Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 18 (1931)
- Issue
- 46 (13.11.1931)
- Date
- 1931-11-13
- Page
- Seite 629 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 46 Das Jüdische Echo 629 brauch gemacht und um die Erlaubnis zu dauerndem Aufenthalt nachgesucht. Der Waad Leumi hat eine neue Kundgebung veröffentlicht, in der alle übrigen illegal Eingewanderten aufgeforderl werden, in den nächsten 7 Tagen, für die die Amnestie noch gilt, Legalisierungsgesuche einzureichen. Englische Polizei gegen jüdische Arbeitslose in Chedera Jerusalem, 5. November. (JTA.) Am Mittwoch, den 4. November, kam es in der jüdischen Kolonie Chedera zu Unruhen. Jüdische Arbeitslose in größerer Zahl umringten Orangen-Plantagen, auf denen arabische Arbeiter beschäftigt sind, und forderten, daß auch ihnen Arbeit gegeben werde. Wir haben nichts zu essen, riefen sie, und wissen nicht, wohin wir unsere Schritte lenken sollen. Als die Demonstranten der Aufforderung der Ortspolizei, sich zu zerstreuen, nicht Folge leisteten, wurde englische Polizei von auswärts herbeigerufen, die sofort nach ihrem Eintreffen mit Gummiknüppeln auf die Demonstranten einhieb und sie auseinandertrieb. Dabei wurden 20 jüdische Arbeiter, unter ihnen fünf schwer, verletzt. Vier Demonstranten wurden von der Polizi verhaftet. Noch am gleichen Tage wurde in Chedera eine von etwa $00 Personen besuchte Proteslversammlung abgehalten. Es w urde eine in scharfen Worten abgefaßte Resolution angenommen, in der gegen das brutale Vorgehen der Polizei und gegen die egoistische Wirtschaftspolitik der jüdischen Plantagenbesitzer, die arabische Arbeiter von auswärts beschäftigen, während im Orte selbst jüdische Arbeitslose Not leiden müssen, protestiert wurde. Der Autostreik in Palästina Jerusalem, 4. November. (JTA.) Die ersten Tage des Autostreiks in Palästina verliefen ohne jeden Zwischenfall. Mit Ausnahme einer kleinen arabischen Firma in Jerusalem haben sich alle Autobesitzer bzwy. Chauffeure dem Streik angeschlossen. Der Streikführer Dejani erklärte der JTA., 'die ärabisch-jüdische Streikfront sei ungebrochen, der Autobesitzerverband verfüge über genügende Mittel, um den Streik sogar drei Monate äufrechterhalten zu können. Der Streik werde fortgeführt werdeh, bis die Regierung die Vorschläge ihres * eigenen Untersuchungsausschusses betreffend Lizenzgebühren und andere Besteuerung akzeptiert hat. Jerusalem, 5. November. (JTA.) Der Auto- :streik in Palästina ist allgemein und dauert uhgeschwächt fort. Fs kommt zu keinerlei Zwischenfällen in Zusammenhang mit dem Streik. Die Jüdische Gemeinde von Haifa und die jüdischen Handelskammern in Tel-Awiw und in Jaffa haben beschlossen, die Regierung aufzufordern, die Empfehlungen des von ihr eingesetzten Untersuchungsausschusses, mit denen sich die Streikenden zufrieden geben, anzunehmen, wodurch der Streik seih Ende finden würde. Jerusalem, 8. November. (JTA.) Die Regierung veröffentlicht ein Kommunique über den Autost’-eik in Palästina, in dem sie erklärt, sie werde die Vorschläge der Untersuchungskommission betreffend die Besteuerung des Autoverkehrs prüfen und ihre Entscheidungen treffen, ohne sich durch den Streik und seinen Verlauf irgendwie beeinflussen zu lassen. Der Haifaer Stadtrat forderte die Regierung in einer Resolution auf, die Forderungen der Streikenden zu bewilligen. Ein Teil der Kaufmannschaft in Jerusalem hat beschlossen, die Läden zu schließen, falls nicht die Regierung Entscheidendes zur Beilegung des auch das Handelsleben lähmenden Autostreiks unternimmt. Geschäftliches Deutsche kauft deutsche Sportausrüstungen! Warum ausländische Erzeugnisse? Das große und führende Fachgeschäft für jeden Sport, das Welt- Sporthaus S c h u s I e r , München 2 C 7, Rosenstr. 6, hat innerhalb vier Jahren 58 große Arktis- und Auslandsexpedilionen teils vom Kopf bis zum Fuß bekleidet und ausgerüstet. 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Der Jungzionistische Arbeitskreis eröffnet am Montag, den 16. November, mit einem Ausspracheabend über das Thema: „Die Juden als nationale Minderheit“ seine diesjährige Winterarbeit. Die einleitenden Referate haben die Herren Richard Eisen und Ludwig Stein übernommen. Wir rechnen schon im Hinblick auf die Aktualität des Themas mit einem regen Besuch und einer lebhaften Diskussion und laden hierzu die gesamte jüdische Jugend herzlichst ein. (Siehe Anzeige in dieser Nummer!) Hebräische Liederstunde München. In der hebräischen Liederstunde, die jeden Mittwoch von 8.45 bis 10 Uhr stattfindet, versammeln sich ungefähr 15 Jugendliche verschiedener Richtungen und Anschauungen, um hebräische Volkslieder im Original kennen zu lernen und zu singen. Wir machen die gesamte jüdische Jugend auf den jüdisch-erzieherischen Wert dieser Stunde aufmerksam und laden sie ein, sich zahlreich daran zu beteiligen. Die Beteiligung ist unentgeltlich. Kulturverein J. L. Perez. Samstag, den 14. d. M., abends 8.45 Uhr Klubabend im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1. Gäste willkommen. Eintritt frei. Jordania Wochenprogramm Sonnabend, den 14. November: 14 Uhr Cafe Haag. Donnerstag, den 19. November: 20.30 Uhr Burschenkurs. Freitag, den 20. November: Gemeinsames Beisammensein. Ort wird noch bekanntgegeben. Sonnabend, den 21. November: 14 Uhr Cafe Haag. Jüdischer Jugendverein November-Dezember-Progra m m 1 9 3 1 1. D o n n e r s t a g - A b e n d e. Lessing-Saal. Beginn 20.30 Uhr.