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Das jüdische Echo · 1932-03-18 · 12 (18.3.1932) · p. Seite 102

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
12 (18.3.1932)
Date
1932-03-18
Page
Seite 102 (sequence 6)
Language
German
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102 Nr. 12 Das Jüdische Echo Üchen Werte niederreißenden Antisemitismus entgegen hielt und kurz Ziel und Zweck des Vereins bedeutete. Herr Geheimrat K u s termann leitete dann über zum Konzentrationspunkt des Programms und Interesses, zum Thema: Goethe und das Alte Testament. Das Referat hatte Herr Rabbiner Dr. Leo Baer w a 1 d übernommen und man war erstaunt, in welch tiefschürfender Weise die Verbundenheit Goethes mit der Bibel aufgedeckt wurde. Einflüsse der bibelbegeisterten Mutter Goethes sowohl als auch eigenes Sichversenken des Dichters in die ewige jüdische und Menschheitsgeschichte, befruchteten das Schaffen Goethes in hohem Maße. Sei es nun in Iphigenie, in Faust, im westösthehen Divan, in der Spruchweisheit der Xeuien, überall tauchen Reminiszenzen an das Alte Testament auf. Der weitausladende und geistvolle Vortrag wurde herzlichst bedankt, ebenso wie alle anderen Mitwirkenden, nicht zuletzt das Jüdische ,Kammerorchester mit starkem Beifall bedacht wurden. Den Abschluß bildete die Ouvertüre aus „Die Geschöpfe des Prometheus“ von Beethoven. Die Jungbühne: „Tor und Tod“ von Hofmannsthal Der Versuch der „Jungbühne“ das Sterben des Claudio aus Hugo von Hofmannsthals Dichtung „Der Tor und der Tod“ — unter Verzicht aller bühnenmäßigen Effekte — wiederzugeben, brachte einen beachtenswerten Erfolg. Neben Alfred Obermayer (Claudio) und Rudolf Lewin (Tod) zeigte vor allem Lisa Jacoby als Mutter feinsinnige Gaben, die viel zum Erfolg des Dargebotenen beitrugen. Man hörte ferner Lisa Hahn als Geliebte des Claudio, Fritz Rosenthal als den toten Freund, Siegfried Silber (Kammerdiener) und Bruno Silber, der die Texte las. Die musikalische Illustration besorgte Moritz Goldberg nach besten Kräften. Die durchaus nicht leichte Aufgabe, die sich die „Jungbühne“ stellte, hat sie überraschend gut gelöst. Es wäre lediglich wünschenswert, daß das Pathos, zugunsten der natürlichen Sprache, noch etwas mehr zurück tritt. Man darf wünschen, daß eine breitere jüdische Öffentlichkeit die „Jungbühne“ — die ein bedeutsamer Kulturfaktor der jüdischen Gemeinde Münchens zu werden verspricht, — durcli reges Interesse in ihrer Arbeit unterstützen wird. J. Erich Liebermann. Bar Kochba, Knabenabteiluug Das Türmen in der jüdischen Volksschule, Herzog-Rudolf-Straße, findet auch während der Ferien regelmäßig Mittwochs von 5 bis 7 Uhr statt. Kommt Alle zum Turnen!! Bringt auch eure Freunde mit! Jeder jüdische Junge ist herzlich willkommen!! Redaktionsschluß der nächsten Nummer ist wegen der Feiertage Dienstag 2 Uhr mittags. Geschäftliches Für Ostern. Die Firma E. Rid & Sohn, Fürstenstraße, auf deren Inserat in dieser Nummer wir*hinweisen, teilt uns mit, daß sie bei Bezugnahme auf das Inserat eine Extravergünstigumg hinsichtlich des Kaufpreises einräumt. Keren Kajemeth Lejisrael jüdischer Nationalfonds Poslscheck-Konto München 10442, Nürnberg 245 05, Fernsprecher München 29 74 49, Nürnberg 219 12 Zentrale für Deutschland, Berlin W 15 Neinekestraße 10 Münchener Spendenausweis Nr. 22 vorn 9.—15. März 1932 Goldenes Buch ZOG, München: Herr u. Frau Dr. Leo Feuchtwanger grat. Herrn u. Frau J.-R. Dr. Fraenkel lierzl. zum Enkel 2.—. Spendenbuch : Professor Emanuel Kirschner anl. seines 75jährigen Geburtstages 5.—. Georg Gidalewitsch s. A. - G a r t e n : Siegfried Ettlinger, Karlsruhe, zum 13. März lA B. 3.—. VJSt. Jordan ia-Garten: Die Activitas der VJSt. Jordania grat. ihrem lb. Bundesbruder Herbert Silbermann herzl. zum bestandenen Doktorexamen 1 B. 6.—. Büchsen, geleert durch N. N.: N. Kurzmantel 3.—, J. Berkowitsch 1.10, Geschw. Gelbart 2.— L. Feldherr 2.—, P. Sturm 1.—, L. Jakob 2.15, L. Spielmann 1.25, B. Faktorowitsch 1.25, Frl. Ida Gutmann 1.45, Jul. Fröhlich 1.—, D. Goldberg 1.25, Frau Stiefelzieher 1—, N. N. 2.—, Frl. Dora Fraenkel 3.—, 5 Büchsen unter 1.— 2.16 28.66. Rud. Wengraf 3.—, S. Jochsberger 1.—, Frz. Weiß 3.22, Henny Reich 8.54, Frau Nußbaum 2.75, Dr. Fritz Stern 3.27, Jak. Feuchtwanger 1.59, Adolf Pilpel 1.66, Dr. S. Feuchtwanger 1.50, Dr. L. Feuchtwanger 1.10, S. Eichengrün 2.—, E. Karfiol 1.20, O. Kestler 2.—, 1 Büchse —.50 30.33. Geleert durch Jetty Blau: Eugen Abeies 2.—, N. N. 1.— 3.—. Summe: 77.99. Gesamtsumme seit 1. Oktober 1931: 3201.62. Telegrammformulare des Jüdischen Nationalonds sind jetzt auch in der Ewer-Buchhandlung, Öttostraße 2, zum Preise von RM. 1— erhältlich. * * * Der Jüdische Nationalfonds hat mit der bekannten Wein-Import-Firma Jakob Kohn in München, Thierschstraße 19, ein Abkommen getroffen, daß ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf von Palästinaweinen dem Jüdischen Nationalfonds zufließt. Wir bitten unsere Freunde, ihren Bedarf an Palästinaweinen für die Pessach-Tage entweder bei der Firma direkt oder deren Vertretern, oder auch im Büro der ZOG. zu bestellen. Die Preise sind, der Zeit entsprechend, stark ermäßigt. Die Firma hat auch Palästina-Olivenöl und Palästina- Olivenseifen von den Shemen-Werken vorrätig. (Telephon: Kohn: 297 094 und Zionistische Ortsgruppe 297 449.) Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 15. März 1932 Spendenbuch : Herr und Frau Ernst Löwengart (Fürth) (durch Fritz Birnbaum, Fürth) anläßlich der Geburt ihrer Tochter 10.—; N. N. anläßlich seines 55. Geburtstages 10.—; Herr und Frau Hermann Stein anläßlich des bestandenen Staatsexamens ihrer Tochter 10.—. Zionisten, kauft und verbreitet den Schekel! I|

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