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Das jüdische Echo · 1932-01-22 · 4 (22.1.1932) · p. Seite 38

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
4 (22.1.1932)
Date
1932-01-22
Page
Seite 38 (sequence 6)
Language
German
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38 Das Jüdische Echo Nr. 4 stralier, die Neger, nicht die Buren zu zählen sind.) England dachte bisher noch nicht daran, daß die Einrichtung der Sonderrechte, ungeachtet ihrer Belanglosigkeit, für die Nichtberechtigten aufreizend wirkt. Noch weniger dachte England an das Wesentlichere: an seine Pflicht als Mandatar, den auf die Dauer unentbehrlichen inländischen Beamtenapparat zu entwickeln. Dies ungefähr der Inhalt der Ausführungen von Kohn. Über Einzelheiten ließe sich streiten. Sicher aber ist es gut, wenn diese Gegenstände — aufreizend auch noch in der nüchternen Sachdarstellung — allgemein bekannt werden. f. p. Nes-Ziona von S. Ben-Zion, aus dem Hebräischen übersetzt von Dr. Max Mayer. Herausgegeben vom Hauptbüro des Keren Kajemeth Lejisrael. Jerusalem. Nes-Ziona ist der 1. Band der Palästinabibliothek „Lanvar“ (für die Jugend). Und es ist wirklich jedem jungen Juden zu wünschen, daß er dieses Büchlein in die Hand bekomme. Es zeigt ihm das Entstehen einer neuen Kolonie, welche die Siedler ganz allein ohne Baron Rotschild und ohne jeglichen Hilfsverein unter unsagbaren Schwierigkeiten mit verzweifelter Energie aufbauen. Nach langem Ringen mit Hunger, Heuschrecken, Krankheit und Tod ist Nes-Ziona einer der blühendsten Orte des Jischuv geworden. — Man kann dieses Buch nicht ohne tiefe Bewunderung weglegen, Bewunderung der unendlichen Kraft, die Juden aufbringen können, wenn es sich um den Aufbau von Erez Israel handelt. P. S. Gemeinden- und Vereins-Echo Zionistische Ortsgruppe — Jungzionistischer Arbeitskreis — Keren Kajemeth Lejisrael veranstalten am Sonntag, dem 31. Januar, nachmittags 4 Uhr, im Hotel Königshof, einen Tee- Nachmittag mit Tanz, zu der sie alle Gesinnungsgenossen nud Freunde herzlichst einladen. Eine flotte Tanzkapelle, Solotänze, vorgeführt von Fräulein Else Maier und lustige Tanzspiele werden den Besuchern einen vergnügten Nachmittag bereiten. Eintritt RM. 1.20 inklusive Tee. — Saalöffnung halb 4 Uhr. — Kartenvorverkauf: Minikes, Klenzestraße 62; Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2; Pelzhaus S. Orljawsky, Neuhauser Straße 29; Zionistische Ortsgruppe, Herzog-Rudolf-Straße 1. Bitte, halten Sie sich Sonntag, den 31. Januar, nachmittag, frei! Siehe Anzeige in dieser Nummer. Programm des V. J. St. Jordania. München Samstag, 23. Januar, 14 Uhr: Cafe Hag. Mittwoch, 27. Januar, 20.30 Uhr: Fuchsenkurs. Donnerstag, 28. Januar, 20.30 Uhr: Burschenkurs. Samstag, 30. Januar, 14 Uhr: Cafe Hag; 20.30 Uhr: Klubabend. jüdisches Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße l Heinrich Lamm spricht über „Interessantes vom Auge“ am Montag, dem 25. Januar, um halb 9 Uhr. Jüdischer Gesangverein E.V., München Die nächste Probe findet erst wieder am 18. Februar statt. Alle aktiven und passiven Mitglieder werden nochmals höflichst gebeten, die am 2. Februar, abends 8 Uhr, im Lessingsaal, Herzog-Rudolü-Straße 1, 'stattfindende Generalversammlung (Neuwahl der Vorstandschaft) unbedingt zu besuchen. Der Jüdische Kulturverein J. L. Perez, München bot am Samstag, 9. Januar, seinen Mitgliedern und zahlreichen Gästen Gelegenheit, in das Schaffen des jungen Müncheners Fritz Rosenthal Einblick zu nehmen. Rosenthal, der mit einem kleinen Band Legenden bereits an die Öffentlichkeit getreten ist, las einige lyrische Gedichte und eine größere Novelle „Der Heimweg“. Er zeigte in der Auswahl großes Geschick und bewies erfreuliche Beherrschung der Ausdrucksform. In der Novelle, die noch manche Mängel des Werdenden aufwies, kam gute Beobachtungsgabe zum Wfort, die eine nicht alltägliche Geschichte zu einer fesselfciden Darstellung jüdisch-kleinbürgerlichen Lebens gestaltete. Es ist sehr erfreulich, daß der Kulturverein dieser Äußerung jung-literarischen Schaffens unter den Münchener Juden ein Forum schuf. Z’bi Jüdischer Kulturverein I. L. Perenz. Samstag, den 23. Januar, abends 8.45 Uhr, spricht Herr Joseph Löwy im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, über: „Die jüdische Frau in der jiddischen Literatur“. Gäste willkommen. Der Israelitische Frauenverein von 1906 zur Unterstützung Armer, Kranker und Wöchnerinnen wiederholt auf besonderen Wunsch seiner Mitglieder seinen Wohltätigkeits-Nachmittagstanztee am kommenden Sonntag, dem 24. Januar, nachmittags 4 Uhr, im Hotel Grünwald, Dachauer Straße. Eintritt frei. Kaffee und Kuchen RM. 1.50. Gäste willkommen. Verein Bikur Choulim. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung hat am Samstag, dem 16. Januar, abends 8 Uhr, unter Beteiligung von etwa 50 Mitgliedern, stattgefunden. Die darin vorgenommene Neuwahl der Vorstandschaft erbrachte das Ergebnis: I. Vorstand: Herr S. Neumann; II. Vorstand: Herr L. Iram; Kassier: Herr J. Berger; Schriftführer: L. Mendler; Kassenrevisor: Herr M. Kohn und Herr M. Philippson; Krankenvorsteher: Herr J. Blau und Herr M. Fleischer; Gabbe: Herr B. Faktorowitsch und Herr J. Landmann. München-Loge, U. O. B. B. Im Rahmen ihrer Kunst- und Bildungsabende veranstaltet die München-Loge am 2. Februar im Mathildensaal, Beginn 20.15 Uhr, eine „Goethe-Gedenkfeier“, bei der Margarethe Bach (Wien) rezitieren und Ernst Mosbach er (München) singen wird. Beide Künstler sind durch ihr wiederholtes Auftreten in bester Erinnerung, so daß sicherlich mit einer stattlichen Hörerschar zu rechnen sein wird. Eintritt frei! Zionistische Ortsgruppe Bamberg. Am 17. Januar sprach hier in einem gut besuchten internen Vereinsabend Herr Karl Glaser (Berlin). Herr Glaser referierte zunächst eingehend über die gegenwärtige außenpolitische Lage des Zionismus, insbesondere die durch die allgemeinen politischen Verhältnisse bedingte Einstellung Englands. Hierauf sprach der Redner über innerzionistische Fragen, wobei er sich besonders mit der durch Beschlüsse der Revisionisten für die Organisation entstandenen Situation befaßte. Ein Bewis für das große Interesse der Zuhörer an den interessanten und lebendigen Ausführungen des Herrn Referenten war die zahlreiche Beteiligung au der darauf folgenden Diskussion, die sich hauptsächlich mit Revisionismus und damit zusam-

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