Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 6 (5.2.1932)
- Date
- 1932-02-05
- Page
- Seite 54 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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54 Das Jüdische Echo Nr. 6 Zionisten, kauft und verbreitet den Scheket! Tragt durch Verbreitung des Schekels den zionistischen Gedanken in diejenigen Kreise unseres Volkes, die bisher unserer Bewegung fernstanden. Entrichtet und sammelt den Schekel! Stärkt und vergrößert die zionistischen Reihen! Jüdischer Kulturverein J. L. Perez Voranzeige Am 13. Februar 1932: Herr Sidney Ries e r: Krisis in den christlichen Religionen. 20. Februar: Herr Kapellmeister Josef Ziegler: Über jüdische Musik. 27. Februar: Unterhaltungsabend. Jüdischer Jugendverein München Herr Direktor Richard Scheid vom russischen Reisebüro „Intourist“ sprach am Donnerstag, dem 21. Januar 1932, vor einem zahlreichen Publikum über „die Lösung der Judenfrage in der Sowjet- Union“. An Hand des Otto Hellerschen Buches „Vom Untergang des Judentums“ schilderte Redner sehr instruktiv die Lage der Juden in den letzten Jahren. Das wichtigste Moment, die Umschichtung des jüdischen Kleinbürgertums, seine Assimilierung an das Proletariat, wurde mit viel statistischem Material belegt. Wenn der Referent glaubt, daß einige wirtschaftliche Maßnahmen genügen, um das Judenproblem zu lösen, dann dürfte er einem Optimismus huldigen, der den meisten Juden fehlt. Die marxistische Auffassung, die Überschätzung des Wirtschaftlichen, mag jenen Gedankengang verständlich machen. Wir sind aber davon überzeugt, daß die Judenfrage nicht so einfach zu beantworten ist, daß sich ein ungeheuerer geistiger Prozeß vollziehen muß, der in der heutigen Zeit des gegenseitigen Mißtrauens und gemeinen Hasses am allerwenigsten erwartet werden kann. Olim. Jüdischer Jugendverein München I) o n n e r s t a g a b e n d e. Lessingsaal. Beginn 20.30 Uhr. 11. Februar: A u ß e r o r d e n t 1 i c h e Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Satzungsberatung. 2. Verschiedenes. 18. Februar: Vortrag Geheimrat Dr. Doernb e r g e r : „Die Reifezeit der Jugend.“ Bar Kochba, Damenabteilung Abteilung I turnt von —8 Uhr; Abteilung II von halb 8 bis halb 9 Uhr (also eine halbe Stunde gemeinsam mit Abteilung I) jeweils Montags in der Luisenschule. Kostümfest des Bar Kochba Das am Samstag, dem 30. Januar, staltgefundene Kostümfest war für die Veranstalter ein voller Erfolg. Bereits um halb 9 Uhr herrschte im Hotel Königshof fröhliches Maskentreiben. Die eifrige Kapelle spielte fast ununterbrochen und die Stimmung war die denkbar beste. Ein guter Griff der Veranstalter war das Engagement eines Akrobatentrios, das atemraubende Kunststücke zeigte. Die „fünfte Notverordnung Brünings“, vorgelragen von Leo Fleischer, löste stürmische Lachsalven aus. Drei Flaschen Wein, als lockende Preise einer Rumbakonkurrenz, regten zu starker Beteiligung an. Gegen halb 4 Uhr hörte die Kapelle zu spielen auf und alles verließ in froher Stimmung den Königshof. Es war wirklich eine Nacht ohne Zores. Simon Schönwetler. Bar Kochba, München Der Vorstand dankt au dieser Stelle nochmals den Damen Rosenbaum und Strumpf und den Herren Leo Fleischer, Max Kalter, Nazi Gidalewilsch, David Schneller und Hermann Renka für die vorbildlichen Vorbereitungen zum Faschingsfesl. Geschäftliches Gruber-Korsetts. Fachärzte sagen, daß seit der korseltlosen Mode die Frauenkrankheiten erheblich zugenommen haben, der weibliche Körper, speziell bei tätigen Frauen, brauche unbedingt einen gewissen Halt, eine Stütze. Die wiederaufkommende große Mode der Korsetts findet in dieser Behauptung bereits die Antwort. Selbstverständlich muß es ein Stück sein, das hygienisch, zugleich praktisch und, dem Körper entsprechend, tadellos passend gearbeitet ist. Die Firma Gruber-Ivorsetls, Inh. Cläre Kluge, fertigt solche Stücke als Spezialität an. Nachweislich fanden Kunden, deren Ansprüche das Höchstmaß darslellten, vollste Zufriedenstellung. 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Gidaletwitscli 1.77, Willy Felix 1.50 8.42. Zusammen 165.97 RM. Gesamtsumme seit 1. Oktober 1931: 2676.20 RM. Telegrammformulare des Jüdischen Nationalfonds sind jetzt auch in der Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2, zum Preise von RM. 1.— erhältlich. DAMPFWÄSCHEREI VIER JAHRESZEITEN Marstallstra&e 4 Telephon 23072 Feinbügelei / Gardinenbügelei / Pfundwäsche Sorgfältigste Behandlung / Prompte Zustellung