Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 9 (26.2.1932)
- Date
- 1932-02-26
- Page
- Seite 78 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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78 Das Jüdische Echo Nr. 9 Zionistische Ortsgruppe, Nürnberg-Fürth V o r a nzeig e Herr Dr. A. F r a e n k e 1 , o. ö. Professor in Kiel, Mitglied des Lehrkörpers der Hebräischen Universität zu Jerusalem, wird am Mittwoch, dem 2. März, abends 8.30 Uhr, im Künsllerhaus (Aufgang rückwärtige Treppe) über: „Zwei Jahre als Professor in Palästina“ sprechen. Der wissenschaftliche Ruf und die hervorragende Sachkenntnis Prof. Dr. Fraenkels bürgen dafür, daß er über die Bedeutung und Möglichkeiten einer jüdischen kulturellen Entwicklung in Palästina und insbesondere an der Hebräischen Universität authentische Angaben zu machen in der Lage ist. Der Vorträg wird daher eine Informationsquelle ersten Ranges darstellen. Wizo, Nürnberg Am 10. Februar hielt in der hiesigen Ortsgruppe des Bundes Jüdischer Frauen für Palästinaarbeit Frau H i 1 1 m a n n einen sehr fein durchgearbeiteten Vortrag über die arbeitende Frau in Erez Israel. Unter Zugrundelegung des Bucbes von Ada Fischmann schilderte die Rednerin in fesselnder Weise den Kampf der eingewanderten jüdischen Frauen seit 50 Jahren und das Recht auf produktive Arbeit, um teilnehmen zu können am Aufbau Palästinas. Diese europäischen Frauen und Mädchen, welche die intellekte Bildung ihrer Heimat mitbrachten’, fochten einen Emanzipalionskampf um physische Arbeit, wie ihn die Europäerinnen um das Recht auf geistige Arbeit mit Erfolg ausgefochten haben. Auch jene kämpften sich durch und erzielten volle Gleichberechtigung mit dem Manne, setzten es durch, daß Lehrfarmen, Haushaltung«- und Handwerksschulen gegründet wurden, um sie zu ertüchtigen für die Schwerarbeit im Lande, und später erreichten sie, daß sie auch zu allen Fabrik- und handwerklichen Arbeiten zugelassen und dem Manne gleichgestellt wurden. Und nach der Balfourdeklaration bekamen sie auch das Wahlrecht. Es gibt in Erez Israel zwei Formen der Siedlung: 1. Moschaw, d. h. die private Siedlung, in der den Frauen viel Arbeit zufällt, und die K w u z a h , eine Gemeinschaftsform, in der Arbeit und Verdienst gleich geteilt werden, und in der die Kinder bald nach der Geburt in einem Kinderhaus von berufenen Kräften erzogen werden; die Mütter bringen dem Lande zuliebe das Opfer, ihre Kinder nicht selbst aufziehen. Doch ringt sich jetzt die erstere Form begreiflicherweise mehr durch. Alles in allem sind die Frauen restlos bemüht, am Aufbau Palästinas und so an der Renaissance des Jüdischen Volkes tüchtig mitzuarbeiten. Den fesselnden Ausführungen folgte eine rege Diskussion über die verschiedensten Frauenprobleme. Geschäftliches Die Firma J o s e p h Sechser j u n., T heatiner straße 42, legt Werl darauf, gegenüber umlaufenden gegenteiilgen Gerüchten festzustellen, daß sie von antisemitischen Tendenzen völlig frei ist und daß sie sowohl mit jüdischer Kundschaft, als auch mit jüdischen Lieferanten stets zu allseiliger Zufriedenheit zusammenarbeite. Stadtküche Weine Theatinerstr. 48 Tel. 24421 Keren Kajemeth Lejisrael Jüdischer Nationalfonds Postscheck-Konto München 10442, Nürnberg 24565 Fernsprecher München 297449, Nürnberg 21912 Zentrale für Deutschland, Berlin W 15 MeinekestraBe 10 Münchener Spendenausweis Nr. 19 vom 16. bis 23. Februar 1932 S p e n d e n b u c h. Herr u. Frau Josef Schachno anläßlich ihrer Silberhochzeit 10.—; dieselben danken allen Freunden und Bekannten herzlich für die Glückwünsche. VJSt. J o r d a n i at- Gart e n. N. N. gratuliert seinem lieben Ernst Eisen herzlich zum Doktor 1 B. (>.—; Isa Kraus, Hannah Epstein, Ruth Lösebner desgl. ^4 B. 3.— 9.—. Gold. Buch Selig J e h u d a und Lea M y s 1 i b o r s k y - M i s c. h. Herr und Frau Siegfried Gerson danken Herrn Misch herzlich für die Glückwünsche 2.—. Gold. Buch Bar Kochba, München. Herr und Frau Siegfried Gerson danken der Vorstandschaft des Bar Kochba herzlich für die Glückwünsche 2.—. Gold. Buch ZOG, München. Familien Julius und Leo Satonower gratulieren Herrn und Frau Joseph Schachno herzlich zur Silberhochzeit 3.—; Herr und Frau Dr. M. J. Gutmann desgl. 2.—; Herr und Frau Siegfried Gerson desgl. 1.—; Jakob und Henny Reich gratulieren Herrn Ernst Eisen herzlich zum Doktor 1.—; Familie David Horn desgl. 1.—; Paul Grünbaum und Frau desgl. 1.—; Dr. A. Percikowitsch gratuliert Herrn und Frau Dr. F. Nußbaum herzlich zur Geburt ihres zweiten Sohnes 1.—; Tellersammlung beim Vortrag von Herrn Kurt Blumenfeld 13.— 23.—. Allgemeine Spenden. Familie Bober gratuliert Herrn Ernst Eisen herzlich zum Doktor 1.—; Julius Mendel 2.—; H. B. 1.50; Martin Rosenberg 2.— — G.50. Büchsen. Geleert durch N. N.: Justin Lichlenauer 3.—, Julius Eisen 4.05, N. N. 4.50, S. Goldscheider 1.50, M. Fett 1.—, Frau Held 1.10, E. Bund 1.20, Dr. Leo Feuchtwanger 1.—, Dr. Schäler 2'.—, Dr. Feust 1.—, H. Bober 1.—, W. Monheit 2.201, Frau Klein 2.20, Frau Bartel 2.80, H. Monheit 1.10, M. Tenzer 1.—, J. Kluger 1.70, 2 Büchsen unter 1.— —.87 33.22; geleert durch Herrn Norbert Ehrlich: Frau Dina Wassermann 8.10, Dr. Waldenburg 1.—, Dr. Ettinger 1.—, Hans L. Schulz 5.—, Dr. A. Kern 1.50, H. Kulakowsky 2.—, Benno Lamm —.50 19.10; geleert durch N. N.: Dr. Koschland 2.35, M. Fleischer 1.38, M. Schaller 1.70, Max Ries 2.—, S. Schmickler 1.— — 8.43. Insgesamt 113.25 RM. Gesamtsumme seit 1. Oktober 1931 2940.02 RM. Telegrammformulare des Jüdischen Nationalfonds sind jetzt auch in der Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2, zum Preise von RM. 1.— erhältlich. Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 23. Februar 1932 Spendenbuch, Herr und Frau Phil. Rindsberg anläßlich der Barmizwah ihres Sohnes 10.—; Frau Selma Steinacher anläßlich der 1. Jahrzeit für Herrn Fritz Steinacher 5.—; Frau Anna Löwengart (Fürth) anläßlich ihres Umzuges (durch Fritz Birnbaum, Fürth) 5.—.