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Das jüdische Echo · 1931-09-04 · 36 (4.9.1931) · p. Seite 500

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
36 (4.9.1931)
Date
1931-09-04
Page
Seite 500 (sequence 8)
Language
German
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500 Das Jüdische Echo Nr. 6 durch die in wirksamen zarten Farben gehaltenen Glasfenster, die nach den Entwürfen des Herrn Meyerstein geschaffen und von einigen Damen der Synagoge gestiftet worden sind. In einer geschickten, durchaus unserem Kunstempfinden entsprechenden Art sind in diesen Kunstverglasungen am den fünf Fenstern des Untergeschosses, an vier Durchbrüchen der Wiestwand der Empore und im Rondo der Ostnische jüdische Symbole zur Darstellung gelangt. So wird in einer unaufdringlichen Weise die Weihe des Orts unterstrichen. Durch die auf schwarzgrundigem Marmorsockel in pompejinischem Rot leuchtende Vorhalle gelangt man auch in die Werktagssynagoge, die in ihrem hellen auf Gelb, Rot und Grau getönten Farbklang sehr freundlich wirkt. Die in den Durchgang zum Hof führende Fassade ist mit ihren Blenden, in denen die Fenster sitzen, gut gegliedert und läßt durch ihre helle Tönung die Farbmotive des Innern anklingen. ( Mit dieser künstlerisch wie technisch vollauf gelungenen Leistung hat Gustav Meyerstein München um eine beachtliche Synagoge bereichert und seine Eignung gerade auf dem Gebiete des jüdischen Kultbaus erwiesen. Es ist nur zu wünschen, daß ihm auch einmal Gelegenheit geboten wird, aus dem Vollen schöpfend die Leistung zu erstellen, die nach dieser Probe von ihm erwartet werden darf. T. H. * * * Einige zahlenmäßige Angaben mögen den vorstehenden Artikel ergänzen. Die dreischiffige Synagoge ist (mit der Nische des Aron-ha-kodesch) 27 m lang, 14 m breit, die Höhe beträgt 8 m. Sie enthält in drei Bankreihen ca. 330 Herrenplätze, auf der Empore in 3 Reihen an den Seiten und in 6 Reihen an der Rückwand ca. 220 Frauenplätze. Die Empore ist in einer besonders interessanten freiaufliegenden, weitgespannten Eisenbetonralimenkonstruktion ausgeführt; ihre ganze Last ruht auf nur zwei Säulen. Der kleine Betsaal enthält ca. 30 Plätze. Der 300 qm große Hof bietet für die Feiertage einen genügend großen, von der Straße und der Einsicht abgeschlosenen Raum; in die Hofrückwand, an der der Kaiblmühlbach vorbeifließt, wurde ein Fenster eingebrochen, damit man von dort aus Taschlich machen kann. * * * Der neue Betsaal ist gemeinsames Werk einer Reihe von angesehenen Münchener Firmen. Die Gesamtbauleiitung hatte Architekt Diplomingenieur Gustav Meyerstein inne, der ja auch die Pläne ausgearbeitet hat; die statischen Berechnungen lieferte Diplomingenieur Dr. Leopold Bergen die Ausführung des Eisenbetonbaus war der Firma Hochbau G. m. b. H. (Inhaber Regierungsbaumeister Josef Adler) übertragen. Es wurden ferner geliefert: die Bauschreinerarbeiten von der Firma Michael Nunner, die Bauschlosserarbeiten von der Firma Alois Birner, der Dachstuhl von der Firma Leonhard Moll, die Bedachung von der Firma Münchener Bedachungs- und Blechindustrie, die Glasdächer von der Firma Bayerischer Glasdachbau, Inhaber Fritz Kuby, die Fenstereinfassungen von der Münchener Kunststeinfabrik, der Marmor für die Nische mit dem Aron-ha-Kodesch vom Zwieseler Steingeschäft, die Fließenarbeiten von der Firma Julius Nassauer, die Asphaltierungen Die Beleuchtung projektierte und lieferte in gewohnt mustergültiger Ausführung Ing. Erich Rosenberg Schleißheimer Str. 102 Tel. 371 371/79 Die künstlerischen Glasmalereien in dem neuen Betsaal in München Reichenbachstraße sind entworfen von Gustav van Treeck und ausgeführt in den Sämtliche Malerarbeiten wurden ausgeführt von der Firma M.Mer München Änglerstraßc 9 Michael Nunner Bauschreinerei, Treppenbau Pariser Straße 32 Fernsprecher 418 73 GLÄSMÄLEREI -WERKSTÄTTEN Gustav van Treeck MÜNCHEN, SCHWINDS TR. 3 n lieferte sämtliche Fensterstöcke, eichene Innen- und Äußentüren und die beiden Treppenanlagen

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