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Das jüdische Echo · 1931-11-27 · 48 (27.11.1931) · p. Seite 654

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
48 (27.11.1931)
Date
1931-11-27
Page
Seite 654 (sequence 10)
Language
German
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654 Das Jüdische Echo Nr. 48 den und modulationsfähigen Organs. Es war eine Lust, auf einem Podium wieder einmal vollendete Sprechtechnik Dichtung neu formen zu hören in einer beseelten Kunst, wie sie nur ganz Großen (z. B. Ludw. Wüllner) eigen ist. Die Art, wie Margarethe Bach u. a. Liliencrons „Geheimnis“, Rilkes „Die Blinde“, Goethes „Der Gott und die Bajadere“ oder in fein-charakterisierendem Humor Rittners „Konzertsaal“ rezitierte, riß die Zuhörer zu stürmischem Beifall hin, der die Künstlerin zu wiederholten Zugaben veranlaßte und ihr den Wunsch nach baldigem Wiedersehen und -hören in enthusiastischer Weise zum Ausdruck brachte. (S. K.) Jüdischer Jugendverein I. Donnerstagabende. Lessingsaal. Beginn: 20.30 Uhr. 3. Dezember, Vortragsabend: „Freud, Coue und die moderne Psychotherapie.“ (Referent: Dr. Horn.) — 10. Dezember: (Im Saale der „Concordia“.)-Chanukka-Feier — — II. Freitagabende. Jugendheim. Beginn: 20.30 Uhr. III. S k i k u r s. Meldungen sofort an Hermann Knoblauch, Trogerstraße 40. Das Chanukka-Konzert des „Jüdischen Kammerorchesters“ findet Samstag, den 12. Dezember, abends 8.15 Uhr, im Museumssaal, Promenadestraße 12, statt. In der letzten Nummer dieses Blattes und auf den angeschlagenen Plakaten ist irrtümlicherweise Prannerstraße angegeben. Wir machen darauf aufmerksam, daß der Museumssaal sich nicht in der Prannerstraße, sondern in der Promenadestraße befindet. Da die Karten zu RM. 2.20 in nur geringer Anzahl vorhanden sind, empfiehlt sich eine rechtzeitige Sicherung derselben. Sitzplätze zu RM. 2.20 und 1.10 sind im Vorverkauf zu haben bei: Gemeindekanzlei, Herzog-Max- Straße 7/1; Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2; Pelzgeschäft D. Goldberg, Schwanthalerstraße 24; Fräulein Camilla Hohenberger, im Lessmghaus, Herzog-Rudolf-Straße 1/1, Rückgeb. Stehplätze zu RM. —.70 für Schüler und Studenten nur gegen Ausweis an der Abendkasse. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Samstag, den 28. November, abends 8.45 Uhr, findet im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, der Einführungsvortrag in die moderne Jiddische Literatur durch Herrn Josef Löwy, statt. Thema: „Die Entstehung der Jiddischen Sprache.“ Gäste und Interessenten herzl. willkommen. Die weiteren Vorträge des angekündigten Vortragszyklus werden rechtzeitig bekanntgegeben. Gesamtausschuß der Ostjuden, München. Verein Bes Jakob gratuliert seinem 1. Vorsitzenden, Herrn Gidalewitsch und Frau zur Verlobung ihres Sohnes Salo, sowie Herrn und Frau Olschinsky zur Barmizwah ihres Sohnes Artur. RM. 3—. Der Gesamtausschuß der Ostjuden gratuliert Herrn Karl Wiesel nachträglich zum 50. Geburtstag und hofft zum 70. Geburtstag rechtzeitig zu gratulieren. Der Gesamtausschuß der Ostjuden gratuliert seinen Vorstandsmitgliedern Herrn Gidalewitsch und Rosner zur Verlobung ihrer Kinder. Aus dem Münchener Bar-Koehba Bar-Kochba: Damen- und Mädchenabteilung. Es ist uns gelungen, für unsere neu gegründete Leichtathletik-Abteilung Fräulein Lisa G e 1 i u s als Leiterin zu gewinnen. Wir geben bekannt, daß die Trainingsabende jeweils Mittwoch 19.30 Uhr in der Sporthalle des Sportvereins Sendling, Plinganserstraße 84 (Straßenbahnhaltestelle Harras oder Sendlinger Weinbauer der Linien 6 oder 16), stattfinden und hoffen, daß recht viele unserer Mitglieder daran beteiligen werden. Von Mitgliedern des Bar-Kochba werden außer den Mitgliedsbeiträgen keine weiteren Beiträge erhoben. Der Leichtathletik-Abteilung können auch Damen und Mädchen, die bisher nicht Mitglied des Bar-Kochba waren, gegen Entrichtung des üblichen Mitgliedsbeitrags beitreten. Neuanmeldungen werden an den Übungsabenden entgegengenommen. Das Training beginnt Mittwoch, den 2. Dezember. „Bar-Kochba“. Jugend-Fußba IT a b t e i - 1 u n g. In der nächsten Spielrunde müssen wir in Dachau und Unterföhring spielen. Auf freie Fahrt können jedoch nur solche Spieler rechnen, die mit ihren Beiträgen auf dem laufenden sind. Es bringe daher jeder Spieler beim nächsten Spiel seine Beiträge mit. Das Hallentraining, das jeden Mittwoch von halb 8 Uhr bis 10 Uhr in der Sendlinger Halle stattfindet, muß unbedingt besucht werden. Es ist Pflicht jedes Einzelnen im Interesse der ganzen Mannschaft pünktlich zum Training zu kommen. Wilhelm Weißmann. Zionistischer Jugendkreis Nürnberg-Fürth. Am Donnerstag, dem 19. November, sprach im Jung- Zionistischen Kreis Herr Stefan Aufhäuser vom Jüdischen Jugendbund über das Thema: „Ist der Zionismus die Lösung der persönlichen Judenfrage“, eine Frage, die bereits 14 Tage vorher von Herrn Dr. M. N u ß b a u m vom zionistischen Standpunkt aus behandelt worden war. Herr Aufhäuser, der sich wesentlich von der herrschenden liberalen Anschauung abgrenzte und dem Zionismus Zugeständnisse machte, vertrat aber doch die Ansicht, daß die Lösung der persönlichen Judenfrage durch den Zionismus nur für einen kleinen Teil jüdischer Menschen möglich sei. An der sehr anregenden und lebhaften Diskussion beteiligten sich die Damen Steffi Braun und Senta Punfud und die Herren Dr. Liebstaedter, Josef Schukstelliski, Jak Zurawel, Reiner Hirsch, Albert Salzer, Zwi Landau, Josef Wechsler und Josef Garai. Jewish Agency, Nürnberg. Am Montag, dem 30. November, abends halb 9 Uhr, im Blauen Saale des Hotels Wittelsbach (nicht wie irrtümlich in der letzten Nummer Bauer-Saal), spricht Herr Dr. Elias Auerbach (Berlin) über: „Wirtschaftskrise und Palästina-Aufbau“. Herr Dr. Auerbach, der auch durch seine jüdisch wissenschaftlichen Werke bekannte Redner, hat viele Jahre als Arzt in Palästina gelebt und ist mit den Fragen des Palästina- Aufbaus wie wenige andere vertraut. Sein Vortrag dürfte daher allgemein interessieren. — Zur Deckung der Unkosten werden RM. —.50 Eintritt erhoben.

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