfred Lieber; Presse-Ausschuß: Jakob Reich, Dr. Julius Siegel, Dr. Raphael Straus, Manfred Sturmann; Kassenrevisoren: David Horn, Max Landmann; Hebräische Sprachkurse: J.-R. Dr. Elias Straus, Paul Griinbaum, Dr. Ernst Eisen; Palästina-Amt: Paul Grünbaum; Vertreter für den Gesamtvorstand: Dr. Leopold Berger, J.-R. Dr. Emil Fränkel, Dr. M. J. Gutmann, Theodor Harburger, David Horn, Josef Orljansky. Zionistische Ortsgruppe, München Herr Dr. Paul Rohrbach wird am Samstag, dem 23. April, abends 8.30 Uhr, im Kunstgewerbesaal, Pfandhausstraße 7, über „Erfahrungen und Erlebnisse in Palästina“ sprechen. Der Redner ist einer der ersten Weltpolitiker, der die Bedeutung des nahen Ostens und im Zusammenhang damit die Wichtigkeit des Zionismus für die Entwicklung des vorderen Orients im Rahmen der Weltwirtschaft erkannt hat. Sein Vortrag dürfte größtes Interesse erwecken, um so mehr als der Redner erst vor kurzem von seiner Orientreise zurückgekehrt ist. Schekelaktion 5692 Die Zionistische Exekutive hat dem dringenden Antrag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland entsprochen und den Schekelpreis ausnahmsweise für dieses Jahr mit Wirkung vom 1. April ab auf RM. 1.— ermäßigt. Alle bis dahin eingesammelten Schekolim in Höhe von RM. 1.50 müssen voll abgeführt werden. Es wird damit gerechnet, daß dieses Entgegenkommen der Exekutive dazu führen wird, die Schekelsammlung wesentlich zu erleichtern und zu einem guten Endresultat zu führen. Der Monat April ist von der Exekutive zum Schekelmonat erklärt worden. Wir fordern daher alle Schekelblockinhaber auf, die Sammlung energisch zu betreiben und diese vor allem auf die Unorganisierten, besonders die zionistischen Familienangehörigen und die zahlreichen Jugendlichen auszudehnen. Entricht und sammelt den Schekel! Erweitert und vergrößert die zionistischen Reihen! Zionisten, verkauft und verbreitet den Schekel! An die jüdische Jugend Münchens Am Sonntag, den 24. April, vormittags 11 Uhr, zeigt die Jüdische Frauengemeinschaft im Museumssaal, Promenadestraße 12, einen Film vom Kinder- und J'ugenddorf Ben-Scbem e n i n Palästina. Biindische und nichtbiindische Jugend ist hiezu herzlichst eingeladen. Zur Deckung der Unkosten werden 50 Pfg. pro Person erhoben. Vortrag von Dr. Ernst Simon Am Montag, dem 25. April, spricht Dr. Ernst Simon im Rahmen der Veranstaltungen der Jesaia- Loge über: „M o s k a u und Jerusalem, die J u d e n f r a g e in der kommenden Weltz e i t.“ Beginn Punkt 8 Uhr (da der Vortragende um IG Uhr nach Triest weiterreist) in den Räumen der Concordia, Prannerstraße 4/o. Gäste sind willkommen. Zur Deckung der Unkosten wird eine Garderobegebühr von 50 Rpf. erhoben. Gruppe der Münchener Zionisten-Revisionisten Voranzeige: Die Union der Zionisten-Revisionisten veranstaltet wiederum einen bemerkenswerten Vortragsabend am Samstag, den 30. April, im Kunstgewerbesaal, Pfandhansstraße. Der Vortragende, eine führende zionistische Persönlichkeit und Mitglied des Aktionskomitees, ist Herr Oberbaurat Robert Stricker aus Wien. Die Veranstaltung, die sehr anregend zu werden verspricht, dürfte allgemeinem regstem Interesse begegnen. 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